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SWISS halbiert Verlust im dritten Quartal
Die Restrukturierung Foundation for Winning verläuft nach Plan. SWISS
in Europe, das neue Geschäftsmodell für Europa, wird vom Markt
positiv aufgenommen und trägt bereits zu einer besseren Auslastung
der Europaflüge bei. Der Beitritt zur Allianz oneworld wird mit
Hoch-druck vorangetrieben. Er wird Ende März 2004 vollzogen sein.
SWISS erfreut sich weiterhin einer hohen Beliebtheit, wie der Gewinn
des World Travel Award in New York und damit die Auszeichnung als
beste europäische Airline zeigt.
Im dritten Quartal transportierte SWISS im Linienverkehr 2.92 Mio.
Passagiere und erzielte einen Umsatz von CHF 856 Mio. Für die ersten
neun Monate 2003 lag der Umsatz damit bei CHF 2 571 Mio. Die
durchschnittliche Sitzauslastung lag im dritten Quartal bei 77.6 %
und damit leicht über den 77.3 % aus dem Vorjahresquartal. Der
Netto-Durchschnittsertrag pro Passagierkilometer lag im dritten
Quartal 2003 bei 11.7 Rappen, ein Minus von 10.7% gegen-über den 13.1
Rappen im Vorjahresquartal. Neben dem branchenweit beobachtbaren
Er-tragszerfall und der noch nicht vollständigen Erholung der Märkte
nach SARS und Irakkrieg, wirkten sich auch währungsseitige
Entwicklungen negativ aus. Sie sind für 3.4% des Yield-Rückgangs
verantwortlich. Das Cargogeschäft erzielte im dritten Quartal einen
gegenüber dem zweiten Quartal um knapp 8 Prozent tieferen Umsatz von
CHF 120 Mio - ein respekta-bles Ergebnis bei einer vor allem
SARS-bedingten Verringerung der Frachtkapazitäten von ebenfalls 8%.
Das Chartergeschäft entwickelte sich mit einem Umsatz von CHF 51 Mio.
im dritten Quartal gut und erreichte für die ersten neun Monate einen
Umsatz von CHF 108 Mio.
Operativer EBIT im dritten Quartal 2003 bei minus CHF 62 Mio.
Der EBIT vor Restrukturierungskosten konnte im dritten Quartal 2003
auf minus CHF 62 Mio. verbessert werden. SWISS weist für die ersten
neun Monate 2003 ein Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten
(EBIT) von minus CHF 408 Mio. aus.
Für die spezifisch aus dem Restrukturierungsprogramm Foundation for
Winning anfallenden Kosten wurden Rückstellungen im Umfang von CHF
205 Mio. gebildet. Die Rückstellungen dienen zur Deckung der Kosten
aus dem Sozialplan und aus Frühpensionierungen sowie der Kosten aus
der Schliessung von Auslandvertretungen und aus dem vorzeitigen
Ausscheiden von Flugzeugen aus der Flotte.
Das Finanzergebnis entwickelte sich kostenseitig vor allem aufgrund
des tiefen US-Dollars weiterhin positiv. Nach der Berücksichtigung
des Finanzergebnisses, der Ertragssteuern sowie konzernbedingter
Posten weist SWISS damit für die ersten neun Monate 2003, per Ende
September, einen Nettoverlust nach Restrukturierungskosten in der
Höhe von CHF 609 Mio. aus.
Entwicklung der Liquidität
Die konsolidierte Bilanz wies per Ende September einen
Liquiditätsbestand (flüssige Mittel plus Festgeldanlagen) in der Höhe
von CHF 654 Mio. aus. Davon waren CHF 614 Mio. flüs-sige Mittel und
CHF 40 Mio. Festgeldanlagen. Die Liquidität nahm damit im Vergleich
zum Bestand per Ende Juni um CHF 157 Mio. ab, nachdem sich der Cash
Flow im zweiten Quartal (CHF -102 Mio.) gegenüber dem ersten Quartal
(CHF -343 Mio.) verbessert hatte. Es muss an dieser Stelle angemerkt
werden, dass SWISS im zweiten Quartal CHF 70 Mio. für eine bereits
erfolgte Anzahlung an Embraer zurückerhalten hat. Diese Rückzahlung
ist im Zusammenhang mit der Reduktion von Flugzeugbestellungen
erfolgt.
