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Öl schüttelt's, Do&Co beutelt's und der Rest 'zittert' vor Trump

Im Vorfeld der Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump war heute nicht mit viel Bewegung an den Märkten zu rechnen - so kam es dann auch. Es wird etwa darauf gewartet, inwieweit Trump Signale zur künftigen Handelspolitik gibt. Da sind im US-Handelsverlauf die 20.000 Punkte ebenso noch möglich, wie ein Enttäuschungsfall.

Enttäuscht haben zu Beginn die Ölpreise auf die neuesten US-Lagerdaten reagiert - binnen Sekunden reduzierte sich ein Plus von 1,5 Prozent auf beinahe Null - der US-Rohölbestand ist in der Woche auf 6. Jänner um 4,1 Millionen Barrel gestiegen, mehr als drei Millionen über dem prognostizierten Wert - nur um dann wieder auf plus 2,5 Prozent zu schießen. Vielleicht, da die Benzinvorräte nur um 2,1 statt erwarteter 5,0 Millionen Barrel gestiegen sind...?: Ähnlich verhielten sich die Aktien von OMV und SBO.

Kaum nennenswerte Impulse kamen von der Konjunkturfront: In Spanien hat der Aufschwung in den Industriebetrieben überraschend stark an Tempo gewonnen. Und die britischen Unternehmen haben ihre Produktion im November überraschend deutlich hochgefahren.

Porr büßte um 2,47 Prozent ein. Eine Gruppe von Aktionären des Baukonzerns beabsichtigt, bis zu 1,474.509 Aktien oder rund fünf Prozent der Stimmrechte außerbörslich via Privatplatzierung verkaufen. Wie der Konzern am Dienstagabend mitgeteilt hatte, umfasst diese Gruppe alle Mitglieder des Vorstands und einzelne Aufsichtsratsmitglieder der Porr bzw. diesen nachstehenden Gesellschaften, u.a. auch Gesellschaften des Ortner-Strauss-Syndikats.

Klar schwächer zeigte sich auch Do & Co mit einem Abschlag in Höhe von 3,36 Prozent - größtes ATX-Minus. Hier belastet weiter die Situation in der Türkei - vor allem die der dortigen Lira. Und es wird wohl nicht besser, wenn wir den (politischen) Erklärungsversuchen dazu lauschen: Präsidentenberater Cemil Ertem begründet die Situation mit, "es handelt sich um eine ausländische Verschwörung, um die Türkei während der Debatte über die Einführung eines Präsidialsystems zu schwächen. Es läuft eine Operation, um die türkische Lira abzuwerten. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern unbestreitbare Realität", sagte der Berater von Präsident Recep Tayyip Erdogan in der "Hürriyet".

Größter Kursgewinnern im ATX war Zumtobel mit einem Plus von 2,80 Prozent - Gegenbewegung zum größten Verlierer des Vortags mit minus 5,76 Prozent, nachdem US-Konkurrent Acuity Brands unter den Erwartungen liegende Quartalszahlen präsentiert hatte.