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SWISS verbessert Betriebsergebnis deutlich


SWISS steigerte den konsolidierten Betriebsertrag im Geschäftsjahr
2005 auf CHF 3 732 Mio. (Vorjahr: CHF 3 642 Mio.) und erzielte ein
Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten von minus CHF 14
Mio. (Vorjahr: minus CHF 122 Mio.). Die hohen Kosten für
Flugtreibstoff belasteten den EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr
gegenüber der Vorjahresperiode mit zusätzlich CHF 213 Mio. Aufgrund
des intensiven Wettbewerbs konnten die höheren Treibstoffkosten mit
den Treibstoffzuschlägen nur teilweise kompensiert werden. Mit
umfangreichen Kostensenkungsmassnahmen konnte der Materialaufwand
(unter Ausklammerung der Zusatzkosten für Treibstoff) im
Geschäftsjahr um rund 13% und damit überproportional zur Reduktion
der Kapazität (minus 4.7% der Sitzkilometer) gesenkt werden.

Im Betriebsergebnis sind Sonderabschreibungen für Wertberichtigungen
auf Regionalflugzeuge und auf Gebäude in der Höhe von CHF 115 Mio.
enthalten. Aus dem ersten Quartal beinhalten der Betriebsertrag und
der EBIT einen einmaligen Ertrag in der Höhe von CHF 43 Mio. aus dem
Transfer von Slots an British Airways am Flughafen in London
Heathrow. Zum Vergleich waren 2004 insgesamt CHF 174 Mio. an
Sonderabschreibungen sowie CHF 163 Mio. an einmaligen Erträgen im
Betriebsergebnis enthalten.
Das Ergebnis für 2005 enthält Restrukturierungskosten in Höhe von
insgesamt CHF 41 Mio. Diese fielen im Zusammenhang mit dem teilweisen
Abbau überzähliger Positionen im Pilotenkorps, der Reorganisation der
Call-Center und der laufenden Restrukturierung der SWISS
Verkaufsorganisation an. SWISS verbesserte das Betriebsergebnis
(EBIT) nach Restrukturierungskosten im Jahr 2005 deutlich. Es belief
sich auf minus CHF 55 Mio. (Vorjahr: minus 122 Mio.).

Im vierten Quartal 2005 betrug der EBIT vor Restrukturierungskosten
minus CHF 38 Mio. (Vorjahresquartal: minus CHF 123 Mio.). Die im
vierten Quartal 2005 gegenüber der gleichen Vorjahresperiode erzielte
Ergebnisverbesserung wurde in erster Linie über höhere Umsätze und
aufgrund tieferer Sonderabschreibungen erzielt.

Der Finanzaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2005 auf CHF 67 Mio.
(Vorjahr: CHF 64 Mio.). Der Finanzertrag lag bei CHF 9 Mio. (Vorjahr:
CHF 10 Mio.). Aufgrund des im Vorjahresvergleich gegenüber dem
Schweizer Franken deutlich stärkeren US-Dollars führte die
Neubewertung der US-Dollar-Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr
2005 zu währungsbedingten Wertanpassungen (cash-neutrale
Buchverluste) in Höhe von CHF 65 Mio. Im Jahr 2004 wurden noch
positive währungsbedingte Wertanpassungen in Höhe von CHF 60 Mio. im
Fremdwährungsergebnis ausgewiesen. Diese nicht-realisierten und
cash-neutralen Buchgewinne waren im Jahr 2004 angefallen, weil der
US-Dollar damals schwächer war als im Jahr 2003.

Das konsolidierte Nettoergebnis lag bei minus CHF 178 Mio., nach
minus CHF 140 Mio. im Vorjahr. Der trotz deutlich besserem
Betriebsergebnis höher ausgefallene Nettoverlust ist primär auf die
erwähnten, währungsbedingten Wertanpassungen (Differenz zum Vorjahr:
CHF 125 Mio.) und auf die Restrukturierungskosten (Differenz zum
Vorjahr: CHF 41 Mio.) zurückzuführen.