Der Wert des Flugzeugparks liegt bei CHF 2 106 Mio. und ist damit
gegenüber dem per En-de Juni ausgewiesen Wert um CHF 56 Mio.
gestiegen. Einziger Zugang war der zweite Air-bus A340 im September.
Die Position Immobilien, Mobilien und Einrichtungen bewegte sich mit
dem gegenüber Ende Juni um CHF 7 Mio. tieferen Wert im Rahmen
normaler Abschrei-bungen. Die Anlageintensität betrug per Ende
September rund 64%.
Losgelöst von der vom operativen Geschäftsverlauf geprägten
Entwicklung der Liquidität ist SWISS daran, einen zusätzlichen
Liquiditätspuffer zur Abfederung von unvorhergesehenen Ereignissen zu
beschaffen. SWISS führt darum intensive Verhandlungen mit den
Schweizer Grossbanken und mit internationalen Finanzinstituten.
Eigenkapital von CHF 1 084 Mio.
Das Eigenkapital beträgt nach Verbuchung des Verlustes für die ersten
neun Monate 2003 CHF 1 084 Mio. Die Eigenkapitalquote belief sich
damit per Ende September auf 25.7%.
Der Airline-Markt: Verfassung und Entwicklung des globalen Umfeldes
Nach einem äusserst turbulenten und depressiven Marktumfeld im ersten
Halbjahr 2003, hat sich die Nachfrageentwicklung im dritten Quartal
2003 weltweit stabilisiert. Seit Mitte Juni rapportieren die
europäischen Airlines, gemäss Statistik der AEA (Association of
European Airlines), für die meisten Regionen - mit Ausnahme des
Fernen Ostens - ein im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigertes
Verkehrsaufkommen. Mitte Oktober fanden auch die Märkte im Fernen
Osten zu einem realen Wachstum zurück. Auch IATA (International Air
Transport Association) zeigt in ihrem neuesten Bericht eine Erholung
der weltweiten Nachfrage nach Flugdienstleistungen. Die
Branchenprognosen weisen aber in Richtung eines weiter anstei-genden
Drucks auf die Durchschnittserträge im Fluggeschäft.
Nachhaltige Restrukturierung als Fundament für die Zukunft
Mit Foundation for Winning verschrieb sich das SWISS Management ein
einschneidendes Restrukturierungsprogramm, dessen Umsetzung seit dem
Frühsommer mit aller Konsequenz verfolgt wird. Dieses Programm zur
Herstellung einer nachhaltigen Profitabilität hat drei Standbeine:
(1) die Annullation der grössten Verlustbringer im Streckennetz, (2)
die Senkung der Kosten, sowohl in der Operation wie auch in der
Verwaltung und (3) der Einführung von SWISS in Europe, dem neuen
Geschäftsmodell für Europa. Foundation for Winning sieht die
Reduzierung der jährlichen Kosten um CHF 1.6 Mia. vor. Davon sind CHF
600 Mio. eigentli-che Einsparungen und 1 Milliarde ist auf
Volumeneffekte zurückzuführen.
Mit dem Wechsel zum Winterflugplan ist die Konsolidierung im
Streckennetz schon fast im vollen Umfang realisiert. Die überzählig
werdenden Flugzeuge konnten zu einem Grossteil platziert werden. Von
ursprünglich 25 Embraer 145 konnten die elf überzähligen Maschinen
alle mit langfristigen Mietverträgen platziert werden. Von 16
überzähligen Saab 2000 sind ebenfalls bereits acht Maschinen
vermietet. Für zwei Maschinen besteht ein Vorvertrag. Für die
restlichen sechs Saab 2000 wird weiter nach Lösungen gesucht. Damit
ist ein wichtiger und schwieriger Schritt auf dem Weg zur
erfolgreichen Restrukturierung gemacht. Die zur Senkung der Kosten
mit den Lieferanten geführten Neuverhandlungen sind teilweise bereits
erfolgreich abgeschlossen oder befinden sich auf gutem Weg. Von 3 000
abzubauenden Stellen waren Ende Oktober 2 500 identifiziert. Daraus
resultierten rund 2 000 Kündigungen. 500 Stellen werden mit
Frühpensionierungen, Teilzeitmodellen und natürlicher Fluktuation
abgebaut. Die restlichen abzubauenden Positionen werden gegenwärtig
identifiziert. Der Grossteil des entlassenen Personals wird die Firma
im Laufe des vierten Quartals verlassen. SWISS in Europe, das neue
Geschäftsmodell für Europa, wurde Ende August eingeführt und vom
Markt positiv aufgenommen. Die Buchungszahlen sehen vielversprechend
aus.
