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'Physisches Gold anzubieten, hat sich als absolut richtig erwiesen'
Börse Express:Sehr geehrter Herr Huber. direktanlage.at bietet seinen Kunden jetzt auch den Handel mit Forex an. Warum hat man sich zu diesem Schritt entschlossen?
Ernst Huber: Grundsätzlich war der Handel von Währungen bei uns schon vorher über Zertifikate bzw. Optionsscheine möglich. Zuletzt hat sich jedoch die Kundennachfrage immer weiter vergrößert. Also haben wir vor etwa einem Jahr die Entscheidung getroffen, unseren Kunden eine Lösung anzubieten. Der Fokus lag dabei immer darin, eine vollintegrierte Anwendung anzubieten. Die Kunden sollten also in Österreich über direktanlage.at handeln. Wir sind mit diesem neuen Produkt sehr vorsichtig gestartet. Im August gab es erste Test, Mitte September war der offizielle Start. Mittlerweile registrieren sich täglich drei bis fünf Personen für diesen Service. Das ist ein schönes Ergebnis, da wir bisher keinerleie Marketing betrieben haben.
Börse Express: In welcher Form werden Trader die Währungspaare handeln können? Wie groß ist die Kontraktgröße?
Ernst Huber: Die Lot-Size beträgt grundsätzlich 10.000 Euro. Rund 90 Prozent der Umsätze werden bei uns mit dem Währungspaar Euro/US-Dollar generiert. Bei diesem Währungspaar stehen Anlegern, wenn gewünscht, massive Hebel zu Verfügung. Hinterlegt man 1%, also 100 Euro ist man dabei. Es ist ein 100-facher Hebel möglich, selbstverständlich kann man auch einen geringeren Hebel ansetzen.
Börse Express: Kosten entstehen für Trader nur durch die Spreads. In Summe bieten Sie bis zu 50 Währungspaare an. Wie groß wird der Spread bei einem Währungspaar wie Euro/US-Dollar sein - und wie weit wird dieser bei exotischeren Paarungen ausgedehnt? Gibt es eine Spread-Obergrenze?
Ernst Huber: Im Fall von Euro/US-Dollar beträgt der Spread exakt 2 Pips. Damit bewegen wir uns auf dem Niveau der internationalen Konkurrenz. Dieses Währungspaar ist, wie bereits erwähnt, das mit Abstand am stärksten nachgefragte. Bei anderen Währungspaaren, etwa Euro/Britisches Pfund, beträgt der Spread 3 Pips. Bei exotischen Währungspaaren kann der Spread sich weiter ausdehnen.
Börse Express: Limit-, Market- und Stopp-Orders sind möglich. Mit welchen Kosten werden diese verbunden sein?
Ernst Huber: Diese Order-Arten sind mit keinerlei Kosten für unsere Kunden verbunden. Wir verdienen beim Forex-Handel ausschliesslich über den Spread.
Börse Express: Sie bieten neben dem Handel mit Forex auch den Aktien-, Zertifikate-, Optionsschein-, Fond- und Anleihen-Handel an. Darüber hinaus kann man den Basiswert Gold handeln. Ist auch der Handel anderer Rohstoffe angedacht?
Ernst Huber: Unseren Kunden physisches Gold anzubieten, hat sich als absolut richtige Entscheidung erwiesen. Die Nachfrage ist enorm. Davor konnten unsere Kunden Gold beispielsweise über Zertifikate abbilden und handeln. Aus Gründen der Vermögensstreuung bzw. Absicherung ist jedoch zu physischem Gold zu raten. Wir bieten über unsere Filialen auch Anlagerberatung an. In der Beratung werden 5 bis 10 Prozent der Kundengelder in Gold investiert. Andere Produkte physisch anzubieten hätte zwar auch seinen Reiz, ist aber schwer umzusetzen. Die Idee einer Tankstelle, wo physisches Öl gelagert wird, hätte durchaus Charme. Die Umsetzung halte ich aber für unmöglich.
Börse Express: Gibt es Pläne das Produktangebot noch um Contracts for Difference zu erweitern?
Ernst Huber: Dieses Thema ist ein Dauerbrenner. Wir haben uns allerdings bisher noch nicht dazu entschlossen es anzubieten. Eine ganz wichtige Tatsache spricht dagegen. Bei diesem Produkt wird Geld verbrannt. 80 Prozent der Anleger sind nach 6 Monaten Pleite. Unsere Aufgabe als Bank besteht ganz klar nicht darin, unsere Kunden zum Geldverbrennen zu animieren. Davon haben unsere Kunden nichts - und wir als Bank auch nichts. Wir streben langfristige Partnerschaften an, bei denen beide Parteien profitieren.
Börse Express: Sie bieten auch Festgeldkonten an. Für 12 Monate Bindung sind derzeit 1,25% zu holen. Wird sich dieser Zinssatz bei anhaltend niedrigem Zinsniveau noch weiter reduzieren - oder ist die Untergrenze erreicht? Wo sehen Sie den Leitzinssatz auf Sicht von 12 bis 18 Monaten?
Ernst Huber: Über Zinsen zu sprechen ist sehr interessant, Prognosen sind jedoch schwierig. Ich denke, dass wir auf Sicht von zwei Jahren nicht mit Zinserhöhungen rechnen dürfen. Anpassungen nach unten sind zwar nicht wahrscheinlich - aber möglich. Es kann durchaus sein, dass man sich in der Eurozone auf japanische Verhältnisse einstellen wird müssen, also dauerhaft niedrigste Zinsen. Vom aktuellen Zinsniveau ist zwar nicht mehr viel Spielraum nach unten. Sollte es notwendig werden, wird dieser aber ausgenutzt werden. Davon bin ich überzeugt.