"SWISS hat 2005 ihr operatives Ergebnis trotz der hohen
Treibstoffpreise und des verschärften Wettbewerbes abermals deutlich
gesteigert. Das Restrukturierungsprogramm greift und zeigt Erfolge",
kommentiert Christoph Franz, Präsident der Konzernleitung und CEO von
SWISS. "Dass wir trotz einschneidender Massnahmen und der damit
erzielten Ergebnisverbesserung weiterhin substantielle Verluste
hinnehmen müssen, macht aber deutlich, dass wir die Restrukturierung
konsequent weiter vorantreiben und die GAV-Verhandlungen mit höchster
Priorität abschliessen müssen." Und weiter zur langfristigen
Perspektive von SWISS: "Das Ziel der nachhaltigen Profitabilität
bedingt eine EBIT-Marge von mindestens fünf bis acht Prozent. Erst
dann verfügt SWISS über ausreichende Ertragskraft und eine
Perspektive für zukünftiges Wachstum."


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| | 1.-4. Quartal | | 4. Quartal |
|---------------------------------+---------------+---+-------------|
| in Mio. CHF | 2005 | 2004 | | 2005 | 2004 |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| Betriebsertrag | 3 732 | 3 642 | | 965 | 947 |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| EBIT vor | -14 | -122 | | -38 | -123 |
| Restrukturierungskosten | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| Restrukturierungskosten | -41 | 0 | | -31 | 0 |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| EBIT nach | -55 | -122 | | -69 | -123 |
| Restrukturierungskosten | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| Verlust in der Berichtsperiode | -178 | -140 | | -97 | -123 |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| | | | | | |
|---------------------------------+-------+-------+---+------+------|
| Mitarbeiter (Vollzeitstellen) | 6 094 | 6 625 | | | |
| per 31.12. | | | | | |
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Positiver Cash Flow aus Betriebstätigkeit von CHF 219 Mio.
Der Cash Flow aus Betriebstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2005
auf CHF 219 Mio., nachdem im Vorjahr ein Cash Flow von CHF 189 Mio.
erzielt worden war (inklusive den CHF 68 Mio., die im dritten Quartal
2004 nach der Einigung im Holco Rechtsstreit zugeflossen waren). Die
Steigerung wurde dank dem besseren operativen Ergebnis und
verschiedenen Massnahmen im Management des Netto-Umlaufvermögens
erzielt.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit war aufgrund von
Desinvestitionen positiv. Er belief sich auf CHF 121 Mio. (Vorjahr:
CHF 5 Mio.). Positive Cash Flows im Betrag von CHF 43 Mio.
resultierten aus dem Transfer von Slots am Flughafen London Heathrow
an British Airways. Eine Rückerstattung auf geleisteten Anzahlungen
für Flugzeuge und der Erlös aus dem Verkauf von Flugzeugen führten zu
einem Cash Flow in Höhe von CHF 97 Mio. Die Reduktion verschiedener
Bardepots führte zu einem Nettozufluss von weiteren CHF 57 Mio. Im
Zusammenhang mit verschiedenen Investitionen, unter anderem für
Komponenten der Innenausstattung, Ersatzteile und Verbrauchsmaterial
für die Flugzeugflotte flossen CHF 76 Mio. ab.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit lag bei minus CHF 264 Mio.
(Vorjahr: minus CHF 211 Mio.). Insgesamt CHF 159 Mio. an flüssigen
Mitteln wurden für die Amortisation von
Finanzleasing-Verbindlichkeiten auf Flugzeuge gebraucht. CHF 47 Mio.
an flüssigen Mitteln hat SWISS für die Rückzahlung von Fremdkapital
verwendet, darunter CHF 43 Mio. zur Tilgung der Restschuld aus dem
Kredit der Barclays Bank über ursprünglich CHF 50 Mio. Die
Rückzahlung an die Barclays Bank hatte netto keinen Einfluss auf die
flüssigen Mittel, da sie zeitlich mit der im Cash Flow aus
Investitionstätigkeit ausgewiesenen Kompensation von British Airways
für die transferierten Slots in London Heathrow zusammenfiel. Weitere
Mittelabflüsse resultierten aus ordentlichen Zinszahlungen für
Finanzleasing-Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 57 Mio.

Per 31. Dezember 2005 verfügte SWISS über CHF 558 Mio. an flüssigen
Mitteln. Ende 2004 lagen die flüssigen Mittel bei CHF 481 Mio. (plus
Festgeldanlagen von CHF 4 Mio.). Innerhalb der verfügbaren
Kreditlinien aus der Bankenfinanzierung standen SWISS per 31.
Dezember 2005 zusätzlich liquide Mittel von CHF 228 Mio. zur
Verfügung. Dieser Betrag variiert unter anderem in Abhängigkeit der
Wechselkurse von US-Dollar und Euro zum Schweizer Franken.

