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Gillinger: ATX: Das ist heute zu beachten - Rückenwind für Andritz, Gegenwind für Banken und bwin verabschiedet sich
Viel war's eigentlich nicht. Der Dow Jones stieg gestern um 0,43 Prozent. Der Schlussstand von 11.837,93 Punkten entspricht aber dem höchsten Stand seit Juni 2008.
Nach der Schlussglocke legte dann noch Apple seine Erstquartalszahlen. Das Ergebnis je Aktie lag bei 6,43 Dollar und damit mehr als einen Dollar über den Erwartungen. Auch IBM legte nach der Schlussglocke sein Ergebnis vor, für das Schlussquartal 2010. Auch hier wurden die Prognosen übertroffen, je Aktie waren es 4,18 statt 4,08 Dollar.
All das fährt jetzt als Rückenwind in den heutigen ATX, der gestern starke 2,35 Prozent auf 2912,60 Punkte zulegte (mehr zum ATX unter http://www.be24.at/blog/entry/653409). Rückenwind verspricht sich die s Immo auch von der Wiederaufnahme des Ankaufs der eigenen Genussscheine.
Ein bisserl Gegenwind gibt's aber auch – für Banken. Denn bei der Citigroup gab's gestern eine Gewinnenttäuschung. Zwar gelang der Retoursprung in die schwarzen Zahlen (erstmals seit 2007), doch bei weitem nicht so überzeugend, wie vermutet. Je Aktie waren es 4 statt 7 US-Cent. Da der ATX viele Banken, aber keine echten Techwerte á la AT&S oder austriamicrosystems (gibt heute nach Schweizer Börseschluss seine vorläufigen Zahlen bekannt) enthält, sollte es aber aus diesem Titel wirklich nicht mehr, als nur ein bisserl Gegenwind geben. Sonst heisst es für den ATX: Zwei Schritt vor, ein Schritt zurück.
Positive News sind vom Flughafen Wien zu erwarten. Dieser präsentiert seine Verkehrszahlen 2010 – Fraport (mit dem selben Hauptkunden Lufthansa) zeigte jedenfalls auf. Positive Stimmung werden am Abend wahrscheinlich auch bwin und Andritz im Zuge ihrer Roadshow für Privatanleger in der OeKB verbreiten: Der Anlagenbauer hat erst gestern einen Grossauftrag aus der asiatischen Stahlbranche bekommen; bei bwin steht am 28. Jänner die ao HV zur Verschmelzung mit PartyGaming zu bwin.party digital entertainment plc („bwin.party“) an. Für bwin-Aktionäre wohl die letzte Gelegenheit, sich hierüber zu informieren. Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung unter www.boerse-express.com/roadshow. Wir kehren zurück zu AT&S und den Banken. Nach dem bisher gezeigten wird heute ASML mit seinen Zahlen den Techwerten weiteren Rückenwind bieten. Ob dafür Goldman Sachs um 14.00 Uhr, den Banken, den leichten Gegenwind Citigroup aus den Segeln nimmt? Dazu kommen die weniger wichtigen Institute US Bancorp, BoNY und Wells Fargo.
Europas Konjunkturdaten haben zu wenig Brisanz, um in das Geschehen einzugreifen: Die negative Leistungsbilanz der Eurozone im November um 10.00 Uhr gehört dazu ebenso, wie die Bauleistung im November, die im Oktober YoY 6,8 Prozent unter Wasser lag. Unsere Baukonzerne werden die Daten aber im Auge behalten. Für später im Auge behalten sollten wir dafür Belgiens Verbrauchervertrauen (für Jänner um 15.00 Uhr). Ist ein guter Indikator für die Eurozone.
Etwas bedeutungsvoller sind die US-Daten. Bereits gestern zeigte der NAHB-Wohnungsmarkt-Index, wie schlecht es um den Markt weiter steht. Weniger weil es 16 statt erwarteter 17 Punkte waren, der Abstand zur Wachstumsschwelle von 50 Punkten über einen derart langen Zeitraum ist einfach erschreckend. Heute gibt es gleich drei Immo-Daten: Die MBA Hypothekenanträge per 14. Jänner um 13.00 Uhr werden weniger beachtet, Baubeginne und Baugenehmigungen, je für Dezember, um 14.30 Uhr hingegen schon. Die Beginne sollen 550.000 nach 555.000 erreicht haben, die Genehmigungen 555.000 nach 544.000 – alles nicht berauschend. Hoffentlich gilt hier der Spruch: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Sonst kommt uns in absehbarer Zeit das Thema Abschreibungen bei Banken wieder unter. Bis zum Nachmittag – vorausgesetzt EUROpas Politik(er) spucken nicht in die Suppe – sollte die Börsenwelt halbwegs heil sein, danach werden die Karten neu gemischt.
schönen Tag
Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent.
Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben.
Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.
Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).
Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.
Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.
All das fährt jetzt als Rückenwind in den heutigen ATX, der gestern starke 2,35 Prozent auf 2912,60 Punkte zulegte (mehr zum ATX unter http://www.be24.at/blog/entry/653409). Rückenwind verspricht sich die s Immo auch von der Wiederaufnahme des Ankaufs der eigenen Genussscheine.
Ein bisserl Gegenwind gibt's aber auch – für Banken. Denn bei der Citigroup gab's gestern eine Gewinnenttäuschung. Zwar gelang der Retoursprung in die schwarzen Zahlen (erstmals seit 2007), doch bei weitem nicht so überzeugend, wie vermutet. Je Aktie waren es 4 statt 7 US-Cent. Da der ATX viele Banken, aber keine echten Techwerte á la AT&S oder austriamicrosystems (gibt heute nach Schweizer Börseschluss seine vorläufigen Zahlen bekannt) enthält, sollte es aber aus diesem Titel wirklich nicht mehr, als nur ein bisserl Gegenwind geben. Sonst heisst es für den ATX: Zwei Schritt vor, ein Schritt zurück.
Positive News sind vom Flughafen Wien zu erwarten. Dieser präsentiert seine Verkehrszahlen 2010 – Fraport (mit dem selben Hauptkunden Lufthansa) zeigte jedenfalls auf. Positive Stimmung werden am Abend wahrscheinlich auch bwin und Andritz im Zuge ihrer Roadshow für Privatanleger in der OeKB verbreiten: Der Anlagenbauer hat erst gestern einen Grossauftrag aus der asiatischen Stahlbranche bekommen; bei bwin steht am 28. Jänner die ao HV zur Verschmelzung mit PartyGaming zu bwin.party digital entertainment plc („bwin.party“) an. Für bwin-Aktionäre wohl die letzte Gelegenheit, sich hierüber zu informieren. Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung unter www.boerse-express.com/roadshow. Wir kehren zurück zu AT&S und den Banken. Nach dem bisher gezeigten wird heute ASML mit seinen Zahlen den Techwerten weiteren Rückenwind bieten. Ob dafür Goldman Sachs um 14.00 Uhr, den Banken, den leichten Gegenwind Citigroup aus den Segeln nimmt? Dazu kommen die weniger wichtigen Institute US Bancorp, BoNY und Wells Fargo.
Europas Konjunkturdaten haben zu wenig Brisanz, um in das Geschehen einzugreifen: Die negative Leistungsbilanz der Eurozone im November um 10.00 Uhr gehört dazu ebenso, wie die Bauleistung im November, die im Oktober YoY 6,8 Prozent unter Wasser lag. Unsere Baukonzerne werden die Daten aber im Auge behalten. Für später im Auge behalten sollten wir dafür Belgiens Verbrauchervertrauen (für Jänner um 15.00 Uhr). Ist ein guter Indikator für die Eurozone.
Etwas bedeutungsvoller sind die US-Daten. Bereits gestern zeigte der NAHB-Wohnungsmarkt-Index, wie schlecht es um den Markt weiter steht. Weniger weil es 16 statt erwarteter 17 Punkte waren, der Abstand zur Wachstumsschwelle von 50 Punkten über einen derart langen Zeitraum ist einfach erschreckend. Heute gibt es gleich drei Immo-Daten: Die MBA Hypothekenanträge per 14. Jänner um 13.00 Uhr werden weniger beachtet, Baubeginne und Baugenehmigungen, je für Dezember, um 14.30 Uhr hingegen schon. Die Beginne sollen 550.000 nach 555.000 erreicht haben, die Genehmigungen 555.000 nach 544.000 – alles nicht berauschend. Hoffentlich gilt hier der Spruch: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Sonst kommt uns in absehbarer Zeit das Thema Abschreibungen bei Banken wieder unter. Bis zum Nachmittag – vorausgesetzt EUROpas Politik(er) spucken nicht in die Suppe – sollte die Börsenwelt halbwegs heil sein, danach werden die Karten neu gemischt.
schönen Tag
Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent.
Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben.
Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.
Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).
Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.
Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.