, GlobeNewswire
SWISS positioniert sich neu
Die nachhaltige Krise der Airline-Industrie wird zu einer
Konsolidierung in der gesamten Branche führen. Nur die gesunden und
richtig positionierten Unternehmen werden überleben. Die
Geschäftsleitung der SWISS reagiert auf diese Entwicklung mit harten
Massnahmen. SWISS muss Netzwerk und Flotte verkleinern, die Kosten
weiter reduzieren und einen umfangreichen Personalabbau vornehmen.
Der SWISS-Verwaltungsrat ist überzeugt, dass die geplante
Restrukturierung eine wesentliche Bedingung für das Überleben der
SWISS ist.
Premium auf der Langstrecke - günstig und effizient in Europa
Die SWISS führt diesen Herbst ein richtungsweisendes Europa-Konzept
ein, um den Kundenbedürfnissen auf einer konkurrenzfähigen
Kostenbasis gerecht zu werden. Als erste Linienfluggesellschaft
bietet SWISS auf innereuropäischen Strecken sowohl eine Premium
Business Class wie auch eine äusserst preisgünstige Economy Class
an. SWISS will damit ihren Kunden ein optimales und individuelles
Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Der Kunde hat die Wahl und bezahlt
nur noch für die Leistung, die er beziehen will. Bucht er einen Flug
in der Economy Class, wird er in Zukunft für Essen und Trinken
bezahlen. In der Business Class hingegen kann er sich auf den
gewohnten SWISS-Service verlassen.
Dieses neue Europa-Konzept löst sowohl die bisherige Preisstruktur
wie auch zeitlich begrenzte Preisaktionen (Swiss Europe Savers)
innerhalb Europas ab. Alle Flüge innerhalb Europas werden zu
übersichtlichen Preisen mit klaren Leistungen zu buchen sein. Hin-
und Rückflüge können beliebig kombiniert werden (z.B. Economy Class
hin, Business Class zurück), abhängig von Abflugszeiten,
Buchungszeitpunkt und Verfügbarkeit oder den persönlichen Präferenzen
des Kunden. Alle Europa-Flüge werden entweder von SWISS oder von
Swiss Express durchgeführt.
Tiefgreifende Massnahmen vorgesehen
Die im Businessplan ausgearbeiteten Eckwerte sehen eine Reduzierung
der Kosten von total 1,6 Milliarden Franken vor.
Netzwerk und Flotte
Der erste Schritt Richtung Profitabilität führt über eine Anpassung
des Netzwerkes. Eine Fokussierung auf gewinnbringende und
zukunftsträchtige Strecken und Destinationen bildet die Grundlage für
alle weiteren Massnahmen. Das Netzwerk muss daher um bis zu 35
Prozent verkleinert werden. Die Zahl der bedienten Destinationen wird
sich deshalb an allen Schweizer Standorten von SWISS markant
verringern. Über die genaue Zahl und die entsprechenden Destinationen
werden zuerst unsere Partner informiert. Die Schlüsselmärkte bleiben
weiterhin ans Netzwerk angeschlossen.
Diese Reduktion der angeflogenen Destinationen und Frequenzen hat
einen Abbau bei der Flotte auf 74 Flugzeuge (excl. Charter) zur
Folge. Im Langstreckenbereich (MD-11, A340, A330) ist eine Reduktion
auf 18 Flugzeuge geplant, im Mittelstreckenbereich (A320-Familie) auf
21 und im Regionalbereich (Saab, Embraer, Avro) auf 35 Flugzeuge.
Stellenabbau
Die Reduktion von Netzwerk und Flotte machen einen Stellenabbau von
rund 3'000 Stellen unumgänglich. Dies ist ein schmerzlicher Schritt
und SWISS versucht mit den Gewerkschaften möglichst
sozial-partnerschaftliche Lösungen zu erarbeiten. Im Cockpit sind
rund 700, in der Kabine rund 850 und beim Bodenpersonal bis zu 1500
Stellen betroffen.
Nächste Schritte
Die Eckwerte des neuen Businessplans und damit das langfristige
Überleben der SWISS können nur umgesetzt werden, wenn Mitarbeiter,
Gewerkschaften, Lieferanten, Kreditgeber und Behörden an einem Strick
ziehen. Nur mit einem klaren Bekenntnis zur Zukunft der SWISS kann
der notwendige Turnaround geschafft werden. In den nächsten Wochen
müssen deshalb mit allen Beteiligten gangbare Lösungen erarbeitet
werden, die für den Erfolg nötig sind.
Schiedsgerichtsurteil
Das Schiedsgericht schreibt für den Abbau von Piloten ein
proportionales Reissverschlusssystem zwischen den beiden Pilotenkorps
der SWISS vor. Dies bedeutet für SWISS unerschwingliche Kosten und
Aufwendungen sowie unhaltbare operationelle Einschränkungen bis zum
Ablauf des Vertrages mit SWISS PILOTS im Jahre 2005.
Die Umsetzung des neuen Businessplanes und damit das Überleben des
Unternehmens sind durch diese Situation gefährdet.
Der Verwaltungsrat von SWISS hat deshalb entschieden, umgehend mit
allen Gewerkschaften Verhandlungen über die Gesamtarbeitsverträge
aufzunehmen. Soll das ehrgeizige Ziel des neuen Businessplanes
erreicht werden, benötigt es Zugeständnisse aller Beteiligten.
Angesichts der schwierigen Situation erwartet die SWISS von den
betroffenen Partnern den klaren Willen, diese Gespräche bis zum 15.
Juli zu Ende zu führen, damit über das weitere Vorgehen Klarheit
geschaffen werden kann.
Ausblick
Das Ziel der SWISS ist unverändert: sie bleibt eine führende
Fluggesellschaft mit einem internationalen Netzwerk, das die
Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt stellt. Exzellenz im
Interkontinentalverkehr und Effizienz im Europaverkehr sind die
Zukunft der SWISS. Die Restrukturierung wird zudem eine Stärkung der
Position in der Allianzfrage bringen.
Zur Sicherung der Zukunft konzentriert sich die SWISS prioritär auf
die gradlinige Umsetzung der Restrukturierung, die Sicherstellung der
Kreditlinien und die Schaffung der Bedingungen um ein finanziell
gesunder Partner für Kooperationen zu sein. Die SWISS ist dabei auf
das Bekenntnis aller Partner angewiesen.
Die Medienmitteilung ist auf folgendem Link als PDF abrufbar:
View document
SWISS Corporate Communications
P.O. Box, CH-4002 Basel
Phone: +41 (0) 848 773 773
Fax: +41 61 582 35 54
E-mail: communications@swiss.com
Internet: www.swiss.com