, boerse-express
Katerstimmung in Europa, weitere Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und die schwierige Suche nach Rendite
Mit dem Entschluss der Briten, aus der EU austreten zu wollen, steht Europa vor einer Phase politischer Turbulenzen, die sich wirtschaftlich in einer Investitions- und Konsumzurückhaltung niederschlagen dürfte. Zudem befindet sich der globale Konjunkturzyklus in einem fortgeschrittenen Stadium, wenngleich die Vorlaufindikatoren keinen signifikanteren Weltwirtschaftsabschwung signalisieren. Für positive Vorzeichen des privaten Konsumwachstums sorgt weiterhin die solide Arbeitsmarktlage. Zudem stehen die wichtigsten Notenbanken wie die US-Fed bereit, um bei auftauchenden Unsicherheiten sofort gegenzusteuern. Vor diesem Hintergrund sollte die Wirtschaft der Industriestaaten weiterhin moderat expandieren. In China zeigen die gesetzten Stimulusmaßnahmen Wirkung, ein scharfer Wachstumseinbruch in den kommenden drei Monaten erscheint unwahrscheinlich.
Konjunkturmomentum in den USA lässt etwas nach
Nachdem sich für das zweite Quartal ein starkes Wirtschaftswachstum von annualisiert rund 3 % abzeichnet, lassen die vorliegenden Daten auf eine geringere Konjunkturdynamik im zweiten Halbjahr 2016 schließen – die Aufwärtsdynamik war ab Mai wieder ins Stocken geraten. Wenig erfreulich ist zudem, dass sich die Konjunkturerwartungen im zuvor äußerst soliden Dienstleistungssektor auf ein leicht unterdurchschnittliches Niveau reduzierten. Im Mai schwächelte auch der US-Arbeitsmarkt, der sich in den vergangenen Monaten als sehr solide erwiesen hatte. Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir für das Gesamtjahr 2016 ein US-Wirtschaftswachstum von 1,8 %, gleichzeitig erwarten wir im zweiten Halbjahr einen höheren Inflationsdruck. Während die Inflation im Mai noch bei 1,0 % lag, ist im zweiten Halbjahr aufgrund der Energiepreisanstiege mit einem Überschreiten der Zwei-Prozent-Marke zu rechnen.
Katerstimmung in Europa
Mit dem Brexit wird Europa in eine lange Phase politischer Unsicherheiten eintreten. Die Trennung Großbritanniens von der EU wird sich über Jahre hinziehen, die Ausgestaltung der künftigen Handelsbeziehungen ist noch unklar. Die politischen Turbulenzen werden durch die drohende Abspaltung Schottlands und Nordirlands verstärkt und auch im restlichen Europa verschärfen sich die politischen Risiken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich erst längerfristig manifestieren, die Eurozone dürfte insgesamt aber nur wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. Dank hoher Wachstumsbeiträge des privaten Konsums und der Investitionen wurde die Basis für ein solides Wirtschaftswachstum in der Eurozone bereits im ersten Quartal – mit starken 0,6 % – gelegt. Insbesondere in Frankreich, Österreich, Finnland und zum Teil auch Italien zeichnet sich eine Erholung ab, wodurch sich die Wachstumsdivergenzen innerhalb des Euroraums verringern. Auch für das restliche Jahr sollte die Eurozone zumindest das Potenzialwachstum erreichen – im Gesamtjahr 2016 gehen wir von einem BIP-Wachstum von 1,5 % aus. Die Arbeitslosenrate sollte in diesem Umfeld weiter sinken, mit 10,2 % lag sie im April auf einem Fünf-Jahres-Tief. Bei der Inflation werden sich, ähnlich wie in den USA, die Energiepreisanstiege der letzten Monate rasch in den Daten niederschlagen.