SWISS wird Mitglied der Allianz oneworld
Am Dienstag, 23. September 2003 hat Swiss International Air Lines AG
die formelle Einla-dung der oneworld angenommen. Damit wird für SWISS
der Weg frei zur Mitgliedschaft in dieser weltumspannenden Allianz
führender Fluggesellschaften. Als neuntes Mitglied ergänzt SWISS
oneworld, der die international renommierten Fluggesellschaften
American Airlines, British Airways, Qantas, Cathay Pacific, Iberia,
LanChile, Finnair und Aer Lingus angehören. Als vollwertiger
oneworld-Partner kann SWISS die mit einigen oneworld-Mitgliedern
bereits bestehende Zusammenarbeit erweitern und auf die gesamte
Allianz ausdehnen. SWISS und British Airways haben überdies ein
bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die beiden Ge-sellschaften in
eine strategische Allianz führen wird. Die strategische Allianz der
beiden Airlines beinhaltet gemeinsame Codeshare-Flüge, ein
gemeinsames Vielfliegerprogramm sowie eine Garantie von British
Airways über CHF 50 Mio.
Nach der vollständigen Einbindung der SWISS in die oneworld, kommen
die Kunden in den Genuss vieler Vorteile: zuoberst steht sicherlich
der Zugang zum weltumspannenden Strek-kennetz der Allianz. Die
oneworld-Partner bedienen mit täglich 8 600 Flügen mehr als 570
Destinationen in 136 Ländern. In diesem Sinne gewährleistet SWISS als
Schweizer Home Carrier, trotz der Konsolidierung im
Streckenportfolio, nach wie vor die direkte Anbindung der Schweiz an
die wichtigsten Geschäftszentren und Tourismusdestinationen direkt ab
Zürich, Basel und Genf oder mit einer Partner-Airline via einen der
oneworld-Hubs.
Mit der Zugehörigkeit zu oneworld wird der SWISS Flugplan soweit
möglich auf die Flugplä-ne der Allianzpartner abgestimmt. In
Verbindung mit einer weitgehenden Koordination der Gate-Standorte
innerhalb der Flughafen-Terminals, ermöglicht dies den Passagieren
ein müheloses und entspannteres Reisen. SWISS-Kunden können auf allen
oneworld-Flügen Meilen sammeln und einlösen. Das Vielfliegerprogramm
der SWISS, der Swiss TravelClub, wird schrittweise in den Executive
Club von British Airways integriert. Bei SWISS erworbene Meilen
behalten ihre Gültigkeit. In absehbarer Zeit erhalten SWISS-Reisende
auch Zutritt zu den 380 Lounges, welche die oneworld-Mitglieder auf
allen sechs Kontinenten betreiben.
Bevor es Mitte 2004 soweit ist, wird die SWISS auf die enge
Zusammenarbeit mit den one-world-Partnern vorbereitet. Neben
vielerlei Verträgen zur Regelung der Zusammenarbeit geht es dabei vor
allem um die Schulung der SWISS-Mitarbeiter bezüglich
oneworld-spezifischer Produkte und Dienstleistungen.
Auszeichnung zur besten europäischen Airline
Am 13. Oktober wurde SWISS in New York zur besten europäischen
Airline gewählt. SWISS gewann den World Travel Award vor renommierten
Fluggesellschaften wie British Airways, Lufthansa und Air France. Es
war dies bereits die dritte Auszeichnung im laufenden Jahr.
SWISS in Europe
Effizienz in Europa - mit SWISS in Europe. Im Bemühen um ein für
jeden Kunden und Geld-beutel massgeschneidertes Produkt, hat SWISS
dieses neue Geschäftsmodell für Europa entwickelt. Mit dem neuen
Konzept reagiert SWISS auf sich ändernde Kundenbedürfnisse, die sich
vor allem auf kurzen Europa-Flügen mehr und mehr auf den Preis in
Verbindung mit Pünktlichkeit, Flugplan sowie Anschluss- und
Umbuchungsmöglichkeiten konzentrieren.
