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CEE wird gnadenlos abverkauft - diesmal zweistelliges Minus bei der Raiffeisen Bank - dafür schaut Lazarus bei Valneva vorbei

Gold, Schweizer Franken und japanischer Yen mehr als ein Prozent im Plus, die Zehnjahresrenditen Deutschlands auf einem neuen Jahrestief, der VIX-Future zeigt eine Steigerung von zehn Prozent an - so sieht wohl nackte Angst aus. Woher diese kommt? Da fällt der Blick schnell auf den Rubel, der gegen den Euro auf ein Rekordtief von mehr als 50 je Einheitswährung gefallen ist. Das Säbelrasseln an der Krim schmeckt Anlegern rund um den Globus angesichts der ohnehin nicht überbordenden Konjunkturaussichten so gar nicht. Erst übers Wochenende zeigte Chinas PMI wieder Schwäche. Jener für Europa heute dafür Stärke, was die Fallgeschwindingkeit der Kurse zumindest kurzfristig doch einbremste. Bis zu Mittag konnte sich der Wiener Leitindex aber nicht festlegen, ob die charttechnisch wichtige Unterrstützung bei 2500 Punkten noch hält, oder eben nicht, was weiteres Abwärtspotenzial aufbauen würde.

Mitentscheidend für den schlussendlichen Weg - sofern sich in der Ukraine sonst nichts mehr tut - wird wohl der ISM-Index für die US-Industrie im Februar sein, der um 16.00 Uhr erwartet wird. Analysten gehen im Schnitt von einem Anstieg von 51,3 auf 52,0 Punkte aus. --new_page-- Am stärksten erwischt es im ATX-Segment die Raiffeisen Bank International. Am Freitag verlor die Erste Group nach einem leicht enttäuschenden Ausblick 10,2 Prozent (was nicht der Minusrekord war - siehe http://bit.ly/1hAN64F ), die RBI liegt zu Mittag 10,1 Prozent im Minus. Was aber auch kein Rekord war. Dieser liegt bei kaum vorstellbaren 24,66 Prozent - siehe http://bit.ly/1n0KYol Zu Mittag liegt übrigens nicht ein ATX-Wert im grünen Bereich - SBO ist mit minus 0,96 Prozent Klassenbester. Wer hingegen in CEE (nennenswerte) Assets sein Eigen nennt, wird gnadenlos abverkauft: Telekom Austria und Immofinanz verlieren mehr als fünf Prozent, Strabag und Erste Group mehr als vier.

Um ein Plus zu sehen, muss man in den breiteren ATXPrime ausweichen. Wo bei Valneva eine Art Lazerus-Effekt zu sehen war. In der Früh gab es nach einer charttechnisch begründeten negativen Meinungskundgebung durch die Erste Group ein zweistelliges Kursminus - mittlerweile liegt der Impfstoffhersteller bereits knapp drei Prozent im Plus. Wolford und ATX-Kandidat Flughafen sind sonst die einzigen Werte im Plus.