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Ausverkauf - OMV, Raiffeisen und voestalpine sorgen für das bisher größte Tagesminus im ATX - besonders unter die Räder kommen Palfinger, SBO und Valneva

Rot, soweit das Auge reicht - nun auch wieder bis in die USA, die den Wochenschluss, so wie Europa, wohl im negativen Terrain beenden wird. Für Unsicherheiten sorgte der Ausverkauf bei Devisen von Schwellenländern. Zuletzt hat Argentinien angekündigt, seine Devisenkontrollen aufzuheben. Der argentinische Peso hatte bereits am Vortag die heftigsten Kursverluste seit dem wirtschaftlichen Kollaps im Jahr 2002 erlitten. In weiterer Folge sind unter anderem auch die türkische Lira, der brasilianische Real und der russische Rubel unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund würden Anleger verstärkt auf sicherere Anlagen setzen. Und viele, die mit Schwellenmärkten stark zu tun haben, gerieten so richtig unter die Räder - Palfinger etwa um beinahe acht Prozent. Aber auch SBO und Valneva verloren mehr als fünf Prozent, Wienerberger beinahe. Im Plus wareneinzig die Telekom Austria und conwert. Wenn wir den Blick auf den ATXPrime erweitert, kommt dann nur noch Century Casinos dazu. 34 Werte also im Minus, nur drei im Plus.

Auch an den europäischen Aktienmärkten gab es Kursverluste. Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung Chinas nach zuletzt schwachen Daten haben die Stimmung bereits in der Früh' eingetrübt.

Raiffeisen Bank International (RBI) blieben auch heute im Fokus. Nach klaren Kursgewinnen an den vergangenen beiden Handelstagen in Reaktion auf die am Mittwoch gestartete Kapitalerhöhung verlor die Aktie satte xx Euro je Aktie (xxx Prozent). Unter Berücksichtigung des heutigen Bezugsrechteabschlags (1,383 Euro) fällt das Minus aber bereits wesentlich erträglicher aus.

Belastet wurde der ATX auch von den Kursverlusten bei voestalpine - die UBS äußerste sich zum Stahlmarkt, siehe related stories und die OMV, der die scheinbare Öffnung des Iran gegen den Westen nicht gut tut. AT&S gab minimal ab. Die Erste Group hat das Kursziel für den Leiterplattenhersteller von 9,20 Euro auf 10,90 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung wurde aufrecht erhalten.

Schlussendlich verlor der ATX 2,0 Prozent - das bis dato größte Tagesminus im heurigen Jahr. Gegenüber Ultimo 2013 liegt der ATX noch 3,14 Prozent im Plus.