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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 0,95 Prozent / Durchatmen wegen leicht entspannter Lage im Nahen Osten - AT&S weiter im Hoch

Der Wiener Aktienmarkt performt angesichts der entspannteren Lage im Nahen Osten weiter mit Zuwächsen. Der heimische Leitindex ATX konnte im Verlauf 0,95 Prozent auf 6.061,55 Punkte zulegen. Der ATX Prime gewann 0,84 Prozent auf 2.992,29 Zähler. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen war mehrheitlich eine Aufwärtstendenz wahrzunehmen.

Für Beruhigung sorgt derzeit, dass US-Präsident Donald Trump den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt hat. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Zudem wurden nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu die Angriffe auf den Iran eingestellt. Die Situation könnte aber nur von kurzer Dauer sein. Denn beide Seiten drohten im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen.

Die kürzlich präsentierte US-Handelsbilanz lieferte Erwartetes und liefert bringt kaum Impulse für die Aktienmärkte.

In Österreich fanden sich an der Spitze des ATX prime einmal mehr AT&S mit einem Zuwachs von 4,8 Prozent. Bereits gestern waren die Papiere des Halbleiterherstellers mit Zuschlägen von 4,2 Prozent die Topperformer. Seit Jahresbeginn legte die Aktie 353 Prozent an Wert zu.

Erste Group notierten mit plus 1,88 Prozent bei 102,80 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der Erste Group bestätigt. Auch das Kursziel wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bei 121 Euro belassen. Die Analystin verweist auf die weiterhin attraktive Bewertung der Aktie.

Auch die übrigen schwergewichteten Bankenwerte bauten auf. BAWAG legten 1,7 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) legten 0,4 Prozent zu.

Gute Zuwächse verbuchten die Versicherer. Vienna Insurance zogen 3,0 Prozent und Uniqa 1,5 Prozent hoch.

Die sinkenden Ölpreise spürt das Schwergewicht OMV. Die Anteilschein des Ölkonzerns gab 0,7 Prozent nach.

Schlusslicht im ATX prime sind Kapsch TrafficCom mit minus 4,0 Prozent. Die ex-Dividende gehandelten Papiere des Flughafen Wien büßten 2,6 Prozent ein.

Die Papiere des Kupferunternehmens Asta Energy Solution gewannen im Vienna Global Market-Segment 2,65 Prozent auf 69,60 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Anlagevotum für das Unternehmen mit "Buy" bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 90 Euro wurde von der zuständigen Expertin Yasmin Steilen unverändert belassen. Die Analystin verweist auf attraktive Nettoumsatz- und Margenwachstumspfade des Unternehmens.

moe/spa

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