Ernst Huber: Grundsätzlich war der Handel von Währungen bei uns schon vorher über Zertifikate bzw. Optionsscheine möglich. Zuletzt hat sich jedoch die Kundennachfrage immer weiter vergrößert. Also haben wir vor etwa einem Jahr die Entscheidung getroffen, unseren Kunden eine Lösung anzubieten. Der Fokus lag dabei immer darin, eine vollintegrierte Anwendung anzubieten. Die Kunden sollten also in Österreich über direktanlage.at handeln. Wir sind mit diesem neuen Produkt sehr vorsichtig gestartet. Im August gab es erste Test, Mitte September war der offizielle Start. Mittlerweile registrieren sich täglich drei bis fünf Personen für diesen Service. Das ist ein schönes Ergebnis, da wir bisher keinerleie Marketing betrieben haben.
Börse Express: In welcher Form werden Trader die Währungspaare handeln können? Wie groß ist die Kontraktgröße?
Ernst Huber: Die Lot-Size beträgt grundsätzlich 10.000 Euro. Rund 90 Prozent der Umsätze werden bei uns mit dem Währungspaar Euro/US-Dollar generiert. Bei diesem Währungspaar stehen Anlegern, wenn gewünscht, massive Hebel zu Verfügung. Hinterlegt man 1%, also 100 Euro ist man dabei. Es ist ein 100-facher Hebel möglich, selbstverständlich kann man auch einen geringeren Hebel ansetzen.
Börse Express: Kosten entstehen für Trader nur durch die Spreads. In Summe bieten Sie bis zu 50 Währungspaare an. Wie groß wird der Spread bei einem Währungspaar wie Euro/US-Dollar sein - und wie weit wird dieser bei exotischeren Paarungen ausgedehnt? Gibt es eine Spread-Obergrenze?
Ernst Huber: Im Fall von Euro/US-Dollar beträgt der Spread exakt 2 Pips. Damit bewegen wir uns auf dem Niveau der internationalen Konkurrenz. Dieses Währungspaar ist, wie bereits erwähnt, das mit Abstand am stärksten nachgefragte. Bei anderen Währungspaaren, etwa Euro/Britisches Pfund, beträgt der Spread 3 Pips. Bei exotischen Währungspaaren kann der Spread sich weiter ausdehnen.
Börse Express: Limit-, Market- und Stopp-Orders sind möglich. Mit welchen Kosten werden diese verbunden sein?
Ernst Huber: Diese Order-Arten sind mit keinerlei Kosten für unsere Kunden verbunden. Wir verdienen beim Forex-Handel ausschliesslich über den Spread.
Börse Express: Sie bieten neben dem Handel mit Forex auch den Aktien-, Zertifikate-, Optionsschein-, Fond- und Anleihen-Handel an. Darüber hinaus kann man den Basiswert Gold handeln. Ist auch der Handel anderer Rohstoffe angedacht?
Ernst Huber: Unseren Kunden physisches Gold anzubieten, hat sich als absolut richtige Entscheidung erwiesen. Die Nachfrage ist enorm. Davor konnten unsere Kunden Gold beispielsweise über Zertifikate abbilden und handeln. Aus Gründen der Vermögensstreuung bzw. Absicherung ist jedoch zu physischem Gold zu raten. Wir bieten über unsere Filialen auch Anlagerberatung an. In der Beratung werden 5 bis 10 Prozent der Kundengelder in Gold investiert. Andere Produkte physisch anzubieten hätte zwar auch seinen Reiz, ist aber schwer umzusetzen. Die Idee einer Tankstelle, wo physisches Öl gelagert wird, hätte durchaus Charme. Die Umsetzung halte ich aber für unmöglich.
Börse Express: Gibt es Pläne das Produktangebot noch um Contracts for Difference zu erweitern?
Ernst Huber: Dieses Thema ist ein Dauerbrenner. Wir haben uns allerdings bisher noch nicht dazu entschlossen es anzubieten. Eine ganz wichtige Tatsache spricht dagegen. Bei diesem Produkt wird Geld verbrannt. 80 Prozent der Anleger sind nach 6 Monaten Pleite. Unsere Aufgabe als Bank besteht ganz klar nicht darin, unsere Kunden zum Geldverbrennen zu animieren. Davon haben unsere Kunden nichts - und wir als Bank auch nichts. Wir streben langfristige Partnerschaften an, bei denen beide Parteien profitieren.
Börse Express: Sie bieten auch Festgeldkonten an. Für 12 Monate Bindung sind derzeit 1,25% zu holen. Wird sich dieser Zinssatz bei anhaltend niedrigem Zinsniveau noch weiter reduzieren - oder ist die Untergrenze erreicht? Wo sehen Sie den Leitzinssatz auf Sicht von 12 bis 18 Monaten?
Ernst Huber: Über Zinsen zu sprechen ist sehr interessant, Prognosen sind jedoch schwierig. Ich denke, dass wir auf Sicht von zwei Jahren nicht mit Zinserhöhungen rechnen dürfen. Anpassungen nach unten sind zwar nicht wahrscheinlich - aber möglich. Es kann durchaus sein, dass man sich in der Eurozone auf japanische Verhältnisse einstellen wird müssen, also dauerhaft niedrigste Zinsen. Vom aktuellen Zinsniveau ist zwar nicht mehr viel Spielraum nach unten. Sollte es notwendig werden, wird dieser aber ausgenutzt werden. Davon bin ich überzeugt.