Neue Konjunkturhilfen in Japan
Die japanische Wirtschaft startete im ersten Quartal mit einem annualisierten BIP-Wachstum von 1,9 % zum Vorquartal solide in das Jahr 2016. Unter Berücksichtigung der erheblichen Volatilität bei den Quartalswachstumsraten kann man jedoch lediglich einen bescheidenen Wachstumskurs erkennen. Vor diesem Hintergrund bemühte sich die japanische Regierung erneut um zusätzliche Konjunkturstützung. So wurde die für April 2017 geplante, zweite Stufe der Mehrwertsteuererhöhung auf Oktober 2019 verschoben, darüber hinaus stellte Premierminister Abe für Herbst zusätzliche Konjunkturhilfen in Aussicht. Allerdings ist der fiskalische Spielraum durch die aktuelle Neuverschuldung von 6 % des BIP und die staatliche Gesamtverschuldung von 250 % des BIP begrenzt.
Weitere Abkühlung der chinesischen Wirtschaft
Mit der Verbesserung der chinesischen Konjunkturindikatoren im März wichen zwar die zu Jahresbeginn noch vorherrschenden Ängste einer harten konjunkturellen Landung, hinsichtlich einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung besteht allerdings weiterhin Skepsis. Nachdem im ersten Quartal mit annualisierten 6,7 % das schwächste BIP-Wachstum seit Anfang 2009 erzielt wurde, stehen die Zeichen auf eine Fortsetzung der planmäßigen Abkühlung. Insbesondere die wachstumsfördernden Faktoren – wie die Erholung des Immobiliensektors und der starke Anstieg von staatlichen Investitionsprojekten – dürften im Laufe des zweiten Halbjahres erneut an Dynamik verlieren. Ein kreditfinanziertes Wachstum ist aufgrund der chinesischen Gesamtverschuldung in Höhe von rund 300 % kaum mehr möglich. Die Eindämmung der hohen Verschuldung sowie wirtschaftliche Reformen dürften auch in Zukunft das Wirtschaftswachstum bremsen. Zwischenzeitlich negative Abweichungen vom geplanten Konjunkturpfad samt erneuter Beunruhigung der Finanzmärkte können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
Licht und Schatten in den Emerging Markets
Da mit der Aufhellung der chinesischen Konjunkturperspektiven auch die Rohstoffpreise angestiegen waren, verringerte sich eines der größten Konjunkturrisiken für die stark von Rohstoffexporteuren abhängigen Emerging Markets. Dennoch befinden sich zahlreiche Länder in tiefer Rezession: Die Wirtschaft Lateinamerikas dürfte in diesem Jahr um rund 1 % schrumpfen, wobei Brasilien, Argentinien und Venezuela besonders stark betroffen sind. Ein neues Allzeit-Tief des brasilianischen Einkaufsmanagerindex für den Industriebereich im Mai mahnt zur Vorsicht. Asien stabilisierte sich auf Basis der Entwicklung Chinas konjunkturell und sollte im Durchschnitt rund 5 % wachsen. Osteuropa dürfte mit der voranschreitenden Konjunkturerholung Russlands und der stärkeren Eurozone in diesem Jahr mit durchschnittlich rund 1,5 % sogar wesentlich höhere BIP-Wachstumsraten aufweisen als im Vorjahr.
Schwierige Suche nach Rendite am Anleihenmarkt
Die Anleihenmärkte wiesen im zweiten Quartal quer über alle Risikoklassen eine sehr solide Performance aus, die Suche nach Renditen ist dadurch noch schwieriger geworden. Bei sicheren europäischen Staatsanleihen sinken die Renditen immer längerer Laufzeiten aufgrund der Anleihenkäufe der EZB in den negativen Bereich. Da die EZB seit Juni auch Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Bonität kauft, sinken auch dort die Renditen markant. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Renditen noch länger tief bleiben, selbst wenn die Inflation im zweiten Halbjahr anzieht. Zahlreiche Investoren weichen auf High-Yield-Unternehmensanleihen oder Emerging-Markets-Anleihen aus, allerdings steigt in diesem Segment die Korrekturgefahr. US-Staatsanleihen, die noch ein vergleichsweise attraktives Rendite-/Risikoverhältnis aufweisen, sind als Diversifikationselement gerade in einem volatilen Umfeld ein wichtiger Portfoliobestandteil.
