, boerse-express

Nichts geht mehr: Anleger stürmen die Bäder - die Börsen verwaisen

Mangels neuer Nachrichten im Schuldenstreit rund um Griechenland zog es Österreichs Börsianer heute - bei brütender Sommerhitze - in Richtung kaltes Naß. Der Wiener Leitindex pendelte eher lustlos dahin - einmal im Plus dann wieder im Minus. Gegen 13:30 Uhr hatten wieder einmal die wenigen an der Börse verbliebenen Bären die Oberhand, der ATX notierte zu diesem Zeitpunkt bei einem knappen Minus von 0,13 Prozent.

Doch nicht nur in Wien - in ganz Europa lautete die Devise heute „Abwarten und Teetrinken“. Nachdem sich die Verhandlungsteilnehmer im Griechenlanddrama auf ein neues Treffen erst am Mittwoch nächste Woche geeinigt hatten, herrschte Rätselraten. Die kreditgebenden Länder wollen das Referendum am Sonntag, bei dem die Griechen über die Sparmaßnahmen abstimmen werden, abwarten. Daher agierten auch die Anleger vorsichtig und hielten sich mit größeren Engagements zurück, hieß es aus dem Handel. Der DAX lag gegen 13:30 Uhr bei einem kleinen Plus von 0,03%, der Euro Stoxx 50 notierte bei einem Abschlag von 0,08%, gleiches tat der Pariser CAC. Doch zurück nach Wien: Hier haben die Analysten der Credit Suisse das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 28,00 Euro auf 32,00 Euro erhöht. Die Anlageempfehlung Outperform wird in einer Branchenanalyse über Banken im CEE-Raum dabei bestätigt. Unter den sechs analysierten Banken aus der Region sind für die Experten die Erste Group und die ungarische OTP Bank am attraktivsten. Die Erste Group Aktie verlor moderate 0,06 Prozent .

Die Aktien der Branchenkollegin Raiffeisen sanken um ein Prozent. voestalpine knickte 0,42 Prozent ein und Schoeller-Bleckmann verlor 0,66 Prozent, Andritz verzeichnete ein Minus von 0,61%.

Topperformer im ATX waren gegen Mittag die Papiere der VIG (+2,21%) und der OMV (+2,13%).