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Glechner: Wochenkommentar: US-Notenbank im Fokus
Die Anzahl an veröffentlichten Konjunkturdaten hielt sich in den letzten Tagen in Grenzen. Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht fiel etwas besser aus als allgemein erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im Mai um 175.000. Der Wert für den Vormonat wurde jedoch von ursprünglich 165.000 auf 149.000 nach unten revidiert. Die weniger bedeutende und auf einer Befragung von Haushalten basierende Arbeitslosenrate, die im April mit 7,5% noch das niedrigste Niveau seit Dezember 2008 erreichte, stieg im Mai auf 7,6%. Dies lag jedoch daran, dass sich mehr Personen auf Arbeitssuche begaben. Die Industrieproduktion der Eurozone stieg im April gegenüber dem Vormonat um 0,4% (März: 0,9%). Die höchsten Anstiege meldeten Irland (3,0%) und Frankreich (2,3%). Die stärksten Rückgänge verzeichneten Finnland (-5,1%) und die Niederlande (-4,3%). Im Vergleich zum April 2012 fiel die Industrieproduktion in der Eurozone um 0,6% (März: -1,4%). Die Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe nahm im April gegenüber dem Vormonat vorläufigen Berechnungen zufolge um 1,8% (März: 1,2%) zu. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat stieg die Produktion um 1,0% (März: -2,4%). In Österreich stagnierte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorquartal. Bereits in den drei Quartalen zuvor war gemäß den Berechnungen des WIFO kaum eine Veränderung zu beobachten (Q2/12: +0,1%, Q3/12: 0,0%, Q4/12: -0,1%). Weder von der Binnennoch von der Auslandsnachfrage kamen im ersten Quartal 2013 nennenswerte Impulse. Konjunkturdämpfend wirkte vor allem die Schwäche der Transportwirtschaft und der Warenproduktion.
Das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 18. und 19. Juni statt. Eine Änderung der Geldpolitik erwarten wir vorerst nicht. Die Wachstumsdelle aufgrund der Budgetkürzungen scheint zwar schwächer als erwartet auszufallen, gleichzeitig ist die Inflationsrate (April: 1,1%) aber sehr gering. Mögliche Änderungen der Geldpolitik, die eventuell aus Änderungen der im Rahmen des nächsten Treffens des FOMC vorgestellten ökonomischen Projektionen reultieren, dürften sich bis auf Weiteres auf Ausmaß und Tempo des Quantitative Easing konzentrieren und erst im späteren Jahresverlauf greifen. Im Mai-Statement zum Zinsentscheid fand sich in diesem Zusammenhang erstmals die Anmerkung, das FOMC sei vorbereitet, das Tempo der Wertpapierkäufe abhängig von der Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Inflation zu erhöhen oder zu reduzieren. Derzeit kauft die Notenbank monatlich längerfristigen Staatsanleihen im Umfang von USD 45 Mrd und Hypothekenpapiere über USD 40 Mrd. Am 20. Juni steht außerdem die nächste, quartalsweise stattfindende, geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank an. Dann sollte die SNB neuerlich betonen, keinen Kurs des Franken stärker als CHF 1,20 je EUR zu tolerieren. Auch die neuen Erwartungen der SNB zur weiteren Entwicklung der Inflationsrate und des Bruttoinlandsprodukt werden nächste Woche veröffentlicht.
Der US-Dollar wertete in den letzten Tagen etwas gegenüber dem Euro ab. Dabei profitierte der Euro vor allem von den Nachwirkungen der Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, der auf der Pressekonferenz im Anschluss an das jüngste Treffen des geldpolitischen Rats, die die Erwartung der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Senkung des Einlagensatzes auf ein negatives Niveau verringerten. Draghi erklärte zwar neuerlich, die Notenbank sei technisch auf einen negativen Einlagensatz vorbereitet, sie sehe derzeit aber keinen Grund zu handeln. In den nächsten Tagen bilden die Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank und die Veröffentlichung der neuen Fed-Projektionen einen wichtigen Einflussfaktor auf die Entwicklung des Währungspaars. Auch die anstehenden Konjunkturdaten (USA: Industrieproduktion, Verbrauchervertrauen; EZ: Einkaufsmanagerindizes etc.) werden das Marktgeschehen beeinflussen. Da sich die Konjunkturerwartungen der Marktteilnehmer mit den neuen Konjunkturdaten bzw. den Fed-Projektionen kaum verändern sollten und die Fed auch ihre Geldpolitik nicht ändern dürfte, rechnen wir in den nächsten Tagen mit wenig Veränderung im Austauschverhältnis des US-Dollars zum Euro.
Das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 18. und 19. Juni statt. Eine Änderung der Geldpolitik erwarten wir vorerst nicht. Die Wachstumsdelle aufgrund der Budgetkürzungen scheint zwar schwächer als erwartet auszufallen, gleichzeitig ist die Inflationsrate (April: 1,1%) aber sehr gering. Mögliche Änderungen der Geldpolitik, die eventuell aus Änderungen der im Rahmen des nächsten Treffens des FOMC vorgestellten ökonomischen Projektionen reultieren, dürften sich bis auf Weiteres auf Ausmaß und Tempo des Quantitative Easing konzentrieren und erst im späteren Jahresverlauf greifen. Im Mai-Statement zum Zinsentscheid fand sich in diesem Zusammenhang erstmals die Anmerkung, das FOMC sei vorbereitet, das Tempo der Wertpapierkäufe abhängig von der Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Inflation zu erhöhen oder zu reduzieren. Derzeit kauft die Notenbank monatlich längerfristigen Staatsanleihen im Umfang von USD 45 Mrd und Hypothekenpapiere über USD 40 Mrd. Am 20. Juni steht außerdem die nächste, quartalsweise stattfindende, geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank an. Dann sollte die SNB neuerlich betonen, keinen Kurs des Franken stärker als CHF 1,20 je EUR zu tolerieren. Auch die neuen Erwartungen der SNB zur weiteren Entwicklung der Inflationsrate und des Bruttoinlandsprodukt werden nächste Woche veröffentlicht.
Der US-Dollar wertete in den letzten Tagen etwas gegenüber dem Euro ab. Dabei profitierte der Euro vor allem von den Nachwirkungen der Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, der auf der Pressekonferenz im Anschluss an das jüngste Treffen des geldpolitischen Rats, die die Erwartung der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Senkung des Einlagensatzes auf ein negatives Niveau verringerten. Draghi erklärte zwar neuerlich, die Notenbank sei technisch auf einen negativen Einlagensatz vorbereitet, sie sehe derzeit aber keinen Grund zu handeln. In den nächsten Tagen bilden die Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank und die Veröffentlichung der neuen Fed-Projektionen einen wichtigen Einflussfaktor auf die Entwicklung des Währungspaars. Auch die anstehenden Konjunkturdaten (USA: Industrieproduktion, Verbrauchervertrauen; EZ: Einkaufsmanagerindizes etc.) werden das Marktgeschehen beeinflussen. Da sich die Konjunkturerwartungen der Marktteilnehmer mit den neuen Konjunkturdaten bzw. den Fed-Projektionen kaum verändern sollten und die Fed auch ihre Geldpolitik nicht ändern dürfte, rechnen wir in den nächsten Tagen mit wenig Veränderung im Austauschverhältnis des US-Dollars zum Euro.