Aktien bleiben attraktivste Anlageklasse
Trotz gestiegener Unsicherheit nach dem Ausstiegsvotum der Briten stellen Aktien aus unserer Sicht die aussichtsreichste Anlageklasse dar. Getragen wird die Attraktivität von einer hohen Dividendenrendite, die z. B. bei europäischen Aktien (MSCI Europe) aktuell knapp 4 % beträgt, großen Aktienrückkaufprogrammen in den USA und einer weiterhin regen Fusions- und Übernahmeaktivität. Nach den Rückschlägen zu Jahresbeginn konnten sich die US-Aktienmärkte zwischenzeitlich erholen, bevor die Brexit-Entscheidung angesichts der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Risiken starke Kursverluste auslöste. Rein bewertungsmäßig stieg die relative Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen dabei weiter an, die Dividendenrenditen an den europäischen und US-Aktienmärkten liegen weiter deutlich über jenen der zehnjährigen Staatsanleihen der jeweiligen Region.
Asset Allocation für das 3. Quartal 2016
Asset Allocation
– Realwerterhalt erfordert im Niedrigzinsumfeld Einsatz von zyklischen Anlageklassen, welche die Portfoliovolatilität erhöhen
– Mögliche weitere US-Leitzinsanhebungen erhöhen nach Jahren mit Vermögenspreisinflation die Korrekturgefahr
– Allokation in Staatsanleihen mehr aus Diversifikations- als aus Ertragsgründen, Alternative Investments in diesem Umfeld attraktiv
Aktien
– Aktien bieten attraktive Dividendenrendite, Bewertungen allerdings nicht günstig
– Gefahr temporärer Kursverluste steigt angesichts des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus
– Regional Eurozone favorisiert, wegen eines deutlichen Bewertungsabschlags und einer expansiven EZB
Anleihen
– Mögliche US-Leitzinsanhebungen und steigende Inflation sorgen für Gegenwind
– EZB-Käufe begrenzen Folgen für Eurorenditen und sprechen für Unternehmens- und Peripheriestaatsanleihen
– Emerging-Markets- und High-Yield-Anleihen attraktiv, aber durch hohe Korrelation mit Rohstoffpreisen volatil
Währungen
– US-Dollar profitiert von Fortsetzung des Zinsanhebungszyklus, Großteil der Aufwertung aber bereits vorbei
– Britisches Pfund aufgrund des EU-Austritts und dessen Folgen äußerst volatil
– Bank of Japan gelingt es im aktuellen Umfeld nicht Yen abzuschwächen
Konjunkturmomentum in den USA lässt etwas nach
Nachdem sich für das zweite Quartal ein starkes Wirtschaftswachstum von annualisiert rund 3 % abzeichnet, lassen die vorliegenden Daten auf eine geringere Konjunkturdynamik im zweiten Halbjahr 2016 schließen – die Aufwärtsdynamik war ab Mai wieder ins Stocken geraten. Wenig erfreulich ist zudem, dass sich die Konjunkturerwartungen im zuvor äußerst soliden Dienstleistungssektor auf ein leicht unterdurchschnittliches Niveau reduzierten. Im Mai schwächelte auch der US-Arbeitsmarkt, der sich in den vergangenen Monaten als sehr solide erwiesen hatte. Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir für das Gesamtjahr 2016 ein US-Wirtschaftswachstum von 1,8 %, gleichzeitig erwarten wir im zweiten Halbjahr einen höheren Inflationsdruck. Während die Inflation im Mai noch bei 1,0 % lag, ist im zweiten Halbjahr aufgrund der Energiepreisanstiege mit einem Überschreiten der Zwei-Prozent-Marke zu rechnen.
