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Die wichtigsten Kurstrigger im zweiten Halbjahr: Do&Co

Die Verschuldungskrise im Euro-Raum bzw. in den USA ist zwar noch lange nicht gelöst. Die Hoffnung lebt allerdings, dass im zweiten Halbjahr nicht allein diese Makro-Probleme die Kursentwicklung bestimmen, sondern wieder unternehmensspezifische Faktoren in den Fokus der Investoren rücken. Daher werfen wir in einen Blick auf die, laut Analysten, wichtigsten kurstreibenden Ereignisse für Austro-Aktien im zweiten Halbjahr.


Der Airline-Caterer, der auch Events bewirtet, Restaurants und ein Hotel in Wien (und bald auch in der Türkei) betreibt, blickt nicht nur auf das beste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte zurück, sondern hat auch in nächster Zeit einiges auf der Agenda.

Dazu gehören etwa Akquisitionen, für die Do&Co laut Analysten genügend Cash auf der Seite hat (rund 110 Mio. Euro) und sich in Indien, dem Mittleren Osten, Polen und der Ukraine umsieht. Weiters könnten Anleger auf den Zuschlag für das Event Catering der Olympischen Spiele 2012 in London warten. Laut Analysten der Erste Group geht es dabei um ein Umsatzvolumen von 15 Mio. bis 30 Mio. Euro. Auch im Bereich von Airport Lounges und mit den "Henry"-Shops wird expandiert. Dank der starken Cashflow-Generierung und der gesunden Bilanz wird es Do&Co generell zugetraut, im Konsolidierungsprozess am Airline-Catering-Markt eine Rolle zu spielen. Kauft Do&Co für etwa 250 Mio. Euro zu, würde das den Umsatz um 12% bis 13% erhöhen.

Mögliche News könnten laut Erste Group Analyst Duygu Kalfaoglu auch von einem neuen Joint-Venture-Modell mit Etihad Airways kommen. Hier prüft Do&Co einige Alternativen, die der Zusammenarbeit mit Turkish Airlines ähneln sollen.

Mögliche Downside-Triggers sieht UniCredit-Analystin Katharina Kastenberger in steigenden Nahrungsmittelpreisen, grösseren FX-Schwankungen (türkische Lira, USD und Pfund zu Euro), höheren Ölpreisen sowie Pandemien und Aschenwolken, die den Flugverkehr lahmlegen.

Mit dem Zweitlisting in Istanbul hat das Unternehmen die IR-Tätigkeiten verstärkt, so standen zuletzt Investorenkonferenzen in Istanbul und London auf der Agenda. Heute, Donnerstag, findet die Hauptversammlung für das zurückliegende Geschäftsjahr statt (Dividende: 0,35 Euro je Aktie), am 18. August folgen die Zahlen für das erste Quartal 2011/12.

Die Aktie wird mittlerweile von sechs Researchhäusern gecovert, darunter auch türkische Banken. Vier Kaufempfehlungen stehen zwei Hold-Ratings gegenüber. Das höchste Kursziel hat Renaissance Capital mit 41,1 Euro ausgegeben, UniCredit ist mit 36 Euro am konservativsten. Der Durchschnitt liegt bei 38,5 Euro.

Relevante Links: DO & CO AG