Das am 28. August eingeführte Konzept SWISS in Europe wurde vom Markt
positiv aufgenommen. Zwar ist die Zeitspanne seit Einführung des
neuen Konzepts zu kurz für eine endgültige Beurteilung seines
Erfolgs, doch die Schlüsselzahlen stimmen mit den Erwartungen
überein: der Yield als durchschnittlicher Ertrag pro
Passagierkilometer (RRPK) fiel im Vergleich mit den Zahlen aus der
Vorjahresperiode sowohl im September als auch im Oktober um rund 12%.
Demgegenüber verbesserte sich der Sitzladefaktor (SLF) im Vergleich
mit der Vorjahresperiode um 6.4% im September und um 17.3% im
Oktober. Dank der deutlich besseren Auslastung übertraf der Ertrag
pro angebotenem Sitzkilometer (RASK) die Erwartungen. Im September
lag der RASK zwar noch 6.5% unter dem Vorjahreswert, doch bereits für
Oktober gehen die Schätzungen von einem gegenüber dem Vorjahr
gesteigerten RASK aus. Dieser Effekt trifft ein aufgrund der
Überkompensation des Yield-Rückgangs durch den damit gewonnen
Volumenzuwachs. Dieser Effekt war erst für das Jahr 2004 erwartet
worden.
SWISS in Europe bringt den Kunden zahlreiche Neuerungen:
Neues Tarifsystem: Mit SWISS in Europe können alle Destinationen in
Europa zu attraktiven Preisen erreicht werden. Die permanent tiefen
Preise sind in Swiss Economy und in Swiss Business erhältlich.
Ausserdem wird die Preistransparenz erhöht, da der Ticketpreis von
der Nachfrage bestimmt wird, d.h. wer früher bucht oder bezüglich
Datum oder Flugzeit flexibel ist, hat den besseren Tarif. Die
Flexibilität wird erhöht, da die Möglichkeit besteht, die beiden
Teilstrecken in verschiedenen Klassen zu buchen. Ein
benutzerfreundliches Internetportal erlaubt es dem Passagier, die
Reise im Baukastensystem selbst zusammenzustellen und dabei stets von
den besten Preisen zu profitieren. Es ist auch nach wie vor möglich,
SWISS Tickets via Reisebüros, SWISS Call-Centers und SWISS Reisebüros
zu beziehen.
Bordservice: In der Business Class bietet SWISS das bewährte
Premiumprodukt mit Lounge-Zugang, einem breiten Zeitungsangebot und
dem gepflegten kulinarischen Erlebnis an Bord. In der Economy Class
kann der Passagier selbst bestimmen, wie er sich verpflegen möchte.
Auf Wunsch und gegen Bezahlung erhält er Getränke und kleinere oder
grössere Speisen.
Weitere Vorteile von SWISS in Europe: SWISS Passagiere, zu welchen
Tarifen sie auch unterwegs sein mögen, kommen in jedem Fall in den
Genuss der Vorzüge, die ein Netzwerk-Carrier zu bieten hat: Mit den
Allianzpartnern abgestimmte Flugpläne, zentrale Zielflughäfen, höhere
Anzahl von Frequenzen, Meilenprogramme - um nur die Wichtigsten zu
nennen.
SWISS im Interkontinentalverkehr
Auf Interkontinentalflügen wird SWISS Passagieren die gewohnt
gepflegte Restauration an-geboten - auch in Swiss Economy. Mit der
Einführung der neuen Langstreckenmaschine vom Typ Airbus A340
erwartet den Reisenden in allen Klassen ein Produkt, das auch
höch-sten Ansprüchen gerecht wird. SWISS betreibt bereits drei
Maschinen dieses neuen Flagg-schiffs und erwartet bis Ende Jahr die
Auslieferung der Nummern vier bis sieben.
Ein vollständig überarbeitetes Designkonzept sorgt für ein angenehmes
Raumgefühl. Mit dieser Investition in die Zukunft kann die SWISS
künftig auch auf den ultralangen Flügen wieder ein modernes Produkt
anbieten, das den Bedürfnissen der Kunden optimal entge-genkommt. In
der Swiss First wurde der Sitz nochmals überarbeitet, so dass er nun
in ein komplett flaches Bett von 203 cm Länge verwandelt werden kann.
