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Wiener Aktienmarkt vorbörslich wenig verändert erwartet
Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Freitag mit unveränderter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen ungefähr auf dem Schluss-Stand vom Donnerstag (2.437,63) liegen.
Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.410 und 2.460 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.430 Punkten aus.
Händler erwarten einen ruhigen Wochenausklang, da im griechischen Schuldenstreit erst nächste Woche wieder verhandelt wird. Die Gläubiger und die griechischen Vertreter wollen erst das Referendum am Sonntag über die Sparmaßnahmen abwarten. In einer am Freitag veröffentlichten Befragung der Zeitung "Ethnos" erklärten 44,8 Prozent der Teilnehmer, mit Ja stimmen zu wollen. Ein Votum gegen die Sparauflagen planen 43,4 Prozent. 11,8 Prozent haben sich demnach noch nicht entschieden. Somit wird es wohl eine knappe Entscheidung.
Zudem bleiben heute die US-Börsen geschlossen womit weitere Impulse fehlen. Am morgigen Samstag wird der Unabhängigkeitstag gefeiert.
Am Donnerstag hatte der ATX 0,96 Prozent schwächer bei 2.437,63 Punkten geschlossen. Die auf Eis gelegten Griechenland-Verhandlungen ließen die Anleger vorsichtig agieren. Im Späthandel rutschte der Leitindex dann noch recht deutlich ins Minus.
Der US-Arbeitsmarktbericht fiel gemischt aus und lieferte wenig Impulse für die heimische Börse. Die US-Arbeitslosenquote ist auf den tiefsten Stand seit mehr als sieben Jahren gefallen. Der Wert sank im Juni von 5,5 auf 5,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. In dem Monat seien zusätzlich 223.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Für die Vormonate Mai und April wurde das Jobwachstum aber nachträglich um insgesamt 60.000 Arbeitsplätze nach unten korrigiert und auch die Löhne stagnierten.
Auf Unternehmensseite haben die Analysten der Credit Suisse das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 28,00 Euro auf 32,00 Euro erhöht. Die Anlageempfehlung "Outperform" wird in einer Branchenanalyse über Banken im CEE-Raum dabei bestätigt. Unter den sechs analysierten Banken aus der Region sind für die Experten die Erste Group und die ungarische OTP Bank am attraktivsten. Erste Group Aktien fielen 0,89 Prozent auf 26,08 Euro und die Papiere der Branchenkollegin Raiffeisen büßten 1,66 Prozent auf 13,30 Euro ein.
Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:
Semperit +1,34% 37,82 Euro Agrana +1,14% 81,42 Euro Cross Industries +1,06% 2,48 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:
AT&S -3,53% 13,41 Euro Valneva -2,78% 3,85 Euro RHI -2,73% 21,90 Euro
(Schluss) nuk/mad
ISIN AT0000999982
(c) apa