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Junker: China bietet der Eisenerzbranche langfristig weiter gute Perspektiven
Inmitten der Krise der Eisenerzbranche kommt Standard Chartered mit einem durchaus positiven Langfristausblick auf die chinesische Stahlnachfrage – und die ist der Schlüsselfaktor für die Förderer des Rohstoffes.
Gute Laune herrscht derzeit in der Eisenerzsparte nicht gerade. Vor allem die europäische Finanzmarktkrise und die zurück gehenden Wachstumsraten in China haben für einen deutlichen Einbruch der Eisenerzpreise gesorgt. Das hat bei vielen Konzernen die Kalkulation über den Haufen geworfen. Eines der prominenten Opfer ist die australische Fortescue Metals Group (WKN: 121862), die gerade erst mit einem neuen Milliardenkredit schwere finanzielle Turbulenzen verhindern konnte. Vielfach werden Expansionsprojekte einer Überprüfung unterzogen, gekürzt oder eingestampft. So reagieren die Eisenerzförderer auf das derzeitig sehr schwierige Marktumfeld, denn kaum jemand geht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig entscheidend verbessert.
Doch am Markt muss man auch über den Tag hinaus blicken, und da sehen die Aussichten für den Eisenerzsektor gar nicht so schlecht aus. Klar ist: China wird der Schlüsselfaktor für die Branche bleiben. Unter anderem die immensen Investitionen der Asiaten in ihre Infrastruktur und die stark wachsenden Städte sorgen für eine hohe Stahlnachfrage – und für die Produktion des Baustoffes wird Eisenerz benötigt. Der Trend dürfte sich nicht so schnell umkehren, zumal China wieder und wieder Programme zum Ausbau der Infrastruktur auflegt. Erst jüngst hat man rund 125 Milliarden Euro locker gemacht, um unter anderem Straßen, Flughäfen und Hafenanlagen zu bauen. Langfristprojekte zwar, die aber zur Perspektive des Stahlmarkt gehören. Experten rechnen in China zudem mit weiteren derartigen Programmen.
Ein Langfristausblick von Standard Chartered zeigt sich daher auch durchaus optimistisch für die Stahlnachfrage aus China. Man erwartet, dass diese erst um das Jahr 2025 herum einen Höhepunkt erreicht. Eine Einschränkung hat die positive Prognose dann doch: Die Wachstumsraten bei der Nachfrage werden klar zurückgehen gegenüber früheren Werten. Doch dabei darf man den Basiseffekt nicht vergessen, China ist mittlerweile zum größten Stahlkonsumenten der Welt geworden. Das relativiert die Effekte sinkender Wachstumsraten auf die Eisenerzförderer deutlich.
Hinzu kommt ein weiterer Effekt, den Investoren beachten müssen. Einen Teil des Eisenerzbedarfs deckt China aus Bergwerken im eigenen Land, der Rest wird importiert. Während aber der Bedarf in den kommenden Jahren mehr und mehr steigen wird, rechnet Stadard Chartered damit, dass die chinesische Eisenerzförderung ab dem Jahr 2016 zurückgehen wird. Für die Förderer des Stahl-Rohstoffes außerhalb Chinas wird dies langfristig eine große Chance auf Wachstum sein.
Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichtedienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST MediaGmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweiligeUnternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.
Gute Laune herrscht derzeit in der Eisenerzsparte nicht gerade. Vor allem die europäische Finanzmarktkrise und die zurück gehenden Wachstumsraten in China haben für einen deutlichen Einbruch der Eisenerzpreise gesorgt. Das hat bei vielen Konzernen die Kalkulation über den Haufen geworfen. Eines der prominenten Opfer ist die australische Fortescue Metals Group (WKN: 121862), die gerade erst mit einem neuen Milliardenkredit schwere finanzielle Turbulenzen verhindern konnte. Vielfach werden Expansionsprojekte einer Überprüfung unterzogen, gekürzt oder eingestampft. So reagieren die Eisenerzförderer auf das derzeitig sehr schwierige Marktumfeld, denn kaum jemand geht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig entscheidend verbessert.
Doch am Markt muss man auch über den Tag hinaus blicken, und da sehen die Aussichten für den Eisenerzsektor gar nicht so schlecht aus. Klar ist: China wird der Schlüsselfaktor für die Branche bleiben. Unter anderem die immensen Investitionen der Asiaten in ihre Infrastruktur und die stark wachsenden Städte sorgen für eine hohe Stahlnachfrage – und für die Produktion des Baustoffes wird Eisenerz benötigt. Der Trend dürfte sich nicht so schnell umkehren, zumal China wieder und wieder Programme zum Ausbau der Infrastruktur auflegt. Erst jüngst hat man rund 125 Milliarden Euro locker gemacht, um unter anderem Straßen, Flughäfen und Hafenanlagen zu bauen. Langfristprojekte zwar, die aber zur Perspektive des Stahlmarkt gehören. Experten rechnen in China zudem mit weiteren derartigen Programmen.
Ein Langfristausblick von Standard Chartered zeigt sich daher auch durchaus optimistisch für die Stahlnachfrage aus China. Man erwartet, dass diese erst um das Jahr 2025 herum einen Höhepunkt erreicht. Eine Einschränkung hat die positive Prognose dann doch: Die Wachstumsraten bei der Nachfrage werden klar zurückgehen gegenüber früheren Werten. Doch dabei darf man den Basiseffekt nicht vergessen, China ist mittlerweile zum größten Stahlkonsumenten der Welt geworden. Das relativiert die Effekte sinkender Wachstumsraten auf die Eisenerzförderer deutlich.
Hinzu kommt ein weiterer Effekt, den Investoren beachten müssen. Einen Teil des Eisenerzbedarfs deckt China aus Bergwerken im eigenen Land, der Rest wird importiert. Während aber der Bedarf in den kommenden Jahren mehr und mehr steigen wird, rechnet Stadard Chartered damit, dass die chinesische Eisenerzförderung ab dem Jahr 2016 zurückgehen wird. Für die Förderer des Stahl-Rohstoffes außerhalb Chinas wird dies langfristig eine große Chance auf Wachstum sein.
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