In der Swiss Business erlauben der grosszügige Sitzabstand von 152 cm
und die neuen Liegesitze (lie-flat-seats) ein entspanntes Reisen. Die
neue Swiss Economy bietet gute Qualität bei einem fairen
Preis-/Leistungsverhältnis. Passagiere der Swiss Economy finden z. B.
die grössten indivi-duellen Bildschirme (rund 24 cm Bilddiagonale)
der gesamten Airline-Branche und dies bei einem auf 81 cm
vergrösserten Sitzabstand.
Harmonisierung und Modernisierung der Flotte
Ein weiteres Element auf dem Weg zu tieferen Kostenstrukturen ist die
Harmonisierung der Flugzeugflotte. Diese ermöglicht
Produktivitätsgewinne im Betrieb und erschliesst Synergie-potentiale
im Bereich Ausbildung sowie im Unterhalt. Mit dem angelaufenen Ersatz
der Boeing MD-11 durch moderne Airbus A340 wird bereits ein
historischer Schritt in diese Rich-tung gemacht, hat doch nach dieser
Umflottung die gesamte Langstreckenflotte der SWISS (A330/A340) ein
bis auf wenige Details identisches Cockpit. Dies ermöglicht die
Einführung des sogenannten mixed fleet flying auch auf der
Langstrecke. Dies erlaubt es einem Piloten, sowohl den einen wie auch
den anderen Flugzeugtyp zu fliegen je nach Einsatzplan. Die
realisierbaren Synergien sind von beträchtlichem Ausmass und die
Investitionen damit auch betriebswirtschaftlich gerechtfertigt.
Neue Organisationsstruktur
Der Verwaltungsrat hat an seiner Sitzung vom 17. November 2003 dem
Vorschlag der Ge-schäftsleitung für eine neue Organisationsstruktur
zugestimmt.
Die Reduktion des gesamten Flugangebotes von SWISS um einen guten
Drittel hat den Ab-bau von insgesamt 3 000 Arbeitsplätzen zur Folge.
Als logischer Schritt erfolgt nun die An-passung der Führungsprozesse
und die Restrukturierung des Managements.
Die neue Organisation behält die bisherige Geschäftsleitung bestehend
aus dem Direktor und Vorsitzenden der Geschäftsleitung (CEO) sowie
den drei Direktoren Kommerzielles (Managing Director Commerce CCO),
Operation (Managing Director Operations COO) sowie Finanzen (Managing
Director Finance CFO) bei. Die Anzahl Führungsstufen bleibt bestehen.
Verschiedene Bereiche werden umgruppiert oder zusammengefasst und
neuen Divisionen unterstellt: So werden beispielsweise die beiden
Pilotenkorps künftig von einer Person ge-führt, dem Leiter Fleet and
Cockpit (Vice President). Dieser rapportiert direkt dem Chief
Operations Officer (COO) Manfred Brennwald.
Der bisherige EVP (Executive Vice President) Flight Operations Thomas
Brandt wird neue Aufgaben im Management der SWISS übernehmen.
Die neue Organisation wird insgesamt 330 Arbeitsplätze einsparen.
Zusammen mit den per Ende Oktober identifizierten 2 500 Stellen und
rund 170 sich gegenwärtig in der Evaluation befindlichen Stellen wird
die ursprüngliche Zahl von 3 000 abgebauten Arbeitsplätzen erreicht.
Die Einführung der neuen Organisation erfolgt stufenweise.
Swiss International Air Lines (Konzern), Basel
Konsolidierte Erfolgsrechnung 1. - 3. Quartal, ungeprüft
1. - 3.
