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Gillinger: ATX - das ist heute zu beachten: Mehr bei Wienerberger, Palfinger, Semperit sowie AT&S - weniger bei Intercell

Nachdem es zuletzt widersprüchliche Signale aus der Baubranche gab (Zement eher schlecht, nachgelagerte Zulieferer (CRH) eher gut), rückt heute Wienerberger in den Fokus: Der Umsatz soll sich laut Konsens-Prognose von Bloomberg um 21,4 Prozent auf 339,4 Millionen Euro erhöht haben. Danach bleibt jedoch alles in rot, selbst das EBITDA - es gab aber auch heuer zu Jahresbeginn einen Kälteeinbruch - soll weiter im Minus liegen. Aber mit 22,6 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode mit mehr als 45 Millionen Euro. Je Aktie werden minus 0,39 Euro prognostiziert, 2010 waren es noch minus 0,68.

Bei Semperit sieht der APA-Konsens einen um 22 Prozent auf 185,9 Millionen Euro gestiegenen Umsatz, das EBIT soll 23,1 Prozent auf 27,7 Millionen und der Überschuss um 10,8 Prozent auf 10,3 Millionen zugelegt haben.

Palfinger ist ebenfalls Q1-Leger: Hier soll der Umsatz laut Bloomberg-Konsens um 44,3 Prozent auf 186,75 Millionen Euro zugelegt haben, EBITDA auf 19,9 Millionen etwas mehr als verdoppelt, Überschuss von praktisch Null auf 9,3 Millionen ver-x-facht.

Smartphone-Boom-Profiteur AT&S ist mit Jahreszahlen an der Reihe: Der Bloomberg-Konsens sieht den Umsatz bei 481,6 Millionen Euro, was ein Zuwachs von beinahe 30 Prozent wäre. Der Rest (ausser dem EBITDA) war im Vorjahr durch Sonderabschreibungen belastet, somit ist der Dreh in die Gewinnzone eigentlich Gewissheit, unterm Strich sollen es 33,9 Millionen sein nach minus 37,3 Millionen.

In den Miesen bleibt dafür Intercell. Im Q1 wird ein Umsatzplus von 45 Prozent auf 7,0 Millionen Euro prognostiziert, der Fehlbetrag soll sich zwar verbessern, minus 12,4 nach minus 14,7 Millionen sind aber noch immer respektabel.

HVs gibt es bei CA Immobilien und den sich eigentlich in Auflösung befindlichen AI Airports sowie PI Power. RHI hat das bereits hinter sich und kann so zur Ausschüttung der Dividende voranschreiten. 0,5 Euro sind es, die erste Ausschüttung seit zehn Jahren.

Die weitere heimische Zahlenpipeline der Woche, vor allem die Schätzungen der Analysten, finden Sie unter http://www.boerse-express.com/pages/953869

Europa ist heute lebhafter als gestern, wirklich laut aber auch nicht: Die Dt. Post ist noch das wichtigste Peergroup-Unternehmen, Bulgari weniger marktbewegend (was aber auch an Wolford liegt). Dazu noch Adecco, BG Group, ACS, TUI Travel und Imperial Tobacco. Die USA schicken IFF und Walt Disney ins Rennen - für den Rest muss bereits die Makrofront sorgen.

Als da wäre in Europa: Finnlands Industrieproduktion für März als warm-up in den Tag um 08.00 Uhr (0,5 nach 1,3 Prozent MoM in der Erwartungshaltung), Frankreich folgt um 08.45 Uhr (unveränderte 0,4 Prozent), die Niederlande um 09.30 (minus 0,3 nach plus 1,2 Prozent) und Italien um 10.00 Uhr mit 0,8 nach 1,4 Prozent. Dazu noch der VPI aus den Niederlande im April um 09.30 Uhr. Dieser sollen 2,1 nach 2,0 Prozent YoY gestiegen sein.

Die USA haben vor allem den Importpreisindex im April um 14.30 Uhr zu bieten. 10,4 nach 9,7 Prozent sind beachtlich und zeigen bei der aktuellen Inflationsrate von etwa drei Prozent, dass die Kostensteigerung wohl nur unterproportional weiter gegeben werden können. Darin steckt dann entweder künftiges Inflationsgefahr, oder sinkende Margen.

Der Tag an sich beginnt aber einen Schritt über den Pazifik – in China und mit dessen Handelsbilanz im April. Nach der schwarzen Null sollen es diesmal wenigstens wieder ein paar Milliarden mehr sein – die Importe steigen nicht mehr so viel schneller, als die Exporte.

schönen Tag

Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent.

8. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,42. 14. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,62. 21. Februar Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,53 Gewinn über beide Positionen 0,7 Prozent 15. März Kauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,60 16. März Verkauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,93 - Gewinn 7,2 Prozent. 6. April Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 6,62.





Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben.

Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.

Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).

Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.

Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.