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ATX prolongiert die Verlustserie und fällt auf Jahrestief - wieder ziehen die Banken den Markt nach unten

Als ob wir mit der Ukraine in dem IS nicht schon genug Krisenherde hätten. Schwach tendierten heute speziell die Bankenwerte, Marktteilnehmer verwiesen auf Verluste bei den britischen Geldhäusern HSBC und Standard Chartered infolge der Unruhen in Hongkong (Die Banken hatten einige Niederlassungen in Hongkong wegen der demonstrierenden Menschen auf den Straßen geschlossen). Stark unter Druck stand auch die Commerzbank - siehe auch http://www.boerse-express.com/pages/1487312/fullstory/expire. In den USA wird gegen die Bank wegen mutmaßlicher Geldwäsche ermittelt, berichtet das "Wall Street Journal". Der Bank werde vorgeworfen, sie habe zu lockere Kontrollen für das Aufspüren und Verhindern von Geldwäsche angewendet. Und die UBS muss im Skandal um die Manipulation von Devisenkursen mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

Durchwachsen fielen zudem aktuelle Konjunkturwerte aus der Eurozone aus: Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum etwa hat sich im September wegen pessimistischerer Konsumenten erneut eingetrübt. Insbesondere Angst vor Arbeitslosigkeit und Konjunktursorgen lasten auf der Verbraucherstimmung, heißt es. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel um 0,7 auf 99,9 Punkte, das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im September ebenfalls weiter eingetrübt. Der Business Climate Indicator (BCI) fiel um 0,09 auf 0,07 Punkte.

Auch aus den USA kamen keine positiven Daten. Die schwebenden Hausverkäufe sind im August um ein Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen. Der Bloomberg-Konsens ging von einem Rückgang um 0,5 Prozent aus.

Nach sechs Verlusttagen in Serie machte die Wiener Börse dann auch dort weiter, wo sie vergangene Woche aufgehört hatte: in der Verlustzone - mit 2191,45 Punkten wurde untertags ein neues Jahrestief aufgestellt. Schwächelnde Schwergewichte wie Erste Group (minus 1,29 Prozent), Raiffeisen (minus 2,74 Prozent - muss der Ungarn-Tochter Geld zuschießen), OMV (minus 0,57 Prozent) oder voestalpine (minus 1,41 Prozent) belasteten den ATX zum Wochenauftakt.

Buwog zeigten sich mit plus 1,13 Prozent auf 15,19 Euro trotz schwachem Umfeld gut gesucht, nachdem der Immobilienkonzern vorbörslich Quartalszahlen veröffentlicht hatte. Im ersten Geschäftsquartal 2014/15 (Mai bis Juli) wurde ein operatives Ergebnis von 36,7 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 8,2 Mio. und das Konzernergebnis 6,2 Mio. Euro.
Die Analysten der Berenberg Bank werten die Buwog-Quartalsergebnisse als "solide" und erwarten eine höhere Profitabilität mit fortscheitender Integration der deutschen Sparte. Und bestätigen sowohl die Kaufempfehlung als auch das Kursziel von 17,50 Euro.