Zum heutigen Tag hat SWISS 66% ihres für den Rest des Jahres 2006
erwarteten Treibstoffbedarfs abgesichert. Trotz partieller
Absicherung des Risikos weiterer Preissteigerungen am Treibstoffmarkt
erhöhen die rekordhohen Preise für Flugtreibstoff den Druck, den
Restrukturierungsprozess konsequent voranzutreiben und weitere
Kosten- und Ertragspotentiale zu erschliessen.

Eigenkapitalquote bei 25.1%
Per 31. Dezember 2005 lag das Eigenkapital des Konzerns bei CHF 708
Mio. (Eigenkapitalquote: 25.1%), nach CHF 852 Mio.[1]
(Eigenkapitalquote: 27.3%) per Ende 2004.

Netto-Finanzverschuldung um 40% reduziert
Um insgesamt CHF 242 Mio. reduzierte SWISS die
Netto-Finanzverschuldung im Verlauf des Geschäftsjahres 2005. Sie lag
am 31. Dezember 2005 bei CHF 352 Mio., nach CHF 594 Mio. per Ende
2004. Die Reduktion erfolgte kontinuierlich über das ganze Jahr. Im
vierten Quartal 2005 wurden CHF 47 Mio. abgebaut. Zum Abbau der
Finanzverbindlichkeiten trug vor allem der Cash Flow aus
Betriebstätigkeit bei. Weitere Mittel wurden mit Desinvestitionen
freigesetzt.

Bessere Auslastung, Druck auf Durchschnittsertrag in Europa
Auslastung: Erstmals seit Bestehen des Unternehmens konnte SWISS 2005
die Anzahl im Linienverkehr beförderter Passagiere steigern. SWISS
transportierte im Jahr 2005 im Linienverkehr 9.56 Mio. Passagiere
(plus 4.1%). Die im Laufe des Jahres vorgenommenen Anpassungen am
Streckennetz, die Optimierung des Flugplans sowie Veränderungen an
der Flottenstruktur wirkten sich positiv auf die Auslastung von SWISS
aus. Die SWISS Flüge waren im Durchschnitt zu 78.1% ausgelastet, ein
Plus von 3.2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Während SWISS im
Jahr 2005 im Vergleich mit dem Vorjahr 4.7% weniger Sitzkilometer
(ASK) anbot, gingen die verkauften Sitzkilometer (RPK) nur um 0.6%
zurück. Die Sitzauslastung stieg entsprechend an.

SWISS steigerte den Sitzladefaktor auf ihren Europastrecken im Jahr
2005 um 5.1 Prozentpunkte auf 65.9%. Bei nahezu unveränderter
Kapazität (minus 0.1%) in Sitzkilometern (ASK) steigerte SWISS den
Absatz in verkauften Sitzkilometer (RPK) mit einem Plus von 8.3%
deutlich.

Auf den Interkontinentalstrecken lag der Sitzladefaktor im Jahr 2005
bei 84.0%, 2.7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Bei einer
gemessen in Sitzkilometern (ASK) im Vorjahresvergleich um 6.8%
reduzierten Kapazität ging die von SWISS am Markt abgesetzte Leistung
in verkauften Sitzkilometern (RPK) um 3.6% und damit deutlich weniger
stark zurück als das Angebot.

Im vierten Quartal 2005 erhöhte SWISS ihre Auslastung auf 75.3%
(Vorjahr: 74.3%). In Europa stieg die Auslastung auf 63.1% (Vorjahr:
56.8%). Im Interkontinentalgeschäft lag die Auslastung bei 81,0%
(Vorjahr: 82.4%).

Das Frachtgeschäft entwickelte sich in einem deutlich härteren
Wettbewerbsumfeld auch im Jahr 2005 insgesamt positiv. Der
volumenmässige Frachtladefaktor stabilisierte sich bei hohen 86.5%
(minus 0.1 Prozentpunkte). Die von Swiss WorldCargo am Markt
abgesetzte Frachtleistung stieg um 0.5% auf rund 1.14 Mia.
Frachttonnenkilometer.

