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Rote Zahlen bei Metro, schwarze bei Klöckner - Deutsche Telekom profitiert vom US-Geschäft, Münchener Rück leidet unter Preiskampf

Die Deutsche Telekom hat dank der boomenden US-Mobilfunktochter in den ersten drei Monaten einen kräftigen Umsatzschub verbucht. Dank Zukäufen und anziehender Handyverkäufe bei T-Mobile US steigerte der Konzern die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 14,89 Mrd. Euro, wie die Telekom am Donnerstag mitteilte.

Die Investitionen in neue Kunden gingen aber erneut ins Geld: Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um knapp 4 Prozent auf 4,12 Mrd. Euro. Unter dem Strich fuhr die Telekom dank des Teilverkaufs der Scout24-Gruppe einen Gewinn von 1,82 Mrd. Euro ein nach 564 Mio. Euro ein Jahr zuvor. --new_page-- Die harten Sparanstrengungen der vergangenen Jahre zahlen sich für den deutschen Stahlhandelskonzern Klöckner & Co (KlöCo) jetzt aus: Zu Jahresbeginn erwirtschaftete das Unternehmen den ersten Nettogewinn seit Mitte 2011.

Unter dem Strich stand ein Überschuss von 3 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr verbuchte sie noch einen Verlust von 16 Mio. Euro. Der Vorstand sieht sich damit auf Kurs, auch im Gesamtjahr schwarze Zahlen zu schreiben und dann auch wieder eine Dividende ausschütten zu können.

--new_page-- Die Münchener Rück ist wie erwartet mit einem Gewinnrückgang ins neue Jahr gestartet. Das Konzernergebnis schrumpfte im ersten Quartal auf 924 (Vorjahr: 970) Mio. Euro, wie der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag mitteilte. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hatte bereits auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche ein schwächeres Ergebnis signalisiert.

Hintergrund ist der zunehmende Preiskampf im Markt durch neue Anbieter. Für das Gesamtjahr geht der Konzern weiter von einem Gewinn von 3 Mrd. Euro aus. 2013 waren es 3,3 Mrd. Euro, auch wegen ungewöhnlich niedriger Steuerlasten.

Finanzchef Jörg Schneider zeigte sich mit den Ergebnissen dennoch zufrieden: "Unsere operative Ertragskraft ist robust. Zudem blieben wir von Großschäden weitgehend verschont." Die Erstversicherungstochter Ergo konnte ihr Ergebnis im ersten Quartal auf 138 (120) Mio. Euro steigern. --new_page-- Der deutsche Handelsriese Metro ist im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2013/14 bei sinkenden Umsätzen tief in die Verlustzone gerutscht. Der Konzern grenzte zudem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr ein. Vor allem die von einem Dauerstreit mit Minderheitseigner Erich Kellerhals belastete Tochter Media Saturn wird im Gesamtjahr weniger Ertrag abliefern als angenommen.

Metro verzeichnete von Jänner bis März bei einem um 7,6 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro gesunkenen Umsatz einen operativen Verlust (Ebit) vor Sonderfaktoren von 40 Mio. Euro - nach einem Plus von 14 Mio. Euro im Jahr zuvor, wie Metro am Donnerstag mitteilte. Auch unter dem Strich stand nach Anteilen Dritter ein Minus von 269 (minus 16) Mio. Euro.

Der Konzern lag damit im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von 14,4 Mrd. Euro und einem operativen Verlust vor Sonderfaktoren von 42,8 Mio. Euro gerechnet.