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Raiffeisen-Börsenews: Der Börse-Montag war orientierungslos
Die Wiener Börse spielte am Montag keine Rolle im Börsenweltgeschehen. Die Themen des Tages sind altbekannt: Gibt es eine neue Rezession in den USA? Kommt die Wirtschaft "auf die Füsse"? Und schon wieder wandern 12 Milliarden Euro nach Griechenland ...
Die Folgen für den Wiener ATX: Er verlor -0,63% und schloss bei 2747 Punkten. Nur genau drei Werte waren positiv: Schoeller Bleckmann mit +0,83, RHI mit +0,65 und Wienerberger mit +0,3%. Die grössten Verlierer waren EVN mit -2,6, Intercell mit -2,83 und Raiffeisen Bank International mit -3,31%.
Die Investorensuche für die insolvente A-Tec schreitet rasch voran. Am 15. 6. will A-Tec-Chef Mirko Kovats die Karten auf den Tisch legen und alle Investoren, die auf der endgültigen Shortlist stehen, präsentieren, erfuhr das WirtschaftsBlatt aus mit der Situation vertrauten Kreisen. "Bestenfalls könnte Kovats auch schon mit einer Offerte aufwarten", sagte einer der Insider. Vergangene Woche wurden den Finanzpartnern vorerst zwei Interessenten präsentiert, die in der Phase der Due Diligence sind, Kovats habe noch zwei weitere Kandidaten in petto.
RCB-Analyst Johannes Mattner bringt die Vorschau auf die KW 23. An der Datenfront wird es relativ ruhig. In Europa wird die Sitzung der EZB das Highlight werden, Mattner sieht keine Erhöhung des Leitzins, auch sonst werde es bei den verschiedenen Indikatoren kaum Veränderungen geben.
"Der DAX ist relativ schwach in die Handelswoche gestartet", berichtet Cornelia Frey vom Parkett. "Und: Man macht sich Sorgen, dass das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft schon wieder beendet ist." So verlor der DAX seine 7100 Punkte und schloss bei 7084 Punkten mit -0,34%. Beste Werte waren Bayer mit +1,47, Henkel mit +1,29 sowie K+S mit +1,17%. Die grössten Verlierer waren Allianz mit -1,3, Deutsche Bank mit -1,85 und Eon mit -2,22%.
+) Das Bundeskabinett hat am Montag den beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, seit Jahresbeginn haben die Papiere von Eon und RWE gut 18 beziehungsweise knapp 24 Prozent an Wert eingebüsst.
+) Bayer macht Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen Prostatakrebs. Die Arznei Alpharadin habe in einem klinischen Test mit rund 920 Krebs-Patienten positive Ergebnisse gezeigt. In der Studie mit Patienten, bei denen sich der Krebs bereits auf die Knochen ausbreitete, habe eine Behandlung mit dem Präparat das Überleben der Patienten statistisch signifikant verlängert.
+) Ein Hurrikan in den USA könnte Munich Re schlimmer treffen als das Beben in Japan. "Da kalkulieren wir mit maximal etwa drei Milliarden Euro bei den extremsten Szenarien eines Sturms", sagt Vorstand Ludger Arnoldussen. Das Beben in Japan kostet den weltgrössten Rückversicherer nur etwa die Hälfte davon: rund 1,5 Milliarden Euro.
+) Der Motorenspezialist Tognum gehört nun mehrheitlich zu Daimler und Rolls-Royce. Beide Fahrzeughersteller halten mit ihrem gemeinsamen Joint Venture jetzt rund 60 Prozent der Aktien an Tognum. Von der Übernahme erhofft man sich, durch die Kombination der jeweiligen technologischen Stärken und Marktzugänge, zum führenden Anbieter von Komplettsystemen im Bereich Industriemotoren zu werden.
+) Der Finanzinvestor Permira hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 zurückgewiesen. Zunächst soll weiteres Wachstum geschaffen werden, sagt Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser. Auch bei Hugo Boss habe es der Investor "mit einem Verkauf nicht eilig".
+) Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger stellt sich auf einen langen Übernahmepoker um den Rivalen Roth & Rau ein. Nachdem bis zum Donnerstag nur 20 Prozent der Aktionäre ihre Anteilsscheine angedient hatten, hofft Meyer-Burger-Vorstandschef Peter Pauli auf die Nachfrist bis zum 22. Juni.
Eher Wachstumsorgen auch an den anderen europäischen Börsen. Der Euro-Stoxx-50 schloss bei 2756 Punkten mit -0,67%, in London kann dagegen der FTSE 100 +0,14% auf 5863 Zähler zulegen.
Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International AG. Der Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten:
http://www.rbinternational.com/boersenews
Die Raiffeisen-Börsenews liefern Ihnen eine tägliche Zusammenfassung der Ereignisse an der Wiener Börse und an den wichtigsten europäischen Börsenplätzen. Der aktuelle Audio-Beitrag ist täglich nach Börseschluss, spätestens ab 19 Uhr, abrufbar.
Die Folgen für den Wiener ATX: Er verlor -0,63% und schloss bei 2747 Punkten. Nur genau drei Werte waren positiv: Schoeller Bleckmann mit +0,83, RHI mit +0,65 und Wienerberger mit +0,3%. Die grössten Verlierer waren EVN mit -2,6, Intercell mit -2,83 und Raiffeisen Bank International mit -3,31%.
Die Investorensuche für die insolvente A-Tec schreitet rasch voran. Am 15. 6. will A-Tec-Chef Mirko Kovats die Karten auf den Tisch legen und alle Investoren, die auf der endgültigen Shortlist stehen, präsentieren, erfuhr das WirtschaftsBlatt aus mit der Situation vertrauten Kreisen. "Bestenfalls könnte Kovats auch schon mit einer Offerte aufwarten", sagte einer der Insider. Vergangene Woche wurden den Finanzpartnern vorerst zwei Interessenten präsentiert, die in der Phase der Due Diligence sind, Kovats habe noch zwei weitere Kandidaten in petto.
RCB-Analyst Johannes Mattner bringt die Vorschau auf die KW 23. An der Datenfront wird es relativ ruhig. In Europa wird die Sitzung der EZB das Highlight werden, Mattner sieht keine Erhöhung des Leitzins, auch sonst werde es bei den verschiedenen Indikatoren kaum Veränderungen geben.
"Der DAX ist relativ schwach in die Handelswoche gestartet", berichtet Cornelia Frey vom Parkett. "Und: Man macht sich Sorgen, dass das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft schon wieder beendet ist." So verlor der DAX seine 7100 Punkte und schloss bei 7084 Punkten mit -0,34%. Beste Werte waren Bayer mit +1,47, Henkel mit +1,29 sowie K+S mit +1,17%. Die grössten Verlierer waren Allianz mit -1,3, Deutsche Bank mit -1,85 und Eon mit -2,22%.
+) Das Bundeskabinett hat am Montag den beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, seit Jahresbeginn haben die Papiere von Eon und RWE gut 18 beziehungsweise knapp 24 Prozent an Wert eingebüsst.
+) Bayer macht Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen Prostatakrebs. Die Arznei Alpharadin habe in einem klinischen Test mit rund 920 Krebs-Patienten positive Ergebnisse gezeigt. In der Studie mit Patienten, bei denen sich der Krebs bereits auf die Knochen ausbreitete, habe eine Behandlung mit dem Präparat das Überleben der Patienten statistisch signifikant verlängert.
+) Ein Hurrikan in den USA könnte Munich Re schlimmer treffen als das Beben in Japan. "Da kalkulieren wir mit maximal etwa drei Milliarden Euro bei den extremsten Szenarien eines Sturms", sagt Vorstand Ludger Arnoldussen. Das Beben in Japan kostet den weltgrössten Rückversicherer nur etwa die Hälfte davon: rund 1,5 Milliarden Euro.
+) Der Motorenspezialist Tognum gehört nun mehrheitlich zu Daimler und Rolls-Royce. Beide Fahrzeughersteller halten mit ihrem gemeinsamen Joint Venture jetzt rund 60 Prozent der Aktien an Tognum. Von der Übernahme erhofft man sich, durch die Kombination der jeweiligen technologischen Stärken und Marktzugänge, zum führenden Anbieter von Komplettsystemen im Bereich Industriemotoren zu werden.
+) Der Finanzinvestor Permira hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 zurückgewiesen. Zunächst soll weiteres Wachstum geschaffen werden, sagt Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser. Auch bei Hugo Boss habe es der Investor "mit einem Verkauf nicht eilig".
+) Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger stellt sich auf einen langen Übernahmepoker um den Rivalen Roth & Rau ein. Nachdem bis zum Donnerstag nur 20 Prozent der Aktionäre ihre Anteilsscheine angedient hatten, hofft Meyer-Burger-Vorstandschef Peter Pauli auf die Nachfrist bis zum 22. Juni.
Eher Wachstumsorgen auch an den anderen europäischen Börsen. Der Euro-Stoxx-50 schloss bei 2756 Punkten mit -0,67%, in London kann dagegen der FTSE 100 +0,14% auf 5863 Zähler zulegen.
Hinweis: Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International AG. Der Reinhör-Link zu den kompletten Inhalten:
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