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Wienerberger und HeidelbergCement erhalten Dämpfer aus Frankreich

Störfeuer aus Frankreich - das verhindert heute wohl einen besseren Tag für die europäische Baustoffindustrie. Wienerberger war aus österreichischer Sicht einer der Leidtragenden. Am meisten litten aber wahrscheinlich HeidelbergCement-Aktionäre. Deren Unternehmen konnte seinen Umsatz im Q1 trotz des starken Euro um 5,7 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro steigern. Unterm Strich lag der Verlust im traditionell schwachen Auftaktquartal nach Minderheiten bei 147 Millionen Euro, weniger als die 235 im Vorjahr. Das EBITDA wurde um 15,6 Prozent auf 229 Millionen Euro gesteigert. Mit diesen Zahlen lag das DAX-Unternehmen über den Erwartungen - gehört aber trotzdem zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex. Der entsprechende europäische Branchenindex liegt ebenfalls deutlich unter Wasser, knapp 2,30 Prozent sind es, während der Gesamtmarkt bei minus 0,2 Prozent liegt.

Ausgehen dürfte die schlechte Branchenstimmung von St. Gobain. Großaktionär Wendel möchte seine Investments breiter streuen und hat Aktien im Wert von einer Milliarde an institutionelle Anleger verkauft (4,3% des Gesamtkonzerns) - 12 Prozent werden noch gehalten. Wendel nimmt dafür sogar einen Buchverlust von etwa 100 Millionen Euro in Kauf. St. Gobain schloss gestern mit 43,7 Euro. Angeboten wurden die Aktien laut Bloomberg-Informationen in der Nacht zu 42,0 bis 42,5 Euro - mehr als 42 waren die Investoren nicht bereit zu zahlen - und schon steht die ganze Branche unter Druck.

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