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Knappe: Ferne Zinsen

Australien und die Türkei bieten interessante Zins-MöglichkeitenOb bei Tages- oder Festgeld: Die Zinssätze in Österreich sahen schon mal besser aus. Konnten Sparer ihr Geld im Jahr 2001 noch für etwa vier Prozent anlegen, so müssen sie aktuell mit etwa zwei Prozent Zinsen Vorlieb nehmen. Doch wer seinen Blick zusätzlich auf andere Veranlagungsmöglichkeiten richtet, kann auch in Zeiten magerer Zinsen mehr Rendite herausholen.

Eine Möglichkeit findet sich im Ausland. Denn nicht alle Währungen werden gerade so niedrig verzinst wie die heimische Währung. In der Eurozone liegt der Leitzins aktuell bei einem Prozent. Attraktiver sind etwa der australische Dollar (4,75 Prozent), der ungarische Forint (5,25 %), der südafrikanische Rand (5,5 Prozent), oder auch die türkische Lira (7 Prozent). Nun könnten Sparer etwa bei einer Bank in der türkischen Hauptstadt Ankara ein Tagesgeldkonto eröffnen. Doch es geht auch einfacher. Denn auch mit Zins-Zertifikaten können Anleger von den hohen Zinsen auf Fremdwährungen profitieren. Ähnlich wie bei einem Fremdwährungskonto bieten sie einen Weg, um in das ausländische Geld zu investieren. Denn jedes Zins-Zertifikat bezieht sich auf einen Index, der die tägliche Zinsentwicklung des jeweiligen Landes abbildet.

Zwei Faktoren beeinflussen den Kurs des Zertifikats: Zum einen die Zinsen, die während der Haltedauer anfallen, zum anderen die Entwicklung der jeweiligen Währung gegenüber dem Euro. Da das Zins-Zertifikat in Euro, der jeweilige Index aber in der Fremdwährung notiert, ändert sich der Wert des Papiers mit dem jeweiligen Wechselkurs. Bei einem ungünstigen Wechselkursverlauf kann das Zertifikat also auch an Wert verlieren. Andererseits hat der Anleger die Chance auf zusätzliche Gewinne, wenn die ausländische Währung gegenüber dem Euro aufwertet.

Ein weiterer Vorteil gegenüber einer Direkteinlage in die Fremdwährung: Im Vergleich dazu entfallen bei Zins-Zertifikaten die Transaktionskosten in die Fremdwährung. Eine interessante Alternative zu Fremdwährungskonten sind die Zertifikate auch deshalb, weil sie sich nur auf kurzfristige Zinssätze beziehen. So verringert sich das Zinsänderungsrisiko, welches bei langlaufenden Festzinspapieren zu hohen Kursverlusten führen kann. Ausserdem ist das eingesetzte Geld schnell verfügbar, denn Anleger können Zins-Zertifikate börsentäglich handeln.

Das X-markets Team der Deutsche Bank hat mehrere solcher Zins-Zertifikate mit attraktiven Renditemöglichkeiten im Angebot. Unter anderem bietet das X-pert Zertifikat auf australische Zinsen (WKN DB5AUD) einen momentanen Zinssatz von 2,99 Prozent und das X-pert Zertifikat auf türkische Zinsen (WKN DB7TRY) wird aktuell mit 5,23 Prozent verzinst.