Morrien: US-Bundesstaat führt Gold als offizielles Zahlungsmittel ein
Liebe Leser,
die Einführung des Euro-Systems war politisch und wirtschaftlich ein spannendes Währungs-Experiment. Der Schlussgong hat Ihnen jedoch in der gestrigen Ausgabe geschildert, dass eine Fortführung der Währung in dem derzeitigen System nur sehr schwer möglich ist und dass es einer Reihe von Verbesserungen bedarf.
Ohne Reform droht der Gemeinschaftswährung langfristig der Kollaps. Die anderen Weltwährungen sind leider auch nicht stabiler. Japanischer Yen und US-Dollar bieten keine Alternative. Die japanische Wirtschaft trägt bereits eine Schuldenlast von über 200% des BIPs. In Amerika laufen die Druckerpressen heiß.
Krisenindikator Gold notiert nahe Allzeithoch
Die Papierwährungen stehen vor einer gewaltigen Belastungsprobe, deren Ausgang ungewiss ist. Gold dagegen wurde schon in der Antike als Zahlungsmittel eingesetzt und hat in seiner langen Geschichte alle Krisen überdauert. Daher nutzt der Markt Gold, um Risiken bei den Papierwährungen aufzuzeigen.
Die jüngsten Allzeithochs beim gelben Edelmetall lassen Schlimmes befürchten. Der Krisenindikator zeigt: So geht es nicht weiter – doch die Politiker hören weg und finanzieren den erkauften Wohlstand weiter.
13 US-Staaten wollen Gold als Plan B
Der US-Bundesstaat Utah beginnt jetzt, sich dem Schuldenspiel zu entziehen. Utah will bei der morgigen Parlamentssitzung Gold und Silberals offizielle Zahlungsmittel legalisieren. 80 Jahre nach der Abschaffung von Gold als gesetzliches Zahlungsmittel steht das Edelmetall jetzt vor dem Comeback.
Gold wird den Dollar zwar nicht ersetzen, aber ergänzen. Neben Utah haben zwölf weitere amerikanische Bundesstaaten ähnliche Gesetzesentwürfe auf der Tagesordnung: Colorado, Georgia, Montana, Missouri, Indiana, Iowa, New Hampshire, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Washington und Vermont.
Amerikaner haben Angst vor Washingtons Schuldenpolitik
Viele Amerikaner betrachten die Schuldenpolitik Washingtons mit Skepsis und möchten auf das Schlimmste vorbereitet sein. Politiker in South Carolina gehen sogar noch einen Schritt weiter und verlangen, denDollar komplett abzuschaffen.
Wenn schon die eigenen Bundesstaaten nach solchen Dollar-Alternativen suchen, zeigt das, was die Stunde geschlagen hat. Das alte Währungssystem gerät aus den Fugen. Bei einem Staat kann man noch von Panik sprechen. Bei fünf Staaten von einer Überreaktion. Aber gleich dreizehn Staaten?
Was würden Sie denken, wenn Baden-Württemberg und Bayern plötzlich Gold als Alternative zum Euro einführen würden und Sie damit sogar die Steuern bezahlen könnten? Edelmetalle gehören angesichts solcher Nachrichten in jedes Depot. Wie Sie am günstigsten in Gold und Silber investieren, erfahren Sie in meinem Börsendienst "Der Depot Optimierer".