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G'riss um Zumtobel - Aktie im Höhenflug
Lange ist es her. Exakt am 2. Jänner 2008 erblickte die Aktie des Leuchttechnikkonzerns Zumtobel die Marke von 24 Euro zuletzt von oben. Heute ist es wieder so weit. Und das bei hohen Umsätzen.
Gründe dafür werden am Markt vier gesehen: Hoffnung macht jedenfalls der anstehende Wiederaufbau Japans. Dieser wird dem Leuchten-Unternehmen über den dortigen Partner Koizumi Lighting Technology den einen oder anderen Zusatzauftrag in die Bücher spielen. Wurden bei Kobe noch rund 2,5 Prozent des japanischen BIP zerstört, gehen die Schätzungen mittlerweile bereits in Richtung sechs Prozent. In Summe werden viele dutzend Milliarden Euro an die Bau- und nachgelagerte Wirtschaft fliessen.
Geld fliesst auch mittels institutioneller Anleger in die Aktie, über Fonds. Das liegt an der neuen Anti-Atom-Stimmung, die zu Geldzuflüssen bei Produzenten von erneuerbarer Energie führt, aber auch in Titel bzw. Fonds, die sich mit dem Klimawandel und den Folgen beschäftigen. Zumtobel ist etwa Teil des Portfolios des Espa WWW Stock Climate Change-Fonds.
Zu den bisherigen Faktoren kommen aber noch zwei hinzu - wenn auch eher spekulative. Grund eins liegt in der Siemens-Tochter Osram: Der grosse Zumtobel-Konkurrent übernahm erst Anfang des Monats von Barclays Private Equity den Leuchtenhersteller Siteco. Das Unternehmen mit 1250 Mitarbeitern und 220 Mio. Euro Umsatz stellt LED-Beleuchtung her. Die Einkaufstour ist jedoch nicht zu Ende: Man prüfe permanent, wo man sich ergänzen könnte, sagte im Anschluss an den Deal Osram-Chef Martin Goetzeler - auch Zumtobel stand bis zu seinem Börsegang im Besitz von Private Equity-Investoren - in diesem Fall KKR.
Die Einkaufstour von Osram wird an der Börse auf einen einfachen Nenner gebracht: Siemens will sich von seiner Tochter trennen, mit Zukäufen wird das Unternehmen noch schnell herausgeputzt. Als wahrscheinlichste Variante gilt die Trennung über die Börse. hierfür ist das Umfeld zwar derzeit nicht gut, wird sich aber, so die Hoffnung, wieder bessern. Ausserdem treffen die Zauberworte Lichtmanagement (gleichbedeutend mit Energieeinsparung) und LED derzeit den Zeitgeist der Anleger.
Deutsche Bank, Goldman Sachs und Commerzbank sollen an den Vorbereitungen zum Börsegang arbeiten. Es gibt auch bereits Schätzungen, welche Bewertungsbandbreite sich Siemens vorstellt: 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro. Das für ein Unternehmen, das im Vorjahr 4,61 Milliarden Euro umsetzte und ein Bruttoergebnis von 569 Millionen Euro erzielte, im Jahr davor waren es noch 89 Millionen.
Zumtobel wäre mit einem derzeitigen Unternehmenswert von 1,2 Milliarden Euro zwar eine Nummer grösser als Siteco, für Osram aber eine der letzten Chancen auf einen grossen Schritt nach vorne. Bei den entsprechenden Sparten von Philips oder Panasonic hätten die Kartellbehörden wohl noch mehr Einwände.
Als zweiter Einstiegskandidat gilt die B&C Holding. Diese möchte Lenzing für den Kapitalmarkt attraktiver machen und zieht sich im Zuge einer Kapitalerhöhung - die derzeit aber verschoben werden musste - teilweise aus dem Unternehmen zurück. Das damit lukrierte Geld würde für die Sperrminorität an Zumtobel jedenfalls reichen.
Und selbst wenn keiner der Kandidaten zum Zug kommt: Mit Osram an der Börse gebe es für Zumtobel ein gut vergleichbares Peergroup-Unternehmen. Eines, das mit relativ hohen Multiples an den Markt gebracht werden soll - auch das wäre für die Zumtobel-Aktie positiv.
