Espresso: DB Morning Daily: Renminbi (Yuan) ist auf dem Weg zu einer Weltreservewährung
Die chinesische Währung Renminbi (Yuan) ist auf dem Weg zu einer Weltreservewährung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat dem Renminbi nun seine "Freie Verwendbarkeit" bescheinigt, wie die FAZ am Dienstag berichtete. Der IWF-Stab rät deshalb dem Exekutivrat des Währungsfonds zu einer Aufnahme des Renminbi als Weltreservewährung. Der Währungskorb des IWF bildet die Basis für den Wert dessen Kunstwährung, den sogenannten Sonderziehungsrechten, SZR. Derzeit enthält der Korb vier Währungen: Dollar, Euro, Yen und britisches Pfund. Eine Aufnahme des Renminbi könnte Chinas Position an den Finanzmärkten stärken.
Offenbar hätten die USA ihre Vorbehalte fallengelassen, berichtet die Zeitung weiter. Die Vereinigten Staaten sind größter Aktionär des IWF, auch andere westliche Staaten haben China bislang vorgeworfen, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten. Der IWF hat China erneut aufgefordert, in den kommenden Jahren für einen freien Wechselkurs zu sorgen. Der Renminbi ist derzeit noch eng an den Dollar gekoppelt. Der Renminbi ist schon jetzt die im asiatischen Zahlungsverkehr mit China die meist genutzte Währung. 31% der Zahlungen werden in der chinesischen Währung getätigt. Vor drei Jahren waren es noch sieben Prozent.
FX-Quickcheck: EUR/USD
Die US-Verbraucherpreise sind im Oktober zum ersten Mal seit drei Monaten wieder gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag bekannt gab, lag die Teuerung im vergangenen Monat wie von Analysten im Konsens erwartet saisonbereinigt bei 0,2% im Monatsvergleich. Auf Jahressicht ergibt sich ebenfalls eine Teuerung um 0,2%. Erwartet worden war hier im Schnitt ein Zuwachs um 0,1%. In der Kernrate exklusive Nahrungsmittel und Energie betrug der Preisanstieg aktuell 0,2% im Monats- und 1,9% im Jahresvergleich. Trotz des jüngsten Anstiegs ist die Inflation in den USA damit insgesamt weiterhin sehr niedrig.
EUR/USD trifft am Tief vom 13. März 2015 bei 1,0459 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand findet sich am Hoch vom 28. Oktober 2015 bei 1,1096.
FX-Quickcheck: EUR/JPY
Die Gewinne japanischer Unternehmen sind infolge der Yen-Abwertung auf ein Rekordniveau gestiegen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am Dienstag. Die durchschnittliche Vorsteuermarge von 1.530 Unternehmen dürfte demnach zum Ende des Fiskaljahres am 31. März 2016 bei 6,6% liegen. Grundlage der Berechnung sind die zum Halbjahr abgegebenen Jahresprognosen. Der bisherige Höchststand lag bei 6,5%. Der Gesamtbetrag bei den Vorsteuergewinnen dürfte sich auf 34,1 Bio. Yen (259 Mrd. Euro) summieren.
EUR/JPY trifft am Tief vom 14. April 2015 bei 126,05 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand lässt sich am Hoch vom 17. September 2015 bei 137,46 lokalisieren.
FX-Quickcheck: EUR/GBP
Die jüngsten britischen Preisdaten sind gemischt ausgefallen. Während die Verbraucherpreise im Oktober wie von Analysten im Konsens erwartet und wie im Vormonat auch um 0,1% im Jahresvergleich sanken, waren die Erzeugerpreise im selben Zeitraum outputseitig im Monatsvergleich unverändert (Konsens und Vormonat: -0,1%). Die Einzelhandelspreise enttäuschten im Oktober mit einem Zuwachs um 0,7% im Jahresvergleich. Erwartet worden war hier im Konsens ein Zuwachs um 0,9%, nach 0,8% im Vormonat. Der Hauspreisindex zog im September hingegen um 6,1% im Jahresvergleich an und damit stärker als gedacht (Konsens 5,4%), nach einer Teuerung um 5,5% im August.
EUR/GBP sieht sich am Tief vom 20. Juli 2015 bei 0,6930 der nächsten wichtigen Unterstützung gegenüber. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 6. November 2015 bei 0,7197.
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