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US-Börsen zur Eröffnung tiefer

Nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche haben die New Yorker Aktienbörsen am Montag eine Atempause eingelegt und mit moderaten Verlusten tendiert. Marktteilnehmer verwiesen auf schwächer Konjunkturdaten aus Asien und die abwartende Haltung vieler Anleger im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Sitzung der US-Notenbank Fed.

Kurz nach Handelsbeginn um 15.50 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 24,62 Einheiten oder 0,19 Prozent auf 13.282,02 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 1,48 Punkte oder 0,10 Prozent auf 1.436,44 Zähler und der Nasdaq Composite Index ermässigte sich um 5,94 Punkte (minus 0,19 Prozent) auf 3.130,48 Einheiten.

Negative Impulse kommen von der asiatischen Konjunkturfront. So gingen im dritten Monat in Folge die chinesischen Importe vergangenen Monat im Jahresvergleich zurück. Und die Nachfrage nach chinesischen Waren stieg mit 2,7 Prozent langsamer als erwartet. Auch Japan bekam die sich abkühlende Weltwirtschaft zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal des laufenden Kalenderjahres nur noch mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,7 Prozent und nicht wie zunächst angenommen um 1,4 Prozent.

Ansonsten warte der Markt darauf, ob die US-Notenbank am Donnerstag nach ihrem Zinsentscheid eine weitere Runde von Anleihekäufen ankündige, hiess es. Nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag mehren sich diesbezüglich die Spekulationen, kommentierte ein Börsianer.

Auf Unternehmensebene rückten die Papiere von American International Group (AIG) in den Fokus. Die Aktien des 2008 verstaatlichten Versicherungskonzerns sanken zuletzt um 2,21 Prozent auf 33,25 Dollar, nachdem das US-Finanzministerium den Verkauf von Aktien im Wert von 18 Mrd. Dollar gestartet hatte. Zuletzt hatte der Staat seinen Anteil an AIG im August auf 53 Prozent reduziert.

Fester notierten hingegen die Titel von Hewlett Packard (HP), die sich bisher um 1,02 Prozent auf 17,45 Dollar verteuerten. Der angeschlagene Computerhersteller wird bis zum Herbst 2014 statt der angekündigten 27.000 nun 29.000 Jobs streichen. Dadurch steigen auch die veranschlagten Kosten für den gesamten Firmenumbau von 3,5 auf 3,7 Mrd. Dollar. Im vergangenen Geschäftsquartal schrieb HP einen Verlust von unterm Strich 8,9 Mrd. Dollar.

Schwächster Wert im Dow Jones waren unterdessen Boeing mit einem Minus von 2,52 Prozent auf 71,03 Dollar. Knapp davor notierten Intel, die sich um 2,40 Prozent auf 23,62 Dollar verbilligten. Die Aktien des Chipherstellers knüpften damit an die Verluste vom Freitag an, als sie über drei Prozent nachgegeben hatten. Der Konzern hatte zuvor seine Prognosen für den Umsatz und die Bruttomarge im laufenden Jahr zurückgezogen.