1. - 3. Quartal Quartal
in Mio. CHF 2003 2002
Erträge aus Linienverkehr 2 571 2 678
Erträge aus Fracht 380 281
Erträge aus Charter 108 141
Übrige Erträge 39 34
Total Umsatz 3 098 3 134
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen 0 5
Übrige betriebliche Erträge 76 74
Betriebsertrag 3 174 3 213
Materialaufwand -994 -910
Dienstleistungsaufwand -1 124 -1 283
Personalaufwand -791 -703
Abschreibungen und Amortisationen -180 -214
Verlust aus Verkauf von Anlagevermögen -12 0
Übrige betriebliche Aufwendungen -481 -651
Betriebsergebnis (EBIT) vor
Restrukturierungskosten -408 -548
Restrukturierungskosten -205 0
Betriebsergebnis (EBIT) nach
Restrukturierungskosten -613 -548
Beteiligungsergebnis von assoziierten
Unternehmen 1 2
Verlust aus Veräusserung einer
Tochtergesellschaft 0 0
Finanzaufwand -36 -58
Finanzertrag 43 24
Verlust vor Steuern (EBT) -605 -580
Ertragssteuern -3 -1
Verlust nach Steuern -608 -581
Minderheitsanteile am Ergebnis -1 -1
Verlust in der Berichtsperiode -609 -582
in CHF
Ergebnis je Aktie (EPS) -11.58 -11.42
Vorjahresvergleich: Die Ertragszahlen für die ersten neun Monate des
Vorjahres sind nur beschränkt vergleichbar, da SWISS den
interkontinentalen Flugbetrieb erst im 2. Quartal 2002 aufnahm. Die
Airbus A320-Flotte, zur Erweiterung des Europabetriebes im ersten
Quartal 2002, wurde im Wet-Lease Verfahren, inklusive Personal, von
der Swissair eingemietet. Daher sind auch die Kostenstrukturen im
Vorjahresvergleich nur bedingt vergleichbar.
Swiss International Air Lines (Konzern), Basel Konsolidierte
Erfolgsrechnung 3. Quartal, ungeprüft
3. Quartal 3. Quartal
in Mio. CHF 2003 2002
Erträge aus Linienverkehr 856 1 158
Erträge aus Fracht 120 134
Erträge aus Charter 51 75
Übrige Erträge 17 13
Total Umsatz 1 044 1 380
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen 0 5
Übrige betriebliche Erträge 32 21
Betriebsertrag 1 076 1 406
Materialaufwand -326 -404
Dienstleistungsaufwand -357 -522
Personalaufwand -246 -274
Abschreibungen und Amortisationen -64 -121
Verlust aus Verkauf von Anlagevermögen 0 0
Übrige betriebliche Aufwendungen -145 -200
Betriebsergebnis (EBIT) vor
Restrukturierungskosten -62 -115
Restrukturierungskosten -205 0
Betriebsergebnis (EBIT) nach
Restrukturierungskosten -267 -115
Beteiligungsergebnis von assoziierten
Unternehmen 0 1
Verlust aus Veräusserung einer
Tochtergesellschaft 0 0
Finanzaufwand -11 -21
Finanzertrag 4 2
Verlust vor Steuern (EBT) -274 -133
Ertragssteuern -1 -1
Verlust nach Steuern -275 -134
Minderheitsanteile am Ergebnis -1 -1
Verlust in der Berichtsperiode -276 -135
Swiss International Air Lines (Konzern), Basel Konsolidierte
Erfolgsrechnung 3. Quartal, ungeprüft
30. September 31. Dezember
in Mio. CHF 2003 2002
Flüssige Mittel 614 1 128
Festgeldanlagen (3-12 Monate) 40 60
Handelbare Wertpapiere 1 68
Derivative Finanzinstrumente 89 74
Forderungen aus Leistungen 458 522
Übrige Forderungen 265 161
Vorräte 35 40
Aktive Rechnungsabgrenzungen 20 52
Umlaufvermögen 1 522 2 105
Flugzeugflotte 2 106 2 066
Immobilien, Mobilien und Einrichtungen 295 266
Immaterielle Anlagen 18 14
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7 8
Darlehen, übrige Finanzanlagen und 273 209
latente Steueraktiven
Anlagevermögen 2 699 2 563
Total Aktiven 4 221 4 668
Verbindlichkeiten aus Leistungen 257 411
Laufende Steuerverbindlichkeiten 0 1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 306 163
Derivative Finanzinstrumente 56 35
Übrige Verbindlichkeiten 95 89
Nicht abgeflogene Transportdokumente 510 450
Passive Rechnungsabgrenzungen 490 500
Kurzfristiges Fremdkapital 1 714 1 649
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 833 939
Personalvorsorgeverpflichtungen 38 42
Rückstellungen 545 322
Langfristiges Fremdkapital 1 416 1 303
Total Fremdkapital 3 130 2 952
Minderheitsanteile 7 7
Aktienkapital 1 683 2 627
Kapitalreserven (Agio) 0 338
Eigene Aktien 0 0
Reserven -599 -1 256
Total Eigenkapital 1 084 1 709
Total Passiven 4 221 4 668
Die Medienmitteilung inkl. Tabellen ist auf folgendem Link als PDF
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