Durchschnittsertrag (Yield): Der branchenweit feststellbare Druck auf
den Ertrag pro Passagierkilometer (Yield) hielt in Europa an. Trotz
der Treibstoffzuschläge verzeichnete SWISS auf den Europastrecken im
Geschäftsjahr 2005 einen Yield-Rückgang von 5.7% im Vergleich mit dem
Vorjahr. Das von anhaltenden Überkapazitäten geprägte Marktumfeld
führt zu einer fortschreitenden Preiserosion. Der Yield auf den
Interkontinentalstrecken stieg zwar um 8.6%. Dennoch wirkten sich die
rekordhohen Treibstoffpreise aufgrund der deutlich längeren
Flugstrecken überproportional auf die Streckenergebnisse im
Interkontinentalsegment aus.

Mit ihrer wettbewerbsorientierten Preisgestaltung gelang es SWISS,
trotz intensiver Konkurrenz durch verschiedene
Billigfluggesellschaften, ihren Marktanteil am Hub in Zürich im Jahr
2005 auf 50.6% zu erhöhen. Er lag um 2.5 Prozentpunkte über dem
Vorjahreswert.

Positiv entwickelt sich bei SWISS weiterhin der Ertrag pro
angebotenem Sitzkilometer (RASK). Dieser ergibt sich aus der
Auslastung und dem Ertrag pro Passagierkilometer und ist in
Verbindung mit dem CASK (den Kosten pro angebotenem Sitzkilometer)
von zentraler Bedeutung für das operative Ergebnis des Unternehmens.
In Europa konnte SWISS den RASK im Geschäftsjahr 2005 um 2.2%
steigern. Auf den Interkontinentalstrecken resultierte hier mit plus
13.8% eine überaus deutliche Steigerung. SWISS erhöhte damit ihren
streckennetzweiten RASK im Vergleich mit der Vorjahresperiode um
9.4%. Der Anstieg des RASK ist auch bedingt durch den gegenüber der
gleichen Vorjahresperiode veränderten Anteil des Europaverkehrs an
der Gesamtkapazität (in ASK). Die relative Verschiebung zum
Europageschäft wirkte sich positiv auf den netzwerkweiten RASK aus,
weil der RASK auf langen Interkontinentalstrecken tiefer ist als auf
Europastrecken. Im RASK enthalten sind die Treibstoffzuschläge, die
SWISS seit Sommer 2004 auf ihren Flugtickets erhebt. Im Einklang mit
der Branche wurden diese angesichts stark gestiegener
Treibstoffpreise eingeführt und stufenweise der Entwicklung der
Preise beim Flugtreibstoff angepasst, zuletzt per 23. September 2005.


Stückkosten weiterhin zu hoch
Mit der Umsetzung verschiedener Restrukturierungsmassnahmen konnte
SWISS ihre Kosten im Vorjahresvergleich bereits deutlich senken.
Trotzdem ist die Kostenposition im Wettbewerbsvergleich nach wie vor
zu hoch. Unter Ausklammerung der preisbedingten Zusatzkosten für den
Flugtreibstoff hat SWISS den CASK im abgelaufenen Jahr um 3.4%
gesenkt. Das bisher Erreichte wurde aber durch die hohen Kosten für
Flugtreibstoff kompensiert. Die Kosten pro angebotenem Sitzkilometer
(CASK) stiegen gegenüber der Vorjahresperiode denn auch um 3.6%.

Analog zum RASK wurde der CASK von der Veränderung der relativen
Anteile des Europa- und des Interkontinentalgeschäfts an der
Gesamtkapazität (in ASK) beeinflusst. Hier zeigte sich der umgekehrte
Effekt. Mit der Erhöhung des Europaanteils stieg der netzwerkweite
CASK automatisch an. Dies ist dadurch bedingt, dass der CASK in
Europa aufgrund der kürzeren Flugstrecken wesentlich höher ist als
auf den interkontinentalen Strecken.

Unabhängig von dieser Mechanik müssen die Stückkosten weiter gesenkt
werden, speziell vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden
Verluste, der sich fortsetzenden Preiserosion und der nach wie vor
angespannten und schwer prognostizierbaren Entwicklung am Markt für
Flugtreibstoff.

