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Do&Co hat ein Lira- und ein Margenproblem
Unter Einrechnung eines Einmaleffekts von 3,4 Millionen Euro (aus dem Vorjahr) liegt Do&Co über dem Vorjahresergebnis. Aber auch unter dem Analystenkonsens nach Bloomberg. Die Kernaussage für RCB-Analyst Daniel Damaska zum Q1: „Der Umsatz ist stärker als die Profitabilität gestiegen (auch unter Einrechnung der Einmalfaktoren aus dem Vorjahr) - dem steht eine sehr starke Aktienentwicklung gegenüber.“
Die Margensituation wird nun wohl auch Kernfrage im anstehenden Conference Call sein. Denn ein (großer) Teil der Ergebnisschätzungsverfehlung beruht auf dem externen Faktor türkische Lira und deren Verfall in den vergangenen Wochen. Und dass die meisten der Ergebnisprognosen schon zurück datieren und den Lira-Verfall nicht berücksichtigen konnten - und ist damit ‘erklärbar’.
Dass die Margen keine Verbesserung zeigen beunruhigt den Markt insofern, als Do&Co nun bereits seit mehr als vier Quartalen keine größere Akquisition verzeichnete, aber gleichzeitig durchgehend Effizienzsteigerungsmaßnahmen ankündigt - die sich aber eben zumindest noch nicht in den Zahlen zeigen.
Da der Quartalsbericht zum Q1 erst im Laufe des Tages Online gestellt wird, bleibt derzeit auch noch die Frage offen, warum in der Division Restaurants, Lounges & Hotel die Abschreibungen dem EBITDA entsprechen und es trotz Nespresso- und anderen Partnerschaften zu einem Null-Ergebnis kam. Möglicherweise erste größere Abschreibungen auf den Neubau des Do&Co-Luxus-Hotels in Istanbul? Immerhin handelte es sich dabei um eine 40 Millionen Euro Investition …
Damit zu den Zahlen: Do&Co erzielte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 einen Umsatz von 228,1 Mio. Euro - im Vorjahr waren es 189,4 Millionen, ein Plus von 20,4 Prozent. Das EBITDA stieg von 16,9 auf 20,6 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 9,0 Prozent. Das konsolidierte operative Betriebsergebnis (EBIT) stieg von 11,5 auf 12,9 Mio. Euro. Die EBIT-Marge liegt bei 5,7 Prozent. Das Konzernergebnis fiel von 9,1 auf 6,4 Mio. Euro. Dies begründet sich mit dem positiven Einmaleffekt des ‘Total Return Equity Swap’ (eines mit UniCredit durchgeführten Derivativgeschäfts) in der Höhe von 3,4 Mio. Euro im 1. Quartal des Vorjahres. Bereinigt um diesen positiven Einmaleffekt beträgt das Konzernergebnis im 1. Quartal des Vorjahres 5,7 Mio. Damit liegt das Konzernergebnis des heurigen 1. Quartals um 13,0% über dem bereinigten Konzernergebnis des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,93 auf 0,66 Euro.
Mehr zu Do&Co unter http://goo.gl/XIE5mS
Aus dem Börse Express PDF vom 13. August. Dort mit allen Charts und Grafiken. Zum Abo geht es unter http://bit.ly/byCn49 - Abonnenten haben Zugriff auf das komplette PDF-Archiv.
Die Margensituation wird nun wohl auch Kernfrage im anstehenden Conference Call sein. Denn ein (großer) Teil der Ergebnisschätzungsverfehlung beruht auf dem externen Faktor türkische Lira und deren Verfall in den vergangenen Wochen. Und dass die meisten der Ergebnisprognosen schon zurück datieren und den Lira-Verfall nicht berücksichtigen konnten - und ist damit ‘erklärbar’.
Dass die Margen keine Verbesserung zeigen beunruhigt den Markt insofern, als Do&Co nun bereits seit mehr als vier Quartalen keine größere Akquisition verzeichnete, aber gleichzeitig durchgehend Effizienzsteigerungsmaßnahmen ankündigt - die sich aber eben zumindest noch nicht in den Zahlen zeigen.
Da der Quartalsbericht zum Q1 erst im Laufe des Tages Online gestellt wird, bleibt derzeit auch noch die Frage offen, warum in der Division Restaurants, Lounges & Hotel die Abschreibungen dem EBITDA entsprechen und es trotz Nespresso- und anderen Partnerschaften zu einem Null-Ergebnis kam. Möglicherweise erste größere Abschreibungen auf den Neubau des Do&Co-Luxus-Hotels in Istanbul? Immerhin handelte es sich dabei um eine 40 Millionen Euro Investition …
Damit zu den Zahlen: Do&Co erzielte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 einen Umsatz von 228,1 Mio. Euro - im Vorjahr waren es 189,4 Millionen, ein Plus von 20,4 Prozent. Das EBITDA stieg von 16,9 auf 20,6 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 9,0 Prozent. Das konsolidierte operative Betriebsergebnis (EBIT) stieg von 11,5 auf 12,9 Mio. Euro. Die EBIT-Marge liegt bei 5,7 Prozent. Das Konzernergebnis fiel von 9,1 auf 6,4 Mio. Euro. Dies begründet sich mit dem positiven Einmaleffekt des ‘Total Return Equity Swap’ (eines mit UniCredit durchgeführten Derivativgeschäfts) in der Höhe von 3,4 Mio. Euro im 1. Quartal des Vorjahres. Bereinigt um diesen positiven Einmaleffekt beträgt das Konzernergebnis im 1. Quartal des Vorjahres 5,7 Mio. Damit liegt das Konzernergebnis des heurigen 1. Quartals um 13,0% über dem bereinigten Konzernergebnis des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,93 auf 0,66 Euro.
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