, boerse-express

Und dann wär' der Gewinn wieder weg....

Im Schweizer Handel sorgte heute eine Studie der UBS für Aufsehen. Die Analysten spielen durch, was ein Bruch des von der Schweizerischen Nationalbank im vergangenen September eingeführten Euro-Mindestkurses für die Aktien bedeuten könnte, verweisen aber darauf, dass sie im Prinzip nicht davon ausgehen (Details unter: http://bit.ly/LPKaAm )

Auch im jüngsten UBS-Report zur Erste Group ist die Euro-Franken-Bindung ein Thema. Denn mit Blick auf Ungarn gelten eine Einigung mit dem IWF und ein Aufrechterhalten der Franken-Bindung an den Euro als die grössten Risikofaktoren. Fände die Bindung trotz gegensätzlicher Beteuerungen der SNB doch ein Ende, könnte das für die ungarischen Banken nochmal teuer werden, da der Franken gegenüber Forint (und allen anderen Währungen) voraussichtlich stark aufwerten würde. Die Auswirkungen bzw. die zusätzlichen Risikovorsorgen könnten bei der OTP, der grössten ungarischen Bank, den gesamten erwarteten Jahresgewinn 2012 ausradieren, bei der Erste Group immerhin noch ein Viertel, rechnen die UBS-Analysten vor.

Nicht dass die Schweizer Notenbank jetzt eine Auflösung der Bindung auf der Agenda hätte, die SNB wird nicht müde, das Gegenteil zu beteuern.

Aber das haben Szenario-Rechnungen nun mal so an sich. Die Herren Rogers oder Soros lassen sich in ihren Ausblicken für Europa ja auch nicht von Beteuerungen aus der Eurozone irritieren, wonach Griechenland in der Währungsunion bleibt und der Kontinent gestärkt aus der Krise gehen wird...

Relevante Links: Erste Group Bank AG