Der Fokus für weitere Kostensenkungspotentiale liegt in den Bereichen
Catering, Bodendienste (Handling) und bei der Steigerung der internen
Produktivität. SWISS führt das laufende Kostensenkungsprogramm in
allen Bereichen des Unternehmens konsequent weiter. Angesichts der
Belastung durch die hohen Treibstoffkosten wird z.B. kontinuierlich
nach Möglichkeiten zur Senkung des Treibstoffverbrauchs gesucht. Um
den Verbrauch zu senken, hat SWISS im Verlauf des vergangenen
Geschäftsjahres ein Paket von Massnahmen umgesetzt. Diese beinhalten
zum einen gewichtsreduzierende Modifikationen an der
Kabineneinrichtung, zum anderen aber auch Anpassungen der
Flugprozedere mit dem Ziel möglichst treibstoffsparend zu fliegen.

Den in vielen Bereichen erfolgreichen Initiativen zur Senkung der
Kosten steht nach wie vor der von Jahr zu Jahr steigende
Personalaufwand pro Arbeitsplatz (Vollzeitstellen) gegenüber. Dieser
hat sich im Vergleich zum Jahr 2004 um 5.5% erhöht. Der Anstieg ist
primär auf die in den derzeitigen Gesamtarbeitsverträgen des
fliegenden Personals festgeschriebenen, automatischen
Lohnsteigerungen zurückzuführen. Mechanismen dieser Art wirken sich
in einer von Personalabbau geprägten Situation speziell negativ aus,
weil der "Teuerungseffekt" beim bestehenden Mitarbeiterkorps nicht
mehr durch Neuzugänge auf tieferen Gehaltsstufen ausgeglichen werden
kann. Mit ihrer Zustimmung zum neuen Gesamtarbeitsvertrag haben die
Gewerkschaften des Kabinenpersonals im Februar 2006 einen wichtigen
Beitrag zur Senkung der Kosten geleistet.

Personalbestand im Konzern
Die Zahl der im Geschäftsjahr 2005 durchschnittlich Beschäftigten
(umgerechnet auf Vollzeitstellen) ging gegenüber der Vorjahresperiode
um 789 Stellen von 7 121 auf 6 382 zurück. Per 31. Dezember 2005 lag
die Zahl der Vollzeitstellen bei 6 094. Dies sind 531 Stellen weniger
als Ende 2004. Die 6 094 Vollzeitstellen verteilten sich auf 7 296
Mitarbeiter.

Meilensteine im laufenden Restrukturierungsprogramm
Die Umsetzung der im Januar 2005 angekündigten Massnahmen zur
Erreichung wettbewerbsfähiger Kostenstrukturen schreitet planmässig
voran. Ziel ist es, durch eine nachhaltige Profitabilität
Handlungsspielraum für Investitionen und zukünftiges Wachstum zu
gewinnen. Das Restrukturierungsprogramm soll wie angekündigt in
diesem Jahr abgeschlossen werden. Zusätzlich eröffnen sich aus dem
Zusammengehen mit dem Lufthansa-Konzern neue strategische
Perspektiven, auch in Bezug auf Kostensynergien.

Ende Juli 2005 haben SWISS und SR Technics Switzerland nach langen
Verhandlungen das laufende Schiedsgerichtverfahren über die Auslegung
von kommerziellen Aspekten des geltenden Unterhaltsvertrages mit
einer aussergerichtlichen Einigung beendet. Die auf eine neue Basis
gestellte Zusammenarbeit ermöglicht SWISS signifikante
Kosteneinsparungen im Bereich der Wartung ihrer Airbus-Flotte. SWISS
und SR Technics haben den laufenden und bis 2009 gültigen
Unterhaltsvertrag um drei Jahre verlängert.

Ein weiterer Meilenstein war der Entscheid, den europäischen
Regionalverkehr in eine eigene Gesellschaft innerhalb des
SWISS-Konzerns zu überführen. Nach der Erteilung der
Betriebsbewilligung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat die
Swiss European Air Lines AG ihren Betrieb am 1. November 2005
aufgenommen. Im Auftrag der Muttergesellschaft führt die 100%-ige
Tochter als Betriebsgesellschaft unter der Marke SWISS so genannte
"Wet Lease"-Flüge im europäischen Markt durch. Sie leistet damit
einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
von SWISS. Mit der Schaffung klarer Strukturen und transparenter
Kosten wird die Grundlage für zukünftiges Wachstum im Regionalsegment
gelegt.

