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Porr verdoppelt den Gewinn

Trotz einer deutlichen Konjunkturabschwächung im Jahresverlauf gelang es der Porr in den ersten neun Monaten 2014, ihre Produktionsleistung um 17 % auf insgesamt 2.674 Mio. Euro zu steigern. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch den wetterbedingt frühen Start in die Bausaison. Als Erfolgsfaktor erwies sich abermals die konsequente Konzentration auf die Heimmärkte (DACH, Polen und Tschechien) – rund 93% der Produktionsleistung entfielen auf diese Märkte – und auf die Kernkompetenzen bei Wohnen, privatem Hochbau und Infrastruktur. Mit einem Plus von 55,4 % erzielte die Business Unit 4-Infrastruktur den höchsten Leistungszuwachs im Berichtszeitraum. Getragen wurde diese Entwicklung vom Bereich Tunnelbau – insbesondere von den in Bau befindlichen Projekten Metro Doha, Koralmtunnel KAT 3, Albaufstieg sowie Stuttgart 21.

Die positive Leistungsentwicklung spiegelte sich auch in der Ergebnissituation wider. Mit 12,9 Mio. Euro wurde das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das Periodenergebnis lag für das dritte Quartal 2014 bei 12,2 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung konnte stark gesenkt werden und lag mit 434 Mio. um 36 % unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Auftragsbestand lag per Ende September 2014 mit 4.659 Mio. Euro nur knapp unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Auftragseingang sank um 25 % auf 2.742 Millionen. Diese Schwankung resultierte aus dem Einmaleffekt des Großauftrags Metro Doha, der im Vorjahr akquiriert wurde. Bereinigt um diesen Effekt liegt der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen 2014 auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Zu den wichtigsten Auftragseingängen im dritten Quartal 2014 zählen unter anderem der Smart Campus, eines der aktuell größten Hochbauprojekte Wiens, die Talbrücke Marbach in Deutschland und die „elevated works“ in Katar – die Verlängerung einer U-Bahnlinie im Rahmen der Green Line der Metro Doha.

Auch in der Umsetzung der neuen Immobilienstrategie wurden im Berichtszeitraum weitere Schritte gesetzt. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft (UBM) ordnet die PORR ihren Immobilienbereich neu und fokussiert ihre Geschäftstätigkeit noch klarer. In einem ersten Schritt wird es nach wirksam werdender Spaltung zwei eigenständige, „sortenreine“ Konzerne geben: einen Baukonzern, die PORR AG, und einen Immobilienkonzern, die PIAG/UBM. Die entsprechenden Beschlüsse wurden – außerhalb des Berichtszeitraums – bei der Hauptversammlung am 29. Oktober 2014 gefasst.

Zum Ausblick heißt es: Neben dem hohen Auftragsbestand werden sich auch die geplante Abspaltung der Immobilienaktivitäten aus dem PORR-Konzern sowie die konsequente Konzentration auf das Working-Capital-Management positiv auf die Liquiditäts- und Ertragssituation der PORR auswirken. Der Vorstand geht daher von einer neuerlichen Steigerung des Ergebnisses zum Gesamtjahr 2014 aus. „Wir halten konsequent am eingeschlagenen Kurs der PORR und unserer Strategie des intelligenten Wachstums fest. Damit können wir auch in einem schwierigen Marktumfeld einen soliden Geschäftserfolg ausweisen“, so Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr.

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