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Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas höher erwartet


Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Dienstag etwas höherer Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund einen Punkt über dem Schluss-Stand vom Montag (2.202,03) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.165 und 2.255 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.220 Punkten aus.

Überwiegend positive Vorgaben von Konjunkturseite sollten im Auftakthandel etwas unterstützen können. In China konnte die wirtschaftliche Abkühlung vorerst gestoppt werden. Der von der Bank HSBC und Markit erhobene Einkaufsmanagerindex lag nach den am Dienstag veröffentlichten endgültigen Angaben bei 50,2 Prozent im September und damit unverändert zum August. Zuvor war der Sektor geschrumpft.

Die deutschen Einzelhändler haben indessen im August das größte Umsatzplus seit gut drei Jahren eingefahren. Die Erlöse kletterten zum Juli kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,5 Prozent zum Vormonat gerechnet.

Auch im weiteren Handelsverlauf bleibt es datenseitig spannend. Vor allem die Konsumpreisentwicklung in der Eurozone dürften angesichts der Deflationssorgen in den Fokus rücken. Am Nachmittag werden dann noch in den USA das Verbrauchervertrauen des Conference Board und der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago, der einen wichtigen Hinweis auf den morgen anstehenden ISM-Index liefert, veröffentlicht.

Der ATX hatte am Montag 0,62 Prozent schwächer bei 2.202,03 Punkten geschlossen. Auch die übrigen europäischen Indizes zeigten sich zum Wochenauftakt mit Verlusten. Belastet wurden die Indizes europaweit von den Bankenwerten. Marktteilnehmer verwiesen auf Verluste bei den britischen Geldhäusern HSBC und Standard Chartered infolge der Unruhen in Hongkong. Ein Analyst von IG rechnet auch an Europas Aktienbörsen mit einer schwankungsreichen Woche, da die Unruhen in Hongkong über die asiatischen Handelsplätze hinaus für Beunruhigung sorgen würden.

Erste Group fielen 1,29 Prozent auf 18,00 Euro und Raiffeisen Bank International (RBI) 2,75 Prozent auf 17,34 Euro. Die RBI muss ihrer ungarischen Tochter im laufenden Jahr mit einer bis zu 200 Mio. Euro schweren Kapitalspritze unter die Arme greifen. "Im Moment sind wir gut kapitalisiert - aber nicht für mögliche weitere Verluste, die auf uns zukommen", sagte der Ungarn-Chef der RBI, Heinz Wiedner, zu Reuters.

Die größten Kursgewinner im prime market am Dienstag:

Zumtobel +2,58% 15,10 Euro S Immo +1,98% 6,17 Euro Schoeller-Bleckmann +1,75% 77,80 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Dienstag:

Frauenthal -4,25% 9,81 Euro Polytec -2,75% 6,32 Euro Raiffeisen Bank International -2,75% 17,34 Euro

(Schluss) nuk

ISIN AT0000999982



(c) apa