Mit Beginn des Winterflugplans 2005/06 hat SWISS ihre Flotte im
Jahresverlauf um elf Flugzeuge reduziert. Im Rahmen der Vereinfachung
der Flottenstruktur und der Fokussierung auf die Avro RJ-100/RJ85 im
Regionalverkehr wurden per Ende des Sommerflugplans 2005 im Oktober
2005 die letzten verbliebenen Saab 2000 aus dem Flugbetrieb genommen.
Im Frühsommer 2006 nimmt SWISS auch die Embraer RJ-145 aus dem
Flugbetrieb. Deren Kapazität wird mit sechs zusätzlichen, grösseren
Avro RJ-100 ersetzt, welche SWISS im Verlauf der letzten Wochen in
ihre Flotte aufgenommen hat. Trotz Flottenreduktion steigt die
Sitzkapazität so leicht an. Aufgrund der Zusammenarbeit mit
Partner-Airlines und speziell im Verbund mit Lufthansa wird das SWISS
Flugangebot in Zukunft noch attraktiver.

Zur Erhöhung der Produktivität und der Flexibilität ihrer Flotte in
Europa hat SWISS das "Minimum Ground Time"-Projekt gestartet. Die
Verkürzung der minimalen planerischen Bodenzeiten in Kombination mit
einer Optimierung der Hub-Struktur in Zürich ermöglichen es SWISS mit
der gleichen Europaflotte täglich zehn zusätzliche Flüge
durchzuführen.

Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Restrukturierungsziele von
SWISS und damit für eine finanziell gesunde Zukunft des Unternehmens
haben die Gewerkschaften des Kabinenpersonals mit ihrer Zustimmung
zum neuen Gesamtarbeitsvertrag geleistet. Der neue GAV für das SWISS
Kabinenpersonal trat auf den 1. Februar 2006 in Kraft und hat eine
Laufzeit von drei Jahren. Am 10. März 2006 haben sich auch die Swiss
European Air Lines und die Swiss Pilots Association über die Inhalte
eines neuen Gesamtarbeitsvertrags geeinigt. Vorbehaltlich der
Zustimmung der Piloten von Swiss European, tritt der neue GAV am 1.
April 2006 in Kraft. Er sieht ebenfalls eine Laufzeit von drei Jahren
vor.

Die neuen Gesamtarbeitsverträge tragen dem laufenden
Restrukturierungskonzept sowie dem verschärften Wettbewerbsumfeld
Rechnung und bieten den Mitarbeitern Gewähr für den Fortbestand von
sozial vertretbaren Arbeitsbedingungen. Die noch laufenden
GAV-Verhandlungen müssen in den nächsten Monaten abgeschlossen
werden. SWISS ist bestrebt, mit allen Sozialpartnern tragfähige und
zukunftsorientierte Lösungen zu finden. SWISS konnte ihr Pilotenkorps
in den vergangenen Monaten ohne betriebsbedingte Kündigungen bereits
dem Bedarf anpassen. Dies gelang SWISS mittels aktiver Unterstützung
ihrer Piloten beim Wechsel zu anderen Fluggesellschaften und dank
finanzieller Anreize für freiwillige Abgänge.

SWISS hat im Jahr 2005 auch produktseitig mit zahlreichen Neuerungen
aufgewartet und befindet sich in einer kontinuierlichen
Qualitätsoffensive zur Stärkung ihrer Marktposition. Am Flughafen
Zürich konnten zahlreiche Massnahmen zur Steigerung des Kundennutzens
realisiert werden. So wurden auf den Wechsel zum Sommerflugplan Ende
März alle Flüge innerhalb Europas und nach Nordafrika am Dock A
zusammengezogen. Interkontinentalflüge starten von den Gates am Dock
E. Im Verbund mit anderen Massnahmen konnte so die Pünktlichkeit des
SWISS Flugbetriebes am Hub Zürich erheblich gesteigert werden. Im
Vergleich mit den wichtigsten europäischen Fluggesellschaften lag
SWISS bei der Pünktlichkeit im Jahr 2005 auf dem 7. Rang (13. Rang im
Jahr 2004). Unter den grossen europäischen Hub-Carriern erreichte
SWISS mit Zürich sogar den zweiten Platz hinter Lufthansa (mit
München und Frankfurt).