Katerstimmung in Europa
Mit dem Brexit wird Europa in eine lange Phase politischer Unsicherheiten eintreten. Die Trennung Großbritanniens von der EU wird sich über Jahre hinziehen, die Ausgestaltung der künftigen Handelsbeziehungen ist noch unklar. Die politischen Turbulenzen werden durch die drohende Abspaltung Schottlands und Nordirlands verstärkt und auch im restlichen Europa verschärfen sich die politischen Risiken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich erst längerfristig manifestieren, die Eurozone dürfte insgesamt aber nur wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. Dank hoher Wachstumsbeiträge des privaten Konsums und der Investitionen wurde die Basis für ein solides Wirtschaftswachstum in der Eurozone bereits im ersten Quartal – mit starken 0,6 % – gelegt. Insbesondere in Frankreich, Österreich, Finnland und zum Teil auch Italien zeichnet sich eine Erholung ab, wodurch sich die Wachstumsdivergenzen innerhalb des Euroraums verringern. Auch für das restliche Jahr sollte die Eurozone zumindest das Potenzialwachstum erreichen – im Gesamtjahr 2016 gehen wir von einem BIP-Wachstum von 1,5 % aus. Die Arbeitslosenrate sollte in diesem Umfeld weiter sinken, mit 10,2 % lag sie im April auf einem Fünf-Jahres-Tief. Bei der Inflation werden sich, ähnlich wie in den USA, die Energiepreisanstiege der letzten Monate rasch in den Daten niederschlagen.
Neue Konjunkturhilfen in Japan
Die japanische Wirtschaft startete im ersten Quartal mit einem annualisierten BIP-Wachstum von 1,9 % zum Vorquartal solide in das Jahr 2016. Unter Berücksichtigung der erheblichen Volatilität bei den Quartalswachstumsraten kann man jedoch lediglich einen bescheidenen Wachstumskurs erkennen. Vor diesem Hintergrund bemühte sich die japanische Regierung erneut um zusätzliche Konjunkturstützung. So wurde die für April 2017 geplante, zweite Stufe der Mehrwertsteuererhöhung auf Oktober 2019 verschoben, darüber hinaus stellte Premierminister Abe für Herbst zusätzliche Konjunkturhilfen in Aussicht. Allerdings ist der fiskalische Spielraum durch die aktuelle Neuverschuldung von 6 % des BIP und die staatliche Gesamtverschuldung von 250 % des BIP begrenzt.
Weitere Abkühlung der chinesischen Wirtschaft
Mit der Verbesserung der chinesischen Konjunkturindikatoren im März wichen zwar die zu Jahresbeginn noch vorherrschenden Ängste einer harten konjunkturellen Landung, hinsichtlich einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung besteht allerdings weiterhin Skepsis. Nachdem im ersten Quartal mit annualisierten 6,7 % das schwächste BIP-Wachstum seit Anfang 2009 erzielt wurde, stehen die Zeichen auf eine Fortsetzung der planmäßigen Abkühlung. Insbesondere die wachstumsfördernden Faktoren – wie die Erholung des Immobiliensektors und der starke Anstieg von staatlichen Investitionsprojekten – dürften im Laufe des zweiten Halbjahres erneut an Dynamik verlieren. Ein kreditfinanziertes Wachstum ist aufgrund der chinesischen Gesamtverschuldung in Höhe von rund 300 % kaum mehr möglich. Die Eindämmung der hohen Verschuldung sowie wirtschaftliche Reformen dürften auch in Zukunft das Wirtschaftswachstum bremsen. Zwischenzeitlich negative Abweichungen vom geplanten Konjunkturpfad samt erneuter Beunruhigung der Finanzmärkte können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
Licht und Schatten in den Emerging Markets
Da mit der Aufhellung der chinesischen Konjunkturperspektiven auch die Rohstoffpreise angestiegen waren, verringerte sich eines der größten Konjunkturrisiken für die stark von Rohstoffexporteuren abhängigen Emerging Markets. Dennoch befinden sich zahlreiche Länder in tiefer Rezession: Die Wirtschaft Lateinamerikas dürfte in diesem Jahr um rund 1 % schrumpfen, wobei Brasilien, Argentinien und Venezuela besonders stark betroffen sind. Ein neues Allzeit-Tief des brasilianischen Einkaufsmanagerindex für den Industriebereich im Mai mahnt zur Vorsicht. Asien stabilisierte sich auf Basis der Entwicklung Chinas konjunkturell und sollte im Durchschnitt rund 5 % wachsen. Osteuropa dürfte mit der voranschreitenden Konjunkturerholung Russlands und der stärkeren Eurozone in diesem Jahr mit durchschnittlich rund 1,5 % sogar wesentlich höhere BIP-Wachstumsraten aufweisen als im Vorjahr.
