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Glechner: Wochenkommentar: SNB bekräftigt Wechselkurspolitik
Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht fiel überraschend gut aus. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im Februar um 236.000. Für Januar wurde jedoch der Anstieg von ursprünglich 157.000 auf 119.000 nach unten revidiert. Die weniger bedeutende und auf einer Befragung von Haushalten basierende Arbeitslosenrate erreichte im letzten Monat mit 7,7% (Januar: 7,9%) das niedrigste Niveau seit Dezember 2008. Dies lag jedoch auch daran, dass sich weniger Menschen auf Arbeitssuche begaben. Der Umsatz der Einzelhändler ist in den USA im Februar im Vergleich zum Vormonat mit 1,1% (Januar: 0,2%) so stark gestiegen wie seit September nicht mehr. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat war ein Anstieg um 4,6% zu beobachten. Die Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen neuerlich schwach aus. Die Industrieproduktion verringerte sich im Januar gegenüber Dezember um 0,4% (Dezember: +0,9% M/M). Im Vergleich zum Januar 2012 fiel die Produktion um 1,3% (Dezember: -1,7%). In Österreich sank das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal nach endgültigen Berechnungen des WIFO gegenüber dem Vorquartal um 0,1% (Q3: +0,1%). Die Wachstumsdämpfung war gemäß WIFO vor allem auf die Schwäche der Weltwirtschaft und die damit verbundene Verringerung der internationalen Kapital- und Handelsströme zurückzuführen. Für das gesamte Jahr 2012 ergab sich ein Wirtschaftswachstum von 0,8% (2011: 2,7%).
Die Schweizerische Nationalbank beließ heute das Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0% bis 0,25%. Außerdem hat sie neuerlich betont, keinen Kurs des Franken stärker als CHF 1,20 je EUR zu tolerieren. Der Franken bleibe nach wie vor hoch bewertet. Eine Aufwertung würde die Preisstabilität gefährden und hätte schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft. Sie stehe außerdem bereit, jederzeit weitere Maßnahmen zu ergreifen. Ihre Inflationserwartung hat die SNB nach unten ver- schoben (2013: -0,2% (Dezember-Erwartung: -0,1%), 2014: 0,2% (0,4%)). Für 2015 rechnet die Notenbank in ihrer ersten Prognose mit einer Inflationsrate von 0,7%. Beim Bruttoinlandsprodukt der Schweiz erwartet sie für 2013 ein Wachstum zwischen 1,0% und 1,5%.
Das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 19. und 20. März statt. Trotz einer tendenziellen leichten Verbesserung der Lage auf dem US-Arbeitsmarkt und einer seit Mitte Februar etwas gestiegenen Sorge vor einer allmählichen Rücknahme der Unterstützungsmaßnahmen durch die Fed – im damals veröffentlichten Protokoll über das Treffen des FOMC vom 29./30. Januar war die Rede davon, dass eine Reihe von Ausschussmitgliedern der Ansicht war, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe bereits verringern oder beenden könnte, bevor sie eine substanzielle Verbesserung der Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sieht – erwarten wir nächste Woche keinen Hinweis auf eine Änderung der Geldpolitik. Auf Interesse der Marktteilnehmer wird auch die Veröffentlichung der neuen gesamtwirtschaftlichen Projektion der Notenbank stoßen.
Die Mehrzahl der Aktienkurse konnte in den letzten Tagen etwas zulegen. Unterstützt wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von der Veröffentlichung guter Konjunkturdaten aus den USA. Der DAX erreichte mit 8.048,5 Punkten das höchste Niveau seit Januar 2008. Das Rekordhoch vom Juli 2007 (8.151,6 Punkte) liegt nun nicht mehr weit entfernt. In den nächsten Tagen wird die Richtung der Aktienkurse vor allem vom Ausgang des Treffens des Offenmarktausschusses der US-Notenbank und den anstehenden Konjunkturdaten (USA: Industrieproduktion, Einkaufsmanagerindex, Frühindikator; EZ: Einkaufsmanagerindizes etc.) bestimmt werden. Die Zahl an veröffentlichten Unternehmensergebnissen nimmt in Europa weiter ab. In den USA ist die Berichtssaison ohnehin weitestgehend zu Ende. Mit vereinzelten Impulsen vom Treffen des FOMC und den veröffentlichten US-Konjunkturdaten erwarten wir in den nächsten Tagen mehrheitlich etwas steigende Aktienkurse.
Die Schweizerische Nationalbank beließ heute das Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0% bis 0,25%. Außerdem hat sie neuerlich betont, keinen Kurs des Franken stärker als CHF 1,20 je EUR zu tolerieren. Der Franken bleibe nach wie vor hoch bewertet. Eine Aufwertung würde die Preisstabilität gefährden und hätte schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft. Sie stehe außerdem bereit, jederzeit weitere Maßnahmen zu ergreifen. Ihre Inflationserwartung hat die SNB nach unten ver- schoben (2013: -0,2% (Dezember-Erwartung: -0,1%), 2014: 0,2% (0,4%)). Für 2015 rechnet die Notenbank in ihrer ersten Prognose mit einer Inflationsrate von 0,7%. Beim Bruttoinlandsprodukt der Schweiz erwartet sie für 2013 ein Wachstum zwischen 1,0% und 1,5%.
Das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 19. und 20. März statt. Trotz einer tendenziellen leichten Verbesserung der Lage auf dem US-Arbeitsmarkt und einer seit Mitte Februar etwas gestiegenen Sorge vor einer allmählichen Rücknahme der Unterstützungsmaßnahmen durch die Fed – im damals veröffentlichten Protokoll über das Treffen des FOMC vom 29./30. Januar war die Rede davon, dass eine Reihe von Ausschussmitgliedern der Ansicht war, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe bereits verringern oder beenden könnte, bevor sie eine substanzielle Verbesserung der Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sieht – erwarten wir nächste Woche keinen Hinweis auf eine Änderung der Geldpolitik. Auf Interesse der Marktteilnehmer wird auch die Veröffentlichung der neuen gesamtwirtschaftlichen Projektion der Notenbank stoßen.
Die Mehrzahl der Aktienkurse konnte in den letzten Tagen etwas zulegen. Unterstützt wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von der Veröffentlichung guter Konjunkturdaten aus den USA. Der DAX erreichte mit 8.048,5 Punkten das höchste Niveau seit Januar 2008. Das Rekordhoch vom Juli 2007 (8.151,6 Punkte) liegt nun nicht mehr weit entfernt. In den nächsten Tagen wird die Richtung der Aktienkurse vor allem vom Ausgang des Treffens des Offenmarktausschusses der US-Notenbank und den anstehenden Konjunkturdaten (USA: Industrieproduktion, Einkaufsmanagerindex, Frühindikator; EZ: Einkaufsmanagerindizes etc.) bestimmt werden. Die Zahl an veröffentlichten Unternehmensergebnissen nimmt in Europa weiter ab. In den USA ist die Berichtssaison ohnehin weitestgehend zu Ende. Mit vereinzelten Impulsen vom Treffen des FOMC und den veröffentlichten US-Konjunkturdaten erwarten wir in den nächsten Tagen mehrheitlich etwas steigende Aktienkurse.