Planmässige Integration in den Lufthansa-Konzernverbund
Mitte Januar 2006 konnte das im August 2005 eingeleitete Squeeze-Out
Verfahren zur Kraftloserklärung mit Barabfindung der sich noch im
Publikum befindenden Aktien abgeschlossen werden. Die Dekotierung der
SWISS Aktie an der Schweizer Börse SWX war am 27. Januar 2006.
Aufgrund der Dekotierung und der planmässigen Integration in den
Lufthansa-Konzernverbund wird SWISS ab dem Geschäftsjahr 2006 die
Berichterstattung über den Geschäftsverlauf entsprechend anpassen.

Lufthansa und die Schweizer Almea Stiftung halten jetzt über die
Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100% der Aktien der Swiss
International Air Lines AG. Lufthansa hält derzeit 49% und die Almea
Stiftung 51% an der Aktiengesellschaft AirTrust AG. Der Zweck der
Almea Stiftung ist, bis zum Kontrollerwerb durch Lufthansa eine
Beteiligung von 51% an AirTrust zu halten. Nach Abschluss der
Verhandlungen zur Sicherung der wesentlichen Luftverkehrsrechte und
Vorliegen von entsprechenden Übereinkünften wird Lufthansa SWISS zu
100% übernehmen (frühestens Ende 2006). Die Almea Stiftung wird nach
Wegfall ihres Stiftungszweckes, mit Übereignung sämtlicher
AirTrust-Aktien an Lufthansa, aufgelöst werden.

Bei der Sicherung der wesentlichen Verkehrsrechte wurden in enger
Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt bereits
erhebliche Fortschritte erzielt. So konnten im März 2006 die
wichtigen Verkehrsrechte nach USA und Kanada gesichert werden.

Mit der fortschreitenden Integration in den Lufthansa-Konzern ergaben
sich vor allem auch kundenseitig zahlreiche Neuerungen: So konnte
SWISS Anfang Oktober die Überführung des Swiss TravelClub per 1.
April 2006 in Miles & More, Europas führendem Vielfliegerprogramm,
bekanntgeben. Die Kunden der SWISS können damit bei einer noch
grösseren Anzahl an Airlines und Partnerunternehmen Meilen sammeln
und Prämien einlösen. Swiss TravelClub-Meilenguthaben werden eins zu
eins übertragen und der Swiss TravelClub Silver und Gold Status
anerkannt. Am 1. April wird SWISS Mitglied der Star Alliance, dem
weltweit grössten Airline-Netzwerk.

Mit der intensivierten Zusammenarbeit zwischen SWISS und Lufthansa
wurde das Angebot weiter ausgebaut. So haben die beiden Partner den
Nachbarschaftsverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland
harmonisiert. Alle Lufthansa- und SWISS-Flüge zwischen den beiden
Ländern werden im Codeshare geflogen und die Flugpläne sind so
aufeinander abgestimmt, dass den SWISS Kunden zwischen der Schweiz
und Deutschland nun über den ganzen Tag verteilt insgesamt 563
wöchentliche Verbindungen zur Verfügung stehen. Dies bedeutet mehr
Frequenzen, mehr Destinationen und dank abgestimmter Flugpläne
bessere Anschlüsse in den drei Drehkreuzen Zürich, Frankfurt und
München. Die Marktposition von SWISS wird sich mit dieser engen
Zusammenarbeit nachhaltig verbessern.

Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf dem Internet unter
www.swiss.com unter der Rubrik "Über SWISS > Finanzinformationen".
[1] Die Diskrepanz von CHF 4 Mio. zu den im Jahresabschluss vom
31. Dezember 2004 ausgewiesenen CHF 848 Mio. ergibt sich aus einer
Änderung der Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS, deren Anwendung
von der Schweizer Börse SWX verlangt wird und für SWISS als damals
börsenkotiertes Unternehmen verbindlich war.

Die Medienmitteilung zum Jahresabschluss 2005 ist auf folgendem Link
als PDF abrufbar:
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SWISS Corporate Communications
Phone: +41 (0) 848 773 773
Fax: +41 44 564 21 27
E-mail: communications@swiss.com
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--- Ende der Mitteilung ---
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