Holger Scholze: DAX erklimmt Zweimonatshoch
Der Start in die neue und verkürzte Handelswoche verlief noch in ruhigen Bahnen und die negativen Vorgaben aus Asien drückten auf die Stimmung. Auch die US-Börsen hatten den Montag mit leichten Verlusten beendet und die Börsianer nicht in Kauflaune versetzt. Im Laufe des Vormittags griffen sie aber wieder zu und der DAX kletterte bis auf 7.333 Punkte und damit auf den höchsten Stand der vergangenen zwei Monate. Neue Impulse könnten am Nachmittag aus den USA kommen mit dem anstehenden US-Verbrauchervertrauen (16 Uhr). Eine wahre Flut an Unternehmensergebnissen in den USA und Deutschland wird im weiteren Wochenverlauf vermutlich richtungweisend sein. Aus der ersten Börsenliga berichten die Deutsche Bank, die Deutsche Börse, Bayer, Merck und SAP über ihre Geschäftsentwicklung.
Der EUWAX Sentiment Index vollzieht heute eine Zickzack-Bewegung, die Positionen sind von ganz kurzer Haltedauer. Den anfänglichen Kursanstieg des DAX begleiteten die Anleger mit Käufen in Calls, die mittlerweile wieder verkauft wurden. Um die Mittagszeit überwiegt wieder der Optimismus und das Stimmungsbarometer ist im Plus zu finden.
Börse Stuttgart TV:
Heute jährt sich zum 25. Mal die Atomkatastrophe von Tschernobyl. In Deutschland wird weiterhin heftig diskutiert über einen Ausstieg aus der Atompolitik. Wie reagieren die Aktien auf eine mögliche Energiewende? Uwe Proksch von der Dialog Vermögensmanagement im Gespräch mit Börse Stuttgart TV.
Vor der Hochzeit in Großbritannien am Freitag, blicken Derivateanleger auf das Devisenpaar Euro / Britisches Pfund. In der vergangenen Woche waren Anleger bereits einer Kaufempfehlung gefolgt, vereinzelt sind Calls auch heute gesucht. Der Euro befindet sich seit Mitte Februar im Aufwärtstrend gegenüber dem Pfund. Analysten verweisen insbesondere auf die Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und dem Inselstaat. Während die EZB bereits die Zinsen erhöht hat und einige Akteure von einem weiteren Schritt in diesem Jahr ausgehen, hatte sich die britische Notenbank bei der letzten Sitzung trotz hoher Inflationsrate dagegen entschieden. Mit dem Rückgang der Inflationsrate im März wird eine baldige Erhöhung nun noch unwahrscheinlich. Zumal die dortige Wirtschaft trotz Hochzeitsfieber und der damit verbundenen Umsätze schwach bleibt.