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Gillinger: ATX - das ist heute zu beachten: SBO und Strabag ziehen davon

Diesmal ist der Montag noch am wenigsten interessant. Daher gleich zum Wochenausblick - siehe auch http://www.boerse-express.com/pages/1214698.

Denn nach dem EU-Schuldengipfel ist vor dem EU-Schuldengipfel. Solange die Beschlüsse nicht jeweils in nationales Recht umgesetzt sind – sofern notwendig -, solange werden die Märkte immer wieder auf die Eurozone 'hinpecken'. Als Nummer zwei der Ereignisbringer eignet sich auch diese Woche der Unternehmensbereich nicht, bis zur Berichtssaison dauert es noch. Aus Österreich kommen vor allem schiefe Geschäftsjahre wie von Bene, EVN und Wolford. International sind einzig Inditex und FedEx erwähnenswert. Zu hoffen bleibt nur, dass nicht Gewinnwarnung überhand nehmen, nachdem Texas Instruments und DuPont wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und den USA ihre bisherigen Jahresziele kräftig reduzierten.

Bleiben also Konjunkturdaten: Aufmerksamkeit wird sicher den US-Einzelhandelsumsätzen am Dienstag zuteil. Angesichts des starken Umsatzwachstums am "Black Friday", wird mancherorts wohl auf eine positive Überraschung spekuliert. Nach Angaben von ShopperTrak verbuchte der US-Einzelhandel am Tag nach Thanksgiving Rekordeinnahmen von 11,4 Milliarden Dollar. Weitere Hinweise auf den Zustand der weltgrössten Volkswirtschaft liefern die Stimmungsindikatoren der Notenbanken von New York (Empire State) und Philadelphia (Philly Fed) am Donnerstag. Es werden jeweils Wert oberhalb der Nulllinie erwartet, und damit Wachstum. --new_page-- Umgekehrt läuft es in Europa, hier sind die Weichen auf abwärts gestellt. Wir haben etwa den deutschen ZEW-Index am Dienstag, der zuletzt neun Rückgange en suite aufwies. Von den PMIs Europas ist nichts anderes zu erwarten – allesamt unter Kontraktionsniveau.

Dienstag nach (unserem) Börseschluss gibt’s die Sitzung der Fed. Es ist dies auch die letzte für dieses Jahr. Ab der nächsten Sitzung wurden dann auch bereits die hartnäckigsten Falken gegen Tauben im stimmberechtigten Zinsausschuss ausgetauscht – diesmal dürfte also nichts passieren. Das wahrscheinlich auch in der Schweiz, trotz immer stärker werdender Gerüchte, dass die SNB das Zielband für den Franken gegen den Euro anheben könnte.

Zum ATX: Die bisherigen YTD-Wochensieger waren: Raiffeisen mit 1nem Wochensieg, Andritz hielt bei 2, Wienerberger und VIG je 3, conwert hat 4, Der Verbund kam auf 6 Punkte, Zumtobel 9. Strabag machte letzte Woche die 18 und hält nun bei 19, und hat nun bereits die zweite Woche mit SBO einen Börse-Kollegen auf Augenhöhe, wenigstens im Plus. Dahinter bleibt Andritz. Am anderen Ende der Tabelle nichts Neues: Die Erste Group hält weiter die rote Laterne in Händen, davor bleibt Raiffeisen, RHI wurde aber von Wienerberger aus den Flop-3 verdrängt.

zu den Terminen der Woche --new_page-- Montag, 12. Dezember Unternehmen Österreich Bene Q3 Konjunktur Europa Österreich WIFO BIP-Q3 Folgeschätzung Konjunktur USA --new_page-- Dienstag, 13. Dezember Unternehmen Österreich Flughafen Wien Verkehrszahlen Nov. Konjunktur Europa Frankreich VPI November Grossbritannien VPI November Deutschland ZEW-Index Dezember Euroland ZEW-Index Dezember Konjunktur USA EH-Umsatz November Fed Zinsentscheid --new_page-- Mittwoch, 14. Dezember Unternehmen Europa Inditex Konjunktur Europa Norwegen Zinsentscheid Spanien VPI November Euroraum Industrieproduktion Oktober Konjunktur USA --new_page-- Donnerstag, 15. Dezember Unternehmen Österreich EVN Q4 Burgenland Holding Q4 Unternehmen USA FedEx Konjunktur Europa Frankreich PMI Verarbeitendes Gewerbe Dezember Frankreich PMI Dienstleistungen Dezember Deutschland PMI Verarbeitendes Gewerbe Dezember Deutschland PMI Dienstleistungen Dezember Euroland PMI Verarbeitendes Gewerbe Dezember Euroland PMI Dienstleistungen Dezember Österreich VPI November Italien VPI November Euroraum VPI November Schweiz Zinsentscheid BoE Inflationsausblick Grossbritannien EH-Umsatz November Konjunktur USA Empire State Index Dezember Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe per 10. Dezember Registrierte Arbeitslose per 3. Dezember Industrieproduktion November Kapazitätsauslastung November Philly Fed-Index Dezember Konjunktur Sonstige China HSBC Flash PMI Verarbeitendes Gewerbe Dezember --new_page-- Freitag, 16. Dezember Unternehmen Österreich Wolford Q2 ATX-Verfallstag: 2839,57 waren es im Vorjahr Konjunktur Europa EU-25 Kfz-Neuzulassungen Konjunktur USA VPI November

--new_page-- Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent. --new_page-- 8. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,42. 14. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,62. 21. Februar Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,53 Gewinn über beide Positionen 0,7 Prozent 15. März Kauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,60 16. März Verkauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,93 - Gewinn 7,2 Prozent. 6. April Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 6,62. 23.5 Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 5,38 - Verlust 18,73 Prozent. 21. November Kauf ATX WAVE XXL Put (DE000DE7VTL8 ) zu 8,12 22. November Verkauf ATX WAVE XXL Put (DE000DE7VTL8 ) zu 9,29 - Gewinn 14,41 Prozent.

--new_page-- Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben. --new_page-- Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.

Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).

Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.

Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.