Schwierige Suche nach Rendite am Anleihenmarkt
Die Anleihenmärkte wiesen im zweiten Quartal quer über alle Risikoklassen eine sehr solide Performance aus, die Suche nach Renditen ist dadurch noch schwieriger geworden. Bei sicheren europäischen Staatsanleihen sinken die Renditen immer längerer Laufzeiten aufgrund der Anleihenkäufe der EZB in den negativen Bereich. Da die EZB seit Juni auch Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Bonität kauft, sinken auch dort die Renditen markant. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Renditen noch länger tief bleiben, selbst wenn die Inflation im zweiten Halbjahr anzieht. Zahlreiche Investoren weichen auf High-Yield-Unternehmensanleihen oder Emerging-Markets-Anleihen aus, allerdings steigt in diesem Segment die Korrekturgefahr. US-Staatsanleihen, die noch ein vergleichsweise attraktives Rendite-/Risikoverhältnis aufweisen, sind als Diversifikationselement gerade in einem volatilen Umfeld ein wichtiger Portfoliobestandteil.
Aktien bleiben attraktivste Anlageklasse
Trotz gestiegener Unsicherheit nach dem Ausstiegsvotum der Briten stellen Aktien aus unserer Sicht die aussichtsreichste Anlageklasse dar. Getragen wird die Attraktivität von einer hohen Dividendenrendite, die z. B. bei europäischen Aktien (MSCI Europe) aktuell knapp 4 % beträgt, großen Aktienrückkaufprogrammen in den USA und einer weiterhin regen Fusions- und Übernahmeaktivität. Nach den Rückschlägen zu Jahresbeginn konnten sich die US-Aktienmärkte zwischenzeitlich erholen, bevor die Brexit-Entscheidung angesichts der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Risiken starke Kursverluste auslöste. Rein bewertungsmäßig stieg die relative Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen dabei weiter an, die Dividendenrenditen an den europäischen und US-Aktienmärkten liegen weiter deutlich über jenen der zehnjährigen Staatsanleihen der jeweiligen Region.
Asset Allocation für das 3. Quartal 2016
Asset Allocation
– Realwerterhalt erfordert im Niedrigzinsumfeld Einsatz von zyklischen Anlageklassen, welche die Portfoliovolatilität erhöhen
– Mögliche weitere US-Leitzinsanhebungen erhöhen nach Jahren mit Vermögenspreisinflation die Korrekturgefahr
– Allokation in Staatsanleihen mehr aus Diversifikations- als aus Ertragsgründen, Alternative Investments in diesem Umfeld attraktiv
Aktien
– Aktien bieten attraktive Dividendenrendite, Bewertungen allerdings nicht günstig
– Gefahr temporärer Kursverluste steigt angesichts des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus
– Regional Eurozone favorisiert, wegen eines deutlichen Bewertungsabschlags und einer expansiven EZB
Anleihen
– Mögliche US-Leitzinsanhebungen und steigende Inflation sorgen für Gegenwind
– EZB-Käufe begrenzen Folgen für Eurorenditen und sprechen für Unternehmens- und Peripheriestaatsanleihen
– Emerging-Markets- und High-Yield-Anleihen attraktiv, aber durch hohe Korrelation mit Rohstoffpreisen volatil
Währungen
– US-Dollar profitiert von Fortsetzung des Zinsanhebungszyklus, Großteil der Aufwertung aber bereits vorbei
– Britisches Pfund aufgrund des EU-Austritts und dessen Folgen äußerst volatil
– Bank of Japan gelingt es im aktuellen Umfeld nicht Yen abzuschwächen