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SWISS: Neuer Regionalteil und Reduktion der Personalkosten
Verwaltungsrat und Management von SWISS haben eine Reihe taktischer
und strategischer Massnahmen beschlossen, um die Zukunft der Airline
nachhaltig zu sichern. Zur Bewältigung der Einbrüche bei den
Passagierzahlen wegen des Irakkriegs und der Lungenkrankheit SARS hat
SWISS bereits umfangreiche temporäre Frequenzanpassung vorgenommen
und die angebotenen Sitzkilometer weltweit um 6 Prozent reduziert.
Für den ertragreicheren Sommer hat die SWISS ihr Netzwerk optimiert,
sieht aber aufgrund der zu erwartenden Auslastungen von einer
Netzwerkreduktion ab. Strukturelle Anpassungen an Flotte und Netzwerk
in allen Bereichen werden allenfalls auf den Winterflugplan hin
vorgenommen.
Grundsätzlich hält SWISS an ihrer Strategie einer Fluggesellschaft
mit einer im Netzwerk integrierten Umsteigeplattform fest. Die
Voraussetzungen für einen profitablen Betrieb sind nach Abklingen der
vorübergehenden Krisenfaktoren vorhanden. SWISS garantiert damit die
Anbindung der Schweiz an den interkontinentalen Luftverkehr und
leistet damit einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche
Entwicklung des Landes.
Swiss verfügt trotz hohen Anfangsverlusten im Jahr 2003 über genügend
Liquidität. Ein Grounding ist kein Thema. Die Liquidität beläuft
sich Ende 1. Quartal auf CHF 861 Mio., per Ende Jahr erwartet die
SWISS auch ohne neuen Betriebskredit und ohne zusätzliche Massnahmen
eine Liquidität von CHF 500 Mio.
SWISS Express für den Regionalverkehr
Die Airlinebranche insgesamt ist im Umbruch. Die SWISS passt deshalb
ihr ursprüngliches Geschäftsmodell den neuen Marktbedingungen an.
Insbesondere im Europaverkehr heisst dies, kostengünstige
Verbindungen anbieten zu können. Deshalb beabsichtigt der
SWISS-Verwaltungsrat mit SWISS Express einen eigenständigen
Regionalteil zu schaffen.
Ziel ist es, eine schlanke Organisation zu schaffen, in der die
Kosten 20 Prozent unter denjenigen von heute liegen. SWISS Express
soll ab Winterflugplan 2003 für die SWISS Zubringer- und Nischenflüge
ausführen. SWISS Express wird als Operator für SWISS auftreten.
Die Flugzeugflotte von SWISS Express soll folgende Typen umfassen:
Saab 2000, Avro 85/100, Embraer 145 und später voraussichtlich die
neuen Embraer 170 und 195. SWISS Express soll eine 100-prozentige
Tochter der SWISS werden, mit eigenem Verwaltungsrat und eigener
Geschäftsleitung. Ein detaillierter Businessplan ist in Arbeit. Die
Projektleitung liegt bei Manfred Brennwald, Managing Director
Operations, designierter CEO ist Björn Näf, bisher EVP Product &
Services bei der SWISS.
Reduktion der Personalkosten
Mit dem Verbesserungsprogramm Target Turnaround spart die SWISS
bereits CHF 600 Mio., davon rund 500 Millionen Franken im laufenden
Jahr. Da die Erträge im Luftverkehr in absehbarer Zeit eher sinken
werden, die unbeeinflussbaren Kosten jedoch tendenziell ansteigen,
kann die Ergebniserosion nur mit einer weiteren Senkung der
Produktionskosten verhindert werden. Weitere Einsparungen bei den
Personalkosten sind deshalb unumgänglich. Ziel ist es, die für dieses
Jahr budgetierten Lohnkosten von CHF 1 Milliarde um 10 Prozent zu
senken. Diese Massnahme kann nur in enger Zusammenarbeit mit den
Personalverbänden umgesetzt werden. Um mit dem gutem Beispiel voran
zu gehen, hat das Topmanagement ab sofort eine 14-prozentige
freiwillige Kürzung des eigenen Salärs beschlossen.
==>> Diese Medienmitteilung ist auf folgendem Link als PDF abrufbar.
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