Junker: Northern Dynasty hat wieder die volle Kontrolle über Großprojekt Pebble
Um 12% ging es am letzten Freitag mit der Aktie von Northern Dynasty Minerals nach oben. Wie bekannt wurde, hat der Rohstoffriese Anglo American (WKN A0MUKL) seine Ankündigung wahr gemacht und sich aus dem Pebble-Projekt verabschiedet. Und Northern Dynasty die volle Kontrolle über die geplante Mine übernommen.
Anglo American hatte bereits im September angekündigt, sich aus dem umstrittenen Kupferprojekt zurückziehen zu wollen. Damit setzt der Konzern seine Kostensenkungsmaßnahmen fort. Am vergangenen Freitag dann vollzog man den Schritt und wird entsprechend eine Abschreibung von 300 Mio. Dollar vornehmen.
Gleichzeitig gab Northern Dynasty bekannt, dass man den Anteil von Anglo übernommen habe und Pebble sich nun wieder zu 100% im Besitz des Unternehmens befinde. Northern Dynasty hatte das Projekt ursprünglich 2001 erworben.
Northern Dynastys CEO Ronald Thiessen erklärte, dass in den letzten sechs Jahren unter Aufwendung von 556 Mio. Dollar substanzieller Fortschritt hin zu dem Ziel, eine moderne, möglichst umweltverträgliche Mine durch den Genehmigungs- und den Bauprozess zu bringen und in Betrieb zu nehmen, gemacht worden sei.
Laut Thiessen, könne Northern Dynasty nun im ersten Quartal 2014 den Genehmigungsprozess auf staatlicher und bundesstaatlicher Ebene anstoßen. Zudem arbeite man daran, einen neuen Partner für das Pebble-Projekt zu gewinnen.
Im vergangenen Jahr hat die geplante Mine allerdings eine Menge unerwünschte Aufmerksamkeit erlangt. Umweltschützer lehnen Pebble vehement ab, da sie fürchten, dass die Mine den Fischbestand und andere Tierarten gefährden könnte.
Befürworte der Mine argumentieren, dass Alaska die geschätzt 15.000 Arbeitsplätze, die das Projekt schaffen würde und die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um erwartete 400 Mio. Dollar pro Jahr unbedingt brauche.
Kalkulationen zufolge verfügt die Pebble-Lagerstätte über 55 Mrd. Pfund Kupfer und 67 Mio. Unzen Gold.
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