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FACC vergrößert im Q1 das Minus

Q1-Zahlen beim Börseneuling FACC im Geschäftsjahr 2014/15: Erzielt wurden Umsatzerlöse in Höhe von 119,7 Mio. Euro, das entspricht einem Anstieg um 6,2 % im Vergleich zur Vorjahresperiode.

"Der FACC Konzern hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Stellung unter den Tier-1 Lieferanten der Luftfahrtindustrie erarbeitet. Unsere stabile Performance im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres ist dafür ein erneuter Beleg", sagt CEO Walter Stephan. "Im Rahmen der konsequenten Weiterverfolgung der Unternehmensstrategie ,Vision 2020' gilt es nun, unsere Position kontinuierlich weiter zu verbessern und den Erfolgskurs fortzusetzen. Unser Blick ist dabei auf drei wesentliche Handlungsfelder gerichtet: erstens auf eine konsequente Kosten- und Investitionsdisziplin, zweitens auf die Fokussierung auf unsere Renditeziele und drittens auf eine gesteigerte Profitabilität in allen Divisionen."

Das EBIT vor Fair-Value-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten drehte von plus 1,2 auf minus 5,3 Millionen Euro. Die Veränderung der Ergebnissituation beruht im Wesentlichen darauf, dass in der Vergleichsperiode erstes Quartal 2013/14 ein wesentlicher positiver Ergebniseffekt im Zusammenhang mit der Abrechnung von Entwicklungsleistungen erzielt werden konnte. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 war keine vergleichbare Abrechnung von Entwicklungsleistungen geplant, es fehlen aus diesem Grund auch die entsprechenden Ergebniseffekte im ersten Quartal 2014/15. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 war auch geprägt durch parallel hochlaufende Neuprojekte in der Division Interiors. Diese Neuprojekte beeinflussen durch die hohen Lernkurvenfaktoren die Herstellkosten. Der Kostenverlauf dieser Programme ist nach dem ersten Quartal jedoch plangemäß. Die Abschwächung des EUR/USD Wechselkurses in den letzten 12 Monaten führte dazu, dass der abgesicherte EUR/USD-Wechselkurs sich in Folge abschwächte und somit planmäßig eine negative Beeinflussung der Ergebnissituation zur Folge hatte.

Nach Steuern und Zinsen lag das Minus bei 5,6 Millionen - minus 1,2 Millionen waren es im Vorjahreszeitraum. --new_page-- Zum Ausblick heißt es: Das Umfeld der Luftfahrtindustrie hatte sich im ersten Quartal 2014/15 wie geplant positiv entwickelt. Aus heutiger Sicht, und dem derzeit verbuchten Auftragsstand für die restlichen Quartale des Geschäftsjahres, geht FACC davon aus, dass sich der positive Trend aus dem ersten Geschäftsquartal fortsetzen wird. Der Konzern erwartet im Geschäftsjahr 2014/15 einen Anstieg der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/14. Für das operative Ergebnis rechnet FACC mit einer geringfügigen Steigerung gegenüber den Vorjahreswerten. Die Planung unterliegt langfristigen Lieferverträgen mit den Kunden und ist weniger abhängig von der Performance eines Quartalsberichtszeitraumes. Die Prognosen beruhen auf aktuellen Einschätzungen sowie aktuellen Kundenforecasts. Änderungen dieser Einschätzungen und Kundenforecasts können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Der Trend bei den Airlines, ihr Geschäft wirtschaftlicher zu operieren, führt dazu, dass neue und damit effizientere Flugzeuge von den Airlines nachgefragt werden. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, effiziente Flugzeuge einzusetzen, geht der FACC Konzern aus heutiger Sicht davon aus, dass die globalen Wachstumsziele eingehalten und umgesetzt werden und somit die Nachfrage an neuen Flugzeugen auf hohem Niveau bleiben wird. Ein Wachstum des Passagieraufkommens von mehr als 4 % weltweit, vorwiegend fokussiert auf Asien/Pacific, den Mittleren Osten und Afrika, unterstützt diese Entwicklung zusätzlich. Die Farnborough Airshow, die am Sonntag ihre Pforten geschlossen hat, hat diesen Trend bestätigt: Bei den großen westlichen Flugzeugherstellern wurden Festbestellungen im Ausmaß von 919 Flugzeugen abgegeben.

Hochläufe von neu entwickelten Programmen, ansteigende Produktionsraten sowie eine Ausweitungen von Lieferanteilen an bestehenden Flugzeugtypen unterstützen den Konzern beim Erreichen der Wachstumsziele. Die Auftragsrücklage des FACC Konzerns entwickelt sich weiter positiv. Wesentlich zu erwähnen ist, dass aktuell zum Erstellungszeitpunkt dieses Quartalsberichtes Neuaufträge betreffend der Airbus A320 Flugzeugfamilie abgeschlossen werden konnten. Der FACC Konzern stärkt dadurch vor allem seine Vorreiterrolle als Wingletzulieferer weiter sowie seine Position als bevorzugter Partner in der Luftfahrtindustrie. Die Auftragsrücklage dieser neuen Aufträge liegt bei 450 Mio. US$.

Das größte Ereignis war der Börsegang, welcher im Erstellungszeitraum zum Quartalsbericht mit 25. Juni 2014 erfolgreich durchgeführt wurde. Dadurch konnte eine wesentliche Eigenkapitalstärkung erzielt und die Eigentümerstruktur stark verbreitert werden. Die Umsetzung der Konzernstrategie ,,FACC Vision 2020" im Hinblick auf Stärkung und Ausbau des Rangs eines First-Tier-Lieferanten bei den Kunden Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und allen namhaften Triebwerksherstellern wird dadurch unterstützt. ,,Der Börsegang ist ein bedeutender Meilenstein in der FACC Historie und wird dazu beitragen, unsere Wachstumsziele zu ermöglichen", so Walter Stephan. ,,Allein im Geschäftsjahr 2014/15 planen wir noch beträchtliche Investitionen betreffend Ausweitung von Kapazitäten, Steigerung der Automatisierung und Entwicklung neuer Programme. Weiters ermöglicht uns die Kapitalerhöhung, gezielte Akquisitionen vorzunehmen und ein aktiver Teilnehmer an der Konsolidierung der globalen Luftfahrzulieferindustrie zu sein."