Gründe dafür werden am Markt vier gesehen: Hoffnung macht jedenfalls der anstehende Wiederaufbau Japans. Dieser wird dem Leuchten-Unternehmen über den dortigen Partner Koizumi Lighting Technology den einen oder anderen Zusatzauftrag in die Bücher spielen. Wurden bei Kobe noch rund 2,5 Prozent des japanischen BIP zerstört, gehen die Schätzungen mittlerweile bereits in Richtung sechs Prozent. In Summe werden viele dutzend Milliarden Euro an die Bau- und nachgelagerte Wirtschaft fliessen.
Geld fliesst auch mittels institutioneller Anleger in die Aktie, über Fonds. Das liegt an der neuen Anti-Atom-Stimmung, die zu Geldzuflüssen bei Produzenten von erneuerbarer Energie führt, aber auch in Titel bzw. Fonds, die sich mit dem Klimawandel und den Folgen beschäftigen. Zumtobel ist etwa Teil des Portfolios des Espa WWW Stock Climate Change-Fonds.
Zu den bisherigen Faktoren kommen aber noch zwei hinzu - wenn auch eher spekulative. Grund eins liegt in der Siemens-Tochter Osram: Der grosse Zumtobel-Konkurrent übernahm erst Anfang des Monats von Barclays Private Equity den Leuchtenhersteller Siteco. Das Unternehmen mit 1250 Mitarbeitern und 220 Mio. Euro Umsatz stellt LED-Beleuchtung her. Die Einkaufstour ist jedoch nicht zu Ende: Man prüfe permanent, wo man sich ergänzen könnte, sagte im Anschluss an den Deal Osram-Chef Martin Goetzeler - auch Zumtobel stand bis zu seinem Börsegang im Besitz von Private Equity-Investoren - in diesem Fall KKR.
Die Einkaufstour von Osram wird an der Börse auf einen einfachen Nenner gebracht: Siemens will sich von seiner Tochter trennen, mit Zukäufen wird das Unternehmen noch schnell herausgeputzt. Als wahrscheinlichste Variante gilt die Trennung über die Börse. hierfür ist das Umfeld zwar derzeit nicht gut, wird sich aber, so die Hoffnung, wieder bessern. Ausserdem treffen die Zauberworte Lichtmanagement (gleichbedeutend mit Energieeinsparung) und LED derzeit den Zeitgeist der Anleger.
Deutsche Bank, Goldman Sachs und Commerzbank sollen an den Vorbereitungen zum Börsegang arbeiten. Es gibt auch bereits Schätzungen, welche Bewertungsbandbreite sich Siemens vorstellt: 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro. Das für ein Unternehmen, das im Vorjahr 4,61 Milliarden Euro umsetzte und ein Bruttoergebnis von 569 Millionen Euro erzielte, im Jahr davor waren es noch 89 Millionen.
Zumtobel wäre mit einem derzeitigen Unternehmenswert von 1,2 Milliarden Euro zwar eine Nummer grösser als Siteco, für Osram aber eine der letzten Chancen auf einen grossen Schritt nach vorne. Bei den entsprechenden Sparten von Philips oder Panasonic hätten die Kartellbehörden wohl noch mehr Einwände.
Als zweiter Einstiegskandidat gilt die B&C Holding. Diese möchte Lenzing für den Kapitalmarkt attraktiver machen und zieht sich im Zuge einer Kapitalerhöhung - die derzeit aber verschoben werden musste - teilweise aus dem Unternehmen zurück. Das damit lukrierte Geld würde für die Sperrminorität an Zumtobel jedenfalls reichen.
Und selbst wenn keiner der Kandidaten zum Zug kommt: Mit Osram an der Börse gebe es für Zumtobel ein gut vergleichbares Peergroup-Unternehmen. Eines, das mit relativ hohen Multiples an den Markt gebracht werden soll - auch das wäre für die Zumtobel-Aktie positiv.
Relevante Links: Zumtobel Group AG