, boerse-express

Wien rutscht aus, ATX verliert an Boden und AT&S korrigiert

Nach einem zähen Handelsverlauf hat die Wiener Börse am Donnerstag klar im Minus geschlossen. Der ATX fiel 0,96 Prozent auf 2.437,63 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,73%, der CAC-40/Paris -0,98 Prozent.

Eine Lösung für Griechenland wird es wohl diese Woche nicht mehr geben, da sich die Verhandler erst wieder nächste Woche nach dem Referendum am Sonntag treffen wollen. Entsprechend vorsichtig agierten heute die Anleger und hielten sich weitgehend zurück. Im Späthandel rutschte der Leitindex dann noch recht deutlich ins Minus.

Der US-Arbeitsmarktbericht fiel gemischt aus und lieferte wenig Impulse für die heimische Börse. Die US-Arbeitslosenquote ist auf den tiefsten Stand seit mehr als sieben Jahren gefallen. Der Wert sank im Juni von 5,5 auf 5,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. In dem Monat seien zusätzlich 223.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Für die Vormonate Mai und April wurde das Jobwachstum aber nachträglich um insgesamt 60.000 Arbeitsplätze nach unten korrigiert und auch die Löhne stagnierten.

Auf Unternehmensseite haben die Analysten der Credit Suisse das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 28,00 Euro auf 32,00 Euro erhöht. Die Anlageempfehlung "Outperform" wird in einer Branchenanalyse über Banken im CEE-Raum dabei bestätigt. Unter den sechs analysierten Banken aus der Region sind für die Experten die Erste Group und die ungarische OTP Bank am attraktivsten. Erste Group Aktien fielen 0,89 Prozent auf 26,08 Euro und die Papiere der Branchenkollegin Raiffeisen büßten 1,66 Prozent auf 13,30 Euro ein.

Die voestalpine (minus 2,03 Prozent auf 37,33 Euro) investiert 25 Mio. Euro in ein zweites Werk für lasergeschweißte Platinen in Linz. Der Umsatz der Europlatinen GmbH, einer Tochter der Metal Forming Division, soll dadurch in den nächsten drei Jahren von 100 auf 140 Mio. Euro, die Mitarbeiterzahl von 200 auf 270 steigen. Zudem will das Unternehmen in naher Zukunft erstmals auch Aluminium-Stanzteile und Alu-Alu-Platinen produzieren.

Der Baukonzern Porr hat sich in der Schweiz den Zuschlag für Bauprojekte im Volumen von 180 Mio. Euro gesichert. Porr Suisse errichtet eine unterirdische Fahrradstation für fast 1.800 Räder, einen Passantenaufgang sowie zwei Bürogebäude beim Hauptbahnhof in Zürich. Die Radstation und der Passantenaufgang sollen 2017 fertig sein, die beiden Gebäude 2019 und 2020, teilte die Porr mit. Porr-Papiere schlossen 0,60 Prozent schwächer bei 28,36 Euro.

Die höchsten Verluste verzeichnete im ATXPrime die AT&S-Aktie, die mit einem Minus von 3,43% aus dem Handel ging. Nach dem gestrigen starken Zugewinn von mehr als sieben Prozent scheint es sich dabei aber eher um eine technische Korrektur zu handlen, zum al auch die Umsätz mit rund 65.000 Stück eher gering ausfielen.