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Stabel: Morning News: Irland, Fed-Minutes, Chinas Wirtschaft, Sonder-EU-Gipfel, L'Oreal, Gerresheimer, Electronic Arts, Telefonica, Youbisheng Green Paper AG

Irland hat mit Enttäuschung und Unverständnis auf die Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit auf "Ramschniveau" durch die Ratingagentur Moody`s reagiert. Die Entscheidung sei eine "enttäuschende Entwicklung" und stehe im Gegensatz zu den Einschätzungen anderer Agenturen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums dem irischen Sender RTE am Dienstagabend. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Dienstag das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 21. und 22. Juni 2011 veröffentlicht. Angesichts der anhaltenden Nullzinspolitik war keine Leitzinsentscheidung erfolgt. Zudem wurde das planmäßige Ende des zweiten Programms der Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing 2) per Ende Juni bekräftigt. Außerdem wurden die BIP-Prognose gesenkt und die Inflationserwartungen erhöht. Wie aus den Protokollen hervorgeht, wurde entschieden, wie die lockere Geldpolitik beendet werden soll. Ein Zeitpunkt wurde indes nicht bekannt gegeben. Eine Minderheit der Ausschussmitglieder ist allerdings der Ansicht, dass anstatt einer Beendigung der lockeren Geldpolitik eine Ausweitung der Stützungsmaßnahmen sinnvoll sei. Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2011 um 9,5 Prozent gewachsen, wie das Nationale Statistikbüro am Mittwoch in Peking mitteilte. Im Vorquartal war die Wirtschaftsleistung geringfügig stärker um 9,7 Prozent gewachsen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht einen möglichen Sonder-EU-Gipfel zur Währungskrise vor allem als zusätzliches psychologisches Signal zur Beruhigung der Märkte. "In der Sache" hätten die EU-Finanzminister am Montag "die notwendigen Weichenstellungen getroffen", sagte Schäuble am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Jetzt ist die Frage, ob die Märkte das Signal akzeptieren. Wenn nicht, dann mag es sein, dass die Staats- und Regierungschefs noch einmal durch ihre persönliche Zusammenkunft ein zusätzliches psychologisches Signal senden müssen." --new_page-- Konsum Der weltgrößte Kosmetikkonzern L'Oreal ist im ersten Halbjahr gewachsen. Der Umsatz habe um 5 Prozent auf 10,15 Milliarden Euro zugelegt, teilte der französische Konzern am Dienstag nach Börsenschluss in Paris mit. Ausschlaggebend war ein starkes erstes Quartal. In den Monaten März bis Juni wuchs L'Oreal nur um 0,9 Prozent auf 4,99 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 5,07 Milliarden Euro Umsatz gerechnet. --new_page-- Pharma Beim Hersteller von Spezialverpackungen und Medizintechnik Gerresheimer rechnen Experten im zweiten Quartal wegen zahlreicher Sondereffekte mit schwachen Ergebnissen. Die neun von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten erwarten für das zweite Quartal im Schnitt ein leichtes Umsatzplus von 3,7 Prozent auf 278,8 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte mit 53,2 Millionen Euro hingegen um 5,5 Prozent sinken. --new_page-- Technologie Electronic Arts stößt tiefer in die Welt der Online-Spiele vor. Die Kalifornier kaufen PopCap Games, den Hersteller von Titeln wie "Plants vs. Zombies", "Bejeweled" oder "Zuma". Electronic Arts lässt sich die Übernahme bis zu 1,3 Milliarden Dollar (900 Millionen Euro) kosten. Konzernchef John Riccitiello sprach am späten Dienstag (Ortszeit) von einer "unwiderstehlichen Kombination". --new_page-- Telekom Der spanische Telekom-Konzern Telefónica hat den Automobilkonzern Daimler als neuen Kunden für das Mobilfunk- und Internetgeschäft in Deutschland gewonnen, heißt es. Der Vertrag hat dem Vernehmen nach ein Volumen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags und stammt von der Deutschen Telekom. --new_page-- Transport +Logistik Der Börsengang des Kartonherstellers Youbisheng Green Paper AG ist nur auf verhaltene Resonanz gestoßen. Youbisheng und die begleitenden Konsortialbank BankM hätten sich nun entschieden, den Börsengang als sogenannten "Safe IPO" durchzuführen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Rahmen dessen wurden 217.705 auf den Inhaber lautende Stammaktien zu